Löcher stopfen

Nachdem das „Gute-Kita-Gesetz“ in Kraft getreten war, wurden Vertragsverhandlungen mit den Ländern über den Einsatz der Mittel geführt. Bremen unterzeichnete den Vertrag als erstes Land, verpflichtete sich, die Qualität und die Teilhabe in der Kindertagesbetreuung zu verbessern, und verfügt nun über 45 Millionen Euro. wamiki traf Christine Grotheer, Erzieherin und Mitglied im Personalrat des städtischen…

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Immerwährende Schülerinnen…

zuständig für Kinder und Gedöns oder Erzieherinnen auf der Rutschbahn nach unten

Nach wie vor werden Erziehrinnen und Erzieher nicht in dem Maße anerkannt, wie es diesem Beruf und denen, die ihn ausüben, zukommt. Im Gegenteil!

Im „wamiki“-Gespräch erklärt Dr. Elke Alsago, Referentin des ver.di-Bundesvorstands, welche Strategien der Abwertung bundes- und landesweit erfunden und durchgesetzt werden.

„Wir kümmern uns um die Kümmerer“, sagte Bundes­familienministerin Giffey und versprach, sich für bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen einzusetzen.
Doch auf „kreativen“ Wegen und leisen Sohlen scheint sich das Gegenteil einzustellen.

Das stimmt, obwohl stets deklariert wird: Wir brauchen die Erzieherinnen und Erzieher, sie sind wichtig, sollen besser bezahlt werden und mehr gesellschaftliche Anerkennung bekommen. Guckt man sich jedoch an, wie die Politik agiert, dann sieht man: Systematisch wird Abwertung betrieben. Dahinter stecken der Ausbau der Kindertagesbetreuung und das Versprechen der ganztätigen Betreuung für Kinder vom ersten Lebensjahr an bis zum Ende der Grundschulzeit.

Nun heißt es: Wir wollen mehr Fachkräfte gewinnen. Es geht aber nicht um Fachkräfte, sondern um Arbeitskräfte. Deshalb wird die Ausbildung verändert. In Mecklenburg-Vorpommern erfand man eine Ausbildung, die sich „Erzieherin von Null bis Zehn“ nennt und vergleichbar mit der Sozialassistentin oder Kinderpflegerin ist. Anerkannt ist dieser Beruf übrigens nur in Mecklenburg-Vorpommern. Als ich dort eine Dame im Ministerium fragte, wie sie das findet, sagte sie: Gut, denn die Frauen sollen ja bei uns bleiben.

Was für ein übler Trick!

Ja. Man legt neue Sackgassen an – typisch für Frauenberufe, in denen die Karriereleiter ganz schnell endet. In diesem Fall geht es um Einengung und Bindung zugleich.

In Niedersachsen und Brandenburg wird Ähnliches diskutiert. Man versucht, die Ausbildung zu verkürzen – auch damit wertet sie man ab –, um mehr Frauen zu gewinnen, die diese Arbeit machen, und sie im Arbeitsfeld zu halten. Sie können dann weder das Bundesland verlassen noch in andere Arbeitsfelder der Jugendhilfe wechseln oder in der Eingliederungshilfe arbeiten. Das ist die eine Strategie.

Die andere Strategie der Länder ist: Sie verändern die Fachkraft-Definition. Jedes Land hat einen Fachkräfte-Katalog, der festlegt, wer als Fachkraft anerkannt ist und in den Einrichtungen arbeiten darf. In den 16 Bundesländern gibt es 16 unterschiedliche Fachkraft-Kataloge, die jetzt geöffnet werden, so dass sich eine Art Flickenteppich mit unterschiedlichen Definitionen ergibt.

Zwar werden Erzieherinnen überall als Fachkräfte anerkannt, aber alles, was sich darunter befindet, alle anderen Berufe oder Abschlüsse werden, was die Arbeit in Kitas anbelangt, unterschiedlich bewertet. Das Land Hamburg – ein Extrem-Beispiel – hat eine „Positiv-Liste“ darüber aufgestellt, wer in der Kita arbeiten darf. Zum Beispiel: Absolventinnen einschlägiger Studienrichtungen. Das geht ja noch. Erlaubt werden aber auch Absolventinnen irgendeines Studiums. Das kann dann eine Ökotrophologin sein oder eine Bauingenieurin. Diese Frauen absolvieren einen 160-Stunden-Kurs und sind danach anerkannte pädagogische Fachkraft für die Kita. Damit macht man den Beruf kaputt. Man fragt nicht mehr, welcher Berufsabschluss notwendig ist, sondern: Wer kann hier arbeiten, wen lassen wir zu?

Ist es völlig egal, wer in der Kita arbeitet?

Ja, auch Erziehungsberechtigte sind im Saarland und in Schleswig-Holstein anerkannt. Sie haben ja Kinder. Das reicht.

Bei Zusatzkräften sieht es noch skurriler aus. Da können Tagesmütter einsteigen und Menschen, die irgendeine Ausbildung oder Berufserfahrung haben, nicht nur eine einschlägige. Selbst die Bäckerei-Fachverkäuferin oder die Hebamme ist gefragt. Das heißt: Jede und jeder kann in der Kita arbeiten.

Genau das stand schon 2017 im Zwischenbericht der JFMK und der Länderarbeitsgruppe zum „Gute-Kita-­Gesetz“. Der Begriff Fachkraft wurde dort folgendermaßen definiert: pädagogisch Tätige.

Wer soll das sein?

Jeder! Pädagogisch tätig ist fast jeder Mensch. Ich als Mutter bin pädagogisch tätig. Wenn jemand im Bus einem Jungen sagt, dass er die Füße vom Sitz nehmen soll, ist der auch pädagogisch tätig. So ein dehnbarer Begriff steht in den offiziellen Papieren, wenn es um die Qualität von Kindertageseinrichtungen geht.

Das ist ja ungeheuerlich!

Zwar wurden in dem Zwischenbericht einige Standards gut beschrieben, aber wenn man sich den Fachkraft-Kind-Schlüssel ansieht und die Definition von Fachkraft als „pädagogisch Tätige“ mitdenkt, dann führt das alles, was zuvor geschrieben wurde, ad absurdum, weil jeder in der Kita tätig sein kann.

Das spiegelt auch der Begriff „Kümmerer“ wider. Wenn Frau Giffey sagt: „Wir kümmern uns um die Kümmerer“, meint sie zwar die professionell Tätigen, aber ein Kümmerer kann jeder Mensch sein, aus innerem Antrieb oder weil er nett ist. Schon allein der Slogan von den Kümmerern zeigt, dass es nicht um Professionelle geht, sondern um Leute, die die Arbeit aus inneren Intentionen machen.

Da sind der „Kreativität“ ja keine Grenzen gesetzt…

Richtig. Das nächste sind die multiprofessionellen Teams. Träger sagen: Wir setzen multiprofessionelle Teams ein. Das hört sich toll an, bedeutet aber: Fachfremde werden auf Fachkraftstellen gesetzt. Neulich hatte ich das in einer kleinen Kita erlebt: vier Fachkräfte, zwei Gruppen. Zwei Fachkräfte waren Erzieherinnen, die anderen beiden waren Yogalehrerin und Förster. Das mag ja ganz schön sein, wenn alle da sind und man sich gut versteht. Aber lass mal eine Fachkraft ausfallen! Wenn dann ein Kinderschutz-Fall oder etwas anderes Gravierendes passiert, kann nur noch eine einzige Frau die Fäden fachlich zusammenhalten – bei immerhin 50 Kindern in der Einrichtung.

Dann ist die Kita nur noch eine Aufbewahranstalt.

Genau. Man überlässt es den wenigen Pädagoginnen, die noch da sind, alles zu ordnen, und bürdet ihnen die ganze Verantwortung auf.

Was sagen die Erzieherinnen dazu?

Natürlich merken die Kolleginnen das, diskutieren es im Netz und fragen sich: Warum habe ich eigentlich eine Ausbildung von vier, fünf Jahren gemacht, wenn eine Yoga-Lehrerin das nach 160 Stunden auch kann? Sie sind sauer, fühlen sich ausgenutzt, abgewertet und sagen sich: Da kann ich auch in einen anderen Arbeitsbereich gehen, in dem man meine Fachlichkeit anerkennt.

Wahrscheinlich bleiben viele Fachkräfte trotzdem, weil ihnen die Kinder und Eltern Leid tun.

Außerdem sind viele Erzieherinnen regional verankert, gerade auf dem Land. Sie arbeiten gern dort, wo sie wohnen, richten sich entsprechend ein, können ihre Berufstätigkeit mit dem Privatleben vereinbaren und sind dadurch gebunden. Viele haben selbst Kinder oder Eltern, die sie pflegen müssen. Also finden sie sich mit der Lage ab und lösen die Probleme individuell. Das verhindert letztlich auch Solidarisierung und politisches Engagement.

Was kann man tun? Resignierend mit den Schultern zucken und sagen: Ist eben so?

Es gibt Regionen, in denen sich die Kolleginnen zusammenschließen. Zum Beispiel in Bremerhaven. Dort laden sie Politikerinnen und Politiker ein, stellen Forderungskataloge auf und sind vor dem Rathaus präsent. Da wurde den politisch Verantwortlichen erst bewusst, wofür diese Frauen täglich zuständig sind. Sie machen alles! Wischen den Gruppenraum abends noch mal durch und räumen den Geschirrspüler ein, denn so eine Kita ist wie ein Haushalt organisiert, ohne Entlastung. Jetzt wird das auch im Rathaus diskutiert.

In Niedersachsen gab es die Aktion „Aufstehen für die Kita“. Da haben die Kolleginnen erfasst, ob sie die Aktivitäten, die sie planen, tatsächlich durchführen können. Das meiste fällt aus, stellten sie fest, weil sie immer Personallücken stopfen müssen. Damit sind sie an die Öffentlichkeit gegangen.

Teams könnten auch sagen: So leid es uns tut, liebe Eltern, wir können nicht mehr alles ausgleichen, sondern machen Dienst nach Vorschrift. Wenn die Kita um 17.00 Uhr schließt, gehen wir auch nach Hause und bleiben nicht bis um 18.00 Uhr zum Aufräumen.

Hat das schon mal jemand versucht?

Ja, Lehrer in Niedersachsen haben mal etwas Ähnliches gemacht. Man hatte ihnen mehr Stunden aufgebrummt, weil Lehrermangel herrschte. Da sagten sie: Das ist zusätzliche Arbeit, die wir neben dem normalen Unterricht organisieren müssen und keine Überstunden angerechnet bekommen. Deshalb machen wir alle jetzt zwei Jahre lang keine Klassenreisen mehr. Die Kinder waren enttäuscht, die Eltern waren nicht amüsiert und beschwerten sich im Kultusministerium. Das hat also schon etwas bewirkt.

Andererseits: So etwas öffentlich zu machen ist Arbeit. Man muss sich dafür engagieren, obwohl man schon am Limit ist.

Es ist noch nicht lange her, dass der Kita-Bereich die Öffentlichkeit entdeckt hat, zum Beispiel die regionale Presse…

Vor allem, wenn es etwas Schönes zu berichten gibt.

Ja, Erfolge tragen zum Renommee einer Kita bei. Probleme in die Öffentlichkeit zu tragen – das ist eine ganz andere Sache. Da sind Verhaltensregeln zu beachten und…

… bestimmte Wege einzuhalten, sonst gibt es Ärger, verständlicherweise.

Herrscht eine Situation starken Mangels, haben Leiterinnen die Verpflichtung, dem Träger das anzuzeigen. Können Teams nicht mehr so arbeiten, wie sie müssten, die Aufsichtspflicht zum Beispiel nicht mehr erfüllen, müssen Leiterinnen das melden, und der Arbeitgeber muss den Mangel abstellen: eine Gruppe schließen lassen, Kinder nach Hause schicken lassen, die Öffnungszeiten verkürzen – das gibt es alles. Jedenfalls trägt der Arbeitgeber die Verantwortung und hat eine Fürsorgepflicht. In diese Pflicht müssen die Kolleginnen ihn nehmen, statt Probleme zu subjektivieren und zu sagen: Das regeln wir schon selbst.

Warum machen Kita-Leiterinnen das so selten? Vielleicht befürchten sie, dass gesagt wird: Die Frau hat ihr Team nicht im Griff.

Ja, aber das ist Quatsch und riskant! Das müssten sich Kita-Leiterinnen eigentlich selbst sagen. Letztendlich, wenn einem Kind etwas passiert und die Kolleginnen oder die Kita-Leiterin haben ihre Überlastung vorher beim Arbeitgeber nicht angezeigt, haften die Pädagoginnen. Daher ist Solidarität wichtig – die Solidarität der Leiterinnen eines Trägers und der Kolleginnen miteinander. Sie müssen feststellen: Wir können diese Probleme nicht lösen. Wie denn auch? Wo Schluss ist, ist Schluss!

Es gibt doch in jedem Land gesetzliche Vorschriften, was eingehalten werden muss…

Es gibt Länder, in denen Vorgaben deutlich formuliert sind. In Schleswig-Holstein nicht. Da macht das jede Kommune für sich. Man ist jetzt erst dabei, Standards für die Fachkraft-Kind-Relation zu entwickeln: eine Gruppe von 25 Kindern und 1,5 Erzieherinnen. Was 1,5 Erzieherinnen sein sollen, das weiß ich auch nicht.

In Niedersachsen wiederum gibt es Arbeitgeber, die sagen: Sobald der Schlüssel unterschritten wird, schließen wir die Gruppe, reduzieren die Öffnungszeiten oder schicken anderes Personal hin.

Wie geht es in den Ländern eigentlich mit dem „Gute-­Kita-Gesetz“ weiter? Angesichts der Personalsituation.

Wir haben den Eindruck, dass die Personalsituation die Länder nicht wirklich interessiert, wenn wir gucken, was sie machen. Fast alle Länder stellen die Elternbeiträge frei. Nur manchmal geht es um Leitungsressourcen oder die Freistellung der Leitung. Einige Länder verweben das mit Kita-Reformprozessen, zum Beispiel das Saarland und Rheinland-Pfalz. Wir wissen nicht genau, ob sich das aus dem „Gute-Kita-Gesetz“ ergibt oder schon vorher geplant war und sie jetzt nur die Mittel umschichten. Beteiligungsprozesse finden fast nirgendwo statt, obwohl im Gesetz steht, dass die Sozialpartner beteiligt werden sollen.

Und was wird in den Kitas ankommen?

Wahrscheinlich nicht viel. Durch die Entlastung der Eltern – ich bin gar nicht dagegen – wird dem System viel Geld entzogen. Die Nachfrage nach Kita-Plätzen wird eher steigen, und letztendlich stehen dafür überhaupt nicht genügend Mittel zur Verfügung.

Mich wundert übrigens, dass man nicht versucht, die Arbeitgeber in der Wirtschaft in die Pflicht zu nehmen. Wieso beteiligen die sich nicht? Mein Mann ist Unternehmer. Er zahlt für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Kita-Gebühren. Sie müssen den Bescheid vorlegen, dann wird das Geld überwiesen. Es geht um Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sagt mein Mann und findet, dass es seine Aufgabe ist, einen Beitrag dazu zu leisten. Kommt die Gebührenfreiheit, muss mein Mann nicht mehr zahlen. Wie unsinnig ist das denn?

Einerseits entzieht man dem System Geld, andererseits erhöht man die „Attraktivität“ von Kita-Plätzen, obwohl es zu wenig Plätze und Fachpersonal gibt. Die Lösung: Hinz und Kunz betreuen Kinder, ohne dass sie es können. Und alle sollen jetzt die Klappe halten, weil der Kita-­Bereich so viel Kohle bekommt.

Es sind 5,5 Milliarden, und die Länder geben noch was dazu.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist auch subjektiviert, alles wird auf die Frauen, auf die Familien geschoben. Doch um Vereinbarkeit geht es nicht wirklich, sondern um Arbeitskräfte für die Wirtschaft. Angesichts dieses wahnsinnigen Ausbaus, der zu Konditionen stattfindet, die immer schlechter werden, fordert ver.di: Das ganze Geld, das aus dem „Gute-Kita-Gesetz“ kommt, muss in den Ausbau des Ausbildungsbereichs investiert werden. Es muss in die Fachschul- und Berufsfachschul-Ausbildung fließen, es muss endlich eine bezahlte Vergütung geben, es müssen Formen entwickelt werden, wie Arbeitskräfte, die in anderen Branchen freigesetzt werden, diesen Beruf erlernen und nicht einfach nur angelernt werden, sondern Abschlüsse machen können – bezahlt über die Bundesagentur für Arbeit.

Wie sieht es denn mit der zweiten Initiative von Frau Giffey, der Fachkräfteoffensive, aus?

Frau Giffey sagt, dass sie 5.000 Ausbildungen durchfinanziert, und hat das an Kriterien gebunden, die wir zuvor diskutiert hatten. Aber auch das ist letztlich nur exemplarisch und deklaratorisch, denn der Effekt von 5.000 Ausbildungen ist angesichts der 85.000, die wir im Jahr brauchen, geringfügig. Viel wichtiger wäre, die Strukturen insgesamt zu entwickeln, das mit den Ländern auszuhandeln und in der Kultusministerkonferenz Druck aufzubauen.

Druck besteht ja eigentlich schon. Warum tut sich so wenig?

Weil es um den ganzen Ausbildungsbereich geht, der föderal organisiert ist und an den sich niemand herantraut, da er so zersplittert ist. Außerdem sind Erzieherinnen so etwas wie immerwährende Schülerinnen, denn die Berufspraxis ist an der Ausbildung komplett unbeteiligt. Alles wird von den Kultusministerien der Länder vorgegeben. Zwar werden Praktikantinnen in die Kitas geschickt, und manchmal dürfen Kita-Mitarbeiterinnen beratend tätig sein, doch die Hoheit hat die Schule. Sie nimmt die Prüfungen ab und sagt: bestanden oder nicht bestanden. So bleibt das Verhältnis von Erzieherinnen zur Schule immer gleich: Hier sind die Lehrerinnen, da die Schülerinnen, die keinen Einfluss auf die Ausbildung haben, weder mitbestimmen noch sich einmischen können. Deshalb gibt es auch keine Reflexion dieses Ausbildungssystems aus der Praxis heraus – weder von der Arbeitgeber- noch von der Arbeitnehmerinnenseite.

Und Berufsneulinge belasten die Teams, weil sie keine Praxiserfahrung haben, Fehler machen…

Genau. Das wäre ganz anders, wenn es Mitsprache oder Mitwirkung der Praxis gäbe. Dann könnte man auch die Ausbildung verändern und sagen: Wir setzen uns für bestimmte Inhalte ein, damit sie gelernt werden können. All das findet aber nicht statt.

Für den ganzen Bereich gibt es übrigens auch keine Berufsbildungsforschung. Das ist in den dualen Berufen anders. Da guckt man sich im Bundesinstitut für Berufsbildung an: Wie verändert sich die Gesellschaft? Wie verändern sich technische Herausforderungen, gerade auf dem Gebiet der Digitalisierung? Wie muss die Ausbildung darauf reagieren? Neue Ausbildungsformen werden begleitet erprobt, ausgewertet, und die Ergebnisse werden mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreterinnen diskutiert. Das gibt es hier nicht.

Kann das auch daran liegen, dass am Ende der Prozesse keine Produkte stehen, die verkauft werden müssen? Wo es um Bildung und Sozialarbeit geht, stehen am Ende Menschen.

Ja, das kann sein. Aber es hat seinen Ursprung in den politischen Strukturen. Wirtschaft ist aufgrund ihrer Bedeutung bundesweit geregelt. Bildung ist föderal geregelt und bleibt in der Hoheit der Länder.

In der Wirtschaft haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer ihre Rechte durchgesetzt, vor allem in den Männerberufen. Die Männer haben sich nicht nehmen lassen, mitzusprechen. Vollzeit-Schulberufe sind vorwiegend Frauenberufe, und die strukturelle Benachteiligung dieser Berufe hält sich seit 150 Jahren. Deshalb spreche ich von immerwährenden Schülerinnen. Schon seit Ewigkeiten bringt man Frauen in die Situation abhängiger Schülerinnen, in der sie bleiben. In den meisten Gesprächen zwischen Lehrerinnen und Erzieherinnen zeigt sich dieses Gefälle. Man merkt schon am Habitus, wer sich wem in welcher Form unterwirft. Schrecklich!

Trotz solcher Initiativen wie „Ponte“ zum Übergang von der Kita in die Grundschule hat sich daran nichts verändert?

Nein, weil die Strukturen gleich geblieben sind. Auf der individuellen Ebene kann man durch Projekte etwas erreichen, aber tatsächlich würde sich nur etwas verändern, wenn man an die Struktur herangeht.

Das heißt:Wir haben einen mehrfach abgehängten Bereich, den Frauen-Bereich, in dem es um die Sorge für Kinder, Kranke und Alte geht. Frauengedöns! Sollen sie sehen, wie sie damit klarkommen. Außerdem: Erziehung kann doch jede! Gedöns kann jede! So ist es immer noch.

Interview: Erika Berthold und Lena Grüber

Foto: Addictive Stock / photocase.de

Das „böse“ Jugendamt?

„Das sage ich dem Jugendamt“, drohen Eltern, wenn ihre Sprösslinge allzu sehr über die Stränge schlagen, oder Kinder, die sich gegen das elterliche Handyverbot wehren. Und häufig tut die Drohkulisse ihre Wirkung, denn man möchte lieber nichts mit dem Jugendamt zu tun haben – außer wenn man dort arbeitet wie Tanja Gehrt, nämlich im Sozialpädagogischen…

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Flaggen ohne Bedeutung

Habt ihr schon mal über eure Nationalflagge nachgedacht? Wie viele verschiedene Flaggen gibt es in eurer Gruppe oder Klasse? Gibt es unter euch Familien, die alte Wappen haben? Hat eure Familie, eure Kita, euer Hort oder die Schule eine eigene Flagge?

Nationalflaggen stiften Identität. Sie schließen ein und gleichzeitig aus. Die Nationalflagge ist ein symbolisches Objekt, das Macht trägt. Vor dem Hintergrund des unwürdigen Umganges mit Geflüchteten faszinierte die australische Künstlerin Sonja Hornung der Gedanke, diese symbolische Macht ad absurdum zu führen: Was wäre, wenn sich die Nationalflaggen komplett entleeren? Lena Grüber sprach mit der Erfinderin des Kunst-Projektes: Flaggen ohne Bedeutung

Foto: Patricia Breves

Wie bist Du auf diese Idee gekommen?

Ich bin 2012 von Australien nach Deutschland gekommen. Als ich das Land verließ, wurden gerade die Asylgesetze für die Einreise verschärft. Es hat mich irritiert, als erstes als Australierin identifiziert zu werden, weil ich diese Politik meines Heimatlandes nicht mittrage. Ich wollte ich sein – und nicht mit dieser australischen Politik verbunden werden. In Berlin angekommen erlebte ich den Marsch der Geflüchteten, bei dem Asylsuchende auf ihre rechtelose Situation aufmerksam machten. Das Thema Flucht und Grenzen war überall präsent in der Stadt. Und in mir. Ich fragte mich: Gibt es ein Symbol, das die nationalen Grenzen aufheben kann? Ohne, dass es jenseits der Realität ist? Ich wollte das bestehende System ersetzen und … fand einen Weg. Endlich!

Welchen denn?

Das symbolmächtigste Objekt für Nationalstaaten sind die Flaggen des Landes. Sie repräsentieren Millionen Menschen, die Landesgeschichte, besondere geografische Bedeutungen sowie Herrschaftsansprüche. Sie stiften Identität – schließen ein und gleichzeitig aus. Die Nationalflagge ist ein Objekt, das Macht trägt. Mich fasziniert der Gedanke, diese Macht ad absurdum zu führen, sie zu entblößen, sie zu knicken.

Also begann ich Nationalflaggen zu erforschen. Ihre Geschichte fand ich sehr spannend:

Zuerst gab es das Wappensystem, zum Beispiel mit einem Adler oder einem Schwert. Diese Wappen waren lokal gebunden, denn sie trugen Symbole der adligen Familien vor Ort. So konnte man gut unterscheiden, wer woher kam und welche Anrechte hatte. Als im 19. Jahrhundert die ersten demokratischen Staaten geschaffen wurden – zum Beispiel in Frankreich mit den Gedanken von Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit – wurde das Wappensystem abstrahiert. So wurde das Dreifarbensystem – die Trikolore –erfunden. Die drei Farben standen für das Bürgertum und die Republik in Abgrenzung zur bisher vorherrschenden Monarchie. So konnte man schon an der Flagge erkennen, wer den Staat regiert.

 

Ich fand die Abstraktion von gesellschaftlichen Werten sehr spannend und fragte mich, wie weit ich diese Abstraktion wohl treiben konnte. Könnte ich auch eine Nationalflagge komplett entleeren und ihr damit jeden Sinn nehmen?

Und? Kannst Du alle Fahnen gleich machen?

Meine erste Idee war es, die Schatten der Flaggen zu fotografieren. Im Schatten lösche ich alle Farben und Muster gleichermaßen. So scheinen auch die unterschiedlichen Länder gleicher. Um die Schatten der Flaggen zu fotografieren, fuhr ich im Sommer durch Berlin und besuchte Botschaften. Daraus ist diese Bildreihe entstanden:

Wie unterscheiden sich die Flaggen? Was vereint sie? Könnt ihr erkennen, welche Flagge zu welchem Land gehört? Wie fühlt es sich an, wenn die Flaggen so aussehen? Was macht der unterschiedliche Untergrund? Und die unterschiedliche Schärfe des Schattens? Wehen alle Flaggen? Ist die Richtung, in die die Flaggen wehen, wichtig?

 

Als ich so Tag für Tag die Schatten der Flaggen sammelte, beobachtete ich, wie sie im Wind wehen. In Farbe, ganz in echt. Ich überlegte: Könnte man neben meinem kleinen Trick mit dem Schatten auch die echten Flaggen, die dort oben wehen, abstrahieren und entleeren?
Ich malte die Flaggen einzeln auf und analysierte ihre Bestandteile. Kreuz, Balken, zwei Balken, Sterne, … Daraus entwickelte ich ein Würfelspiel, in dem in drei bis vier Schritten Farben und Muster einer neuen Flagge völlig zufällig entstehen. Und nicht historisch wachsen. Flaggen ohne Bedeutung.

Sonjas Würfelspiel: 3- 4 x würfeln für eine neue Flagge

Wollt ihr das auch ausprobieren? Hier gibt es das Flaggenspiel von Sonja: Ihr benötigt einen Würfel, Papier und Stifte, um die neue Flagge zu erschaffen. Beim ersten Wurf habt ihr das Grundmuster links. Dieses wird beim zweiten Wurf um das nächste Muster ergänzt und beim dritten Wurf um das dritte Muster. Danach erwürfelt ihr die Farbe.

 

Fragen zum Weiterspielen:
Welche Werte spiegelt diese Flagge für euch wider und warum? Gibt es Symbole, die ihr bevorzugt? Oder Lieblingsfarben? Wie würde eine Flagge aussehen, die eure Gruppe beschreibt? Wie eine, die eure ganze Einrichtung vertritt? Könnte es eine Flagge geben, die die ganze Welt repräsentiert?
Was bedeutet euch eine nationale Identität? Was bedeutet es heute zum Beispiel deutsch zu sein? Kann man nur eine Nationalität haben?
Schickt Sonja eure selbstgebastelten Flaggen. Findet ihr im Stadtraum ungenutzte Flaggenmasten, an denen ihr eure eigene ‚entleerte‘ Flagge hissen könnt?

 

Später habe ich die Flaggen erwürfelt und ca. 60 Stück selbst genäht. Diese habe ich den Botschaften angeboten als Ersatz für ihre nationale Flagge.
Meist lief die Kommunikation mit den Botschaften dann so ab: Ich bekomme einen Anruf. „Hallo, worum geht es denn genau?“ Ich erkläre mein Anliegen, die Flaggen zu tauschen. Große Verwirrung in der Konversation: „Was? Sie wollen unsere Flagge ersetzen? Durch eine Flagge, die keine Bedeutung hat?“
Es war immer sehr formell, vorsichtig und ernst. Die Sprache ist eine eigene Performance. Ich stieß gegen wahnsinnig großen Bedacht. Hier lernte ich, dass Staat auch eine Art von Performance ist und wenn man diese Performance nicht richtig ausführt, sie auch scheitern kann. Deswegen nehmen das alle sehr ernst. Außerdem gibt es viele Regeln und Gesetze zum Hoheitsgebiet der Botschaften.
Einmal wartete ich zum Beispiel vor der Botschaft von Kasachstan, und ich war relativ früh da, sodass der Schatten der Flagge zwar sichtbar war, aber innerhalb der Botschaft lag. Ich konnte ihn wegen des großen Zauns nicht von außen fotografieren. Also klingelte ich und fragte zunächst den Pförtner. Der holte den Botschafter, beide diskutierten lange miteinander und antworteten mir dann: „Nein, geht nicht, Sie dürfen hier nicht reinkommen.“ Ich wollte gehen, aber ich war so weit gefahren und wollte doch nicht aufgeben. Also blieb ich stehen. Die beiden rauchten eine Zigarette zusammen und kamen zurück zu mir. “Was wollen Sie jetzt noch?“ Ich: „Ich gehe doch nicht weg, ich will nur 10 Minuten hier rein, um die Flagge zu fotografieren.“ Sie überlegten, dann kam der Botschafter zu mir und sagte: „Ok, geben Sie mir Ihre Kamera und ich fotografiere das für Sie. Sie können mir sagen, wie Sie das genau haben wollen.“ Ich blieb vor dem Zaun, der Botschafter kam wieder, zeigte mir die Fotos und wir wählten das Beste aus. Die Staatsperformance wurde gewahrt und ich hatte, was ich wollte. Das sind für mich witzige Situationen, in denen sich Menschen trotzdem sehr menschlich verhielten. Ich habe es dann doch geschafft, einige Flaggen woanders aufzuhängen, z.B. vor mehreren ehemaligen Botschaftsgebäuden im Osten Berlins.

Foto: Benjamin Busch

Was meint Sonja mit Staatsperformance? Kennt ihr besondere Regeln, denen Botschafter folgen müssen? Oder kennt ihr besondere Ausnahmen, die nur für sie gelten? Warum haben sie andere Regeln als wir?

 

Sonja hängt eine Flagge ohne Bedeutung auf
Foto: Patricia Breves

Sonja Hornung (geb. 1987, Melbourne) ist bildende Künstlerin. 2010 schloss sie ihren Bachelor of Creative Arts mit Schwerpunkt visuellen Medien an der University of Melbourne ab. Sie ist Absolventin des Masterstudiengangs „Raumstrategien“ an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (2016). Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Das Projekt wurde mit dem kuratorischen Plattform Neue Berliner Räume entwickelt und realisiert.

 

 

Seele und Charakter oder Busen und Po

Wer das Marketing für Videospiele wahrnimmt, stellt fest, dass es vornehmlich auf Jungen und Männer zielt: Max Mustermann nietet alle Bösewichte um und rettet die Welt. Weibliche Spielfiguren wirken wie Deko-Elemente und bekommen nur selten aktive Rollen. In diesem Zusammenhang entstand die Annahme, dass Mädchen und Frauen nicht gern spielen. Stimmt das eigentlich? Erika Berthold…

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Interview mit der Regisseurin Heide Breitel

heide breitel

Der Dokumentarfilm „Pina schaukelt. Was kleine Kinder brauchen“ (Deutschland 2016) beobachtet junge Kinder ab zehn Monaten auf Augenhöhe in ihrem Alltag in der Kinderkrippe und begleitet sie, bis sie 2 ½ Jahre alt sind. Der Film zeigt die unerschöpfliche Lernfähigkeit, Entdeckerfreude und Gestaltungslust, mit der Kleinst-und Kleinkinder die Welt erobern. – Einfühlsam begleitet von Erziehern und Erzieherinnen, die die Kunst des pädagogischen Ping-Pong-Spieles beherrschen, die die Kinder herausfordern, zugewandt und aufmerksam sind.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen Dokumentarfilm über Kleinkinder zu machen? Gab es einen Auslöser?

Seit dem 8. August 2013 besteht nach dem Krippenkinderförderungsgesetz bundesweit ein Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für alle unter Dreijährigen. Es wurde viel darüber berichtet, wie das organisatorisch zu schaffen sei. Aber wie der Tagesablauf für die Kinder aussehen soll, was sie wirklich brauchen, um wachsen zu können an Körper, Geist und Seele, ist in der Diskussion untergegangen. 2012 habe ich den Film SCHLÜSSEL ZUM LEBEN in einer Kinderkrippe in Frankfurt am Main gedreht. Seitdem war es mein Wunsch, Kinder beim Wachsen länger zu beobachten.

Einen Kindergarten zu finden, der bereit ist, sich über einen längeren Zeitraum bei der Arbeit filmen zu lassen, war sicher nicht einfach. Wie haben Sie die Kita gefunden?

Bei meiner Recherche habe ich viele Einrichtungen besucht, staatliche, kirchliche, auch privat geführte Kindergärten. Dabei habe ich den INA KINDER.GARTEN in der Dresdener Straße in Berlin kennengelernt. Diese Kita ist 1986 aus einem umgebauten Parkhaus entstanden, deshalb gibt es dort sehr viel Platz für die Kinder. Die INA KINDER.GÄRTEN arbeiten nach dem Situationsansatz: was für die Kinder in diesem Moment gerade wichtig ist, wird aufgenommen, mit den Kindern bearbeitet und weitergeführt. Bei den Kleinkindern stehen Liebe und Wärme im Vordergrund, dass sie z.B. auf den Arm genommen werden wollen, wenn sie Trost und Schutz brauchen. In der Nestgruppe für Kinder unter drei Jahren fangen drei Erzieher_innen mit nur sechs bis acht Kindern an, die zwischen neun und elf Monate alt sind. Die Gruppe wächst im Laufe der Zeit und es kommen Kinder dazu, bis sie drei Jahre alt sind. Wir haben im Dezember 2013 mit acht Kindern in der Nestgruppe angefangen zu drehen.

Wie haben Sie sich mit den Eltern abgestimmt? Waren immer alle einverstanden mit den Dreharbeiten?

Das Einverständnis von Eltern kleiner Kinder zu bekommen, setzt großes Vertrauen voraus. 2002 habe ich ICH KANN DAS SCHON gedreht, ein Dokumentarfilm mit kleinen Kindern, die Down-Syndrom haben und 2005 war ich in der FERDINAND-FREILIGRATH-SCHULE für meinen Film AUS ERFAHRUNG KLUG. Mit diesen beiden Filmen habe ich mich den Eltern vorgestellt, damit sie sehen können, wie ich arbeite. Auf einem Elternabend habe ich viele Fragen beantwortet. Es gab auch Ablehnung. Aber in der Gruppe der ganz Kleinen haben die Eltern schließlich zugestimmt. Ich wurde sehr genau befragt, weil befürchtet wurde, dass ich mich auf Kosten der Kinder profilieren will. Nachdem die Eltern meine Filme gesehen hatten und nach einem weiteren Gespräch, waren dann alle einverstanden, auch dass ich zwei Jungen und zwei Mädchen auswählen wollte, damit die Zuschauer die Kinder im Film wiedererkennen können.

Wie haben sich die Erzieher_innen auf die Dreharbeiten vorbereitet?

Vor den Dreharbeiten habe ich die Nestgruppe immer wieder besucht. Einerseits wollte ich mich mit den Kleinen vertraut machen, andererseits um mich mit den Erzieher_innen abzustimmen. Bis zum zweiten Lebensjahr entwickeln sich die Kinder in Riesenschritten. Das wollten wir auf keinen Fall verpassen. Als wir anfingen, krabbelten sie noch, dann ziehen sie sich hoch, kommen auf die Füße, wagen die ersten Schritte und Lautieren, bis sie Ein-Wort-Sätze bilden und allmählich zur Sprache kommen. In dieser rasanten Zeit haben wir monatlich gedreht. Danach sind wir seltener gekommen und der Film endet, als die Kinder ca. 2 ½ Jahre alt waren und sich als ICH wahrnehmen konnten. Mir war es wichtig, den ganz normalen Alltag zu dokumentieren, die Kinder verbringen ja oft den ganzen Tag in der Kita. An die Erzieher_innen hatten wir keine besondere Wünsche: was an diesem Tag passierte, haben wir gedreht. So gesehen arbeiten wir auch mit dem Situationsansatz.

Wie haben Sie Ihr Aufnahme-Team gefunden?

Mit den Kollegen_innen habe ich schon oft zusammengearbeitet. Wir kennen uns lange und ich habe absolutes Vertrauen, dass sie den Tag mit Kamera (Thomas Ladenburger und Ralph Netzer) und Ton (Lilly Grote) so intensiv begleiten, wie es für die dokumentarische Arbeit erforderlich ist. Alle hoch-professionell und alle auch sehr umsichtig mit den Kleinen. Die Kamera musste sich fast immer auf dem Fußboden entlang bewegen, weil wir die Kinder gerne auf Augenhöhe sehen und nicht auf sie herabblicken wollten. Das war für das Team nicht immer leicht, hat aber super funktioniert. Der kleine Luc war beim ersten Drehtag so neugierig, dass er am liebsten ganz in die Kamera hineingekrochen wäre. Beim zweiten Dreh hatten wir eine weitere Kamera dabei, die das Team filmte. Jury ist auf der Rutsche und schaut mit großen Augen in die Kamera, will genau herausfinden, was da drin ist. Das konnte ich mit den Bildern der zweiten Kamera zeigen. Lilly Grote hat sich besonders gefreut, wenn wir bei den Kleinen waren und sagte immer: „So waren wir auch alle mal.“

Die Dreharbeiten waren vermutlich voller Überraschungen, weil Sie vorher nie wissen konnten, was sie erwartet.

Stimmt. Wenn sie noch ganz klein sind, schließen Kinder schon Freundschaften. Ein Beispiel: Luc hat ein schlafendes Kind im Körbchen geschaukelt und man sieht, dass er nach oben schaut. Die Kamera folgt seinem Blick und wir sehen, wie Juri zur Tür reinkommt, die Arme hochreißt, sich freut und lacht. Beide gehen aufeinander zu und geben sich ein Küsschen. Es ist immer ein Geschenk, wenn die Kamera genau in diesem Augenblick da ist, wo sich so eine kleine Szene ereignet. Sie ist eine meiner Lieblingsszenen im Film. Inszenieren kann man nicht mit kleinen Kindern. Aber der Dokumentarfilm kann zeigen, was sie gerade tun, worüber sie sich freuen, auch worüber sie traurig sind, wenn man sich ganz einlässt und jede Sekunde nah bei den Kindern bleibt und hinschaut.

Gab es auch Zeiten, in denen die Arbeit schwierig war?

Im Team gab es keine Schwierigkeiten, alle haben sich immer gefreut, die Kinder wiederzusehen. Für die Erzieher_innen war es schwerer, weil die Dreharbeiten doch ein Eingriff in ihre Arbeit waren. Auch sind sie es nicht gewohnt, vor der Kamera wie Schauspieler_innen ganz natürlich zu bleiben. Als wir uns länger kannten, war das aber nicht mehr so ein Problem. Ich habe immer nachgefragt, an welchen Tagen wir kommen können, damit “unsere vier Kinder“ nicht gerade krank sind oder im Urlaub. Zwischendurch habe ich sie besucht, mit ihnen gespielt und gesungen, damit das Vertrauen zwischen den Drehphasen nicht verloren geht. Ich bin den Erzieher_innen sehr dankbar, dass sie das durchgestanden haben mit uns, weil das schon eine Doppelbelastung gewesen ist. Aber im Nachhinein sind wir alle gemeinsam froh, dass wir das geschafft haben.

Die Musik im Film trägt viel zur Stimmung bei. Wie ist der Soundtrack entstanden?

Mit dem Komponisten Andreas Wolter habe ich besonderes Glück. Er hat schon für drei meiner Filme die Musik gemacht. Wir haben gemeinsam überlegt, wie wir es hinbekommen, dass die Aufmerksamkeit des Zuschauers in dem Gewusel der vielen Kinder bei unseren vier Kindern bleibt. Also hatten wir die Idee, dass die Musik einen zweiten Erzählstrang bildet. Wir haben den vier Kindern Instrumente zugeordnet: Pina bekam die Flöte, Juri, dem Babyalter fast schon entwachsen, das Fagott, Luc die Klarinette und Charlotte die Geige. So kann man jetzt die Kinder auch an der Musik wiedererkennen.

Interview: Hanna Hechel

Große Aufgaben – kleine Ressourcen

Ergebnisse der Kita-Umfrage „Kinder geflüchteter Familien in Berlin“

Das Berliner Bündnis für Kinder geflüchteter Familien „Willkommen KONKRET“ sandte allen Berliner Kitas im Herbst 2015 einen Fragebogen, um zu erkunden: Machen sich Kita-Teams Gedanken über geflüchtete Menschen? Was passiert bereits in den Kitas? Was brauchen die Teams, um sich geflüchteten Familien verstärkt zu öffnen? Zirka 5 Prozent aller 2 370 Berliner Kita-Teams beantworteten die 18 Fragen. Dorothee Jacobs und Hannah Rosenfeld berichten über die Ergebnisse der Umfrage.

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Was ist Ihr Fazit nach der Auswertung der Umfrage?

Dorothee Jacobs: Zuerst einmal waren wir überrascht von den vielen Antworten. Sie ermöglichen ein weitaus differenzierteres Bild der Situation in den Berliner Kitas als bisher. Da wir die Umfrageergebnisse verbreiten, können die Verantwortlichen – zum Beispiel Kita-Träger oder die politisch Zuständigen – nun besser auf die Bedürfnisse der Praxis reagieren. Und die pädagogischen Fachkräfte merken, dass sie mit ihren Sorgen und Problemen nicht allein sind, weil es vielen Kitas ähnlich geht. Außerdem erleben sie, dass es Menschen gibt, die sich dafür interessieren, was Kita-Teams brauchen, um gut arbeiten zu können.

Kamen die Teams, die auf die Umfrage reagierten, über geflüchtete Kinder und Eltern ins Gespräch?

Dorothee Jacobs: Ja, die meisten Kita-Teams kamen darüber ins Gespräch. Nur drei Kitas gaben an, ihre Träger seien für das Thema nicht offen.

Als Bündnis fragen wir uns nun: Wie können wir die Träger, Kita-Teams und Eltern anregen, die sich noch nicht miteinander austauschen? Welche Unterstützung brauchen sie von wem? Und wie können gute Praxisbeispiele verbreitet werden?

Zum Beispiel bei wamiki. Was ergaben die Antworten über das Umfeld der Kitas?

Hannah Rosenfeld: Darauf zielten die Fragen 3 bis 6. Es zeigte sich, dass viele Teams nicht wissen, ob und wie sich das Umfeld engagiert, ob es Willkommensinitiativen oder Proteste gibt. Wir denken, dass Kita-Teams, die mit geflüchteten Familien arbeiten, ihr Umfeld kennen sollten und dass sie eine unterstützende Anwohnerschaft brauchen. Wir fragen uns, was wir als Bündnis dafür tun können, zum Beispiel in Sachen Öffentlichkeitsarbeit.

Nehmen die Teams Vernetzungsmöglichkeiten im Umfeld wahr?

Dorothee Jacobs: Die Antworten auf Frage 7 lassen darauf schließen, dass die Teams bisher kaum Kontakte zu  Kitas oder Familienzentren pflegen, die Kinder mit Fluchterfahrungen aufgenommen haben. Sichtlich brauchen sie Unterstützung, um funktionierende soziale Netzwerke aufzubauen. Wir könnten uns vorstellen, dass die Einrichtung besonderer Konsultations-Kitas hier Abhilfe schaffen kann.

Wie viele Kitas haben bereits Erfahrungen auf diesem Gebiet?

Dorothee Jacobs: Die Antworten auf Frage 8 belegen, dass nur ein Viertel der Kitas solche Erfahrungen hat. Demzufolge wäre es wichtig, Kontakte zwischen geflüchteten Eltern, die Kita-Plätze suchen, und Kitas oder Trägern zu erleichtern. Wir finden, dass in dieser Sache erfahrene Träger anderen Trägern beratend zur Seite stehen könnten.

Fast die Hälfte der Kitas hat sich jedoch noch nicht mit dem Thema beschäftigt, wie die Antworten auf Frage 9 zeigen. Was mag dem im Wege stehen? Angst, Unsicherheit oder Überlastung?

Was wissen die Teams über Menschen, die geflüchtet sind?

Hannah Rosenfeld: Die Hälfte der Teams gab auf die Fragen 10 und 11 an, kaum Informationen über die Lebensumstände in den Sammelunterkünften zu haben. Das erschwert natürlich die Einfühlung und Verständigung.

Wer wenig weiß und selten Begegnungen hat, wird kaum Kontakte stiften können, oder?

Dorothee Jacobs: Doch. Viele Teams beantworteten die Frage 12, indem sie von gelungenen Aktionen berichteten: Elterncafés mit geflüchteten Familien, Begegnungen bei Festen, Spiel- und Sportangeboten. Nur ein Viertel der Teams verzichtete auf eine Antwort oder gab an: „Noch keine Idee“.

Im Bündnis sind wir der Meinung, dass das Thema „Flucht“ in absehbarer Zeit auf jede Kita zukommen wird. Deshalb sollten Prozesse der Auseinandersetzung und Ideensuche zum Beispiel von den Trägern initiiert, begleitet und moderiert werden. Am besten nicht eventorientiert, sondern so niedrigschwellig und alltäglich wie möglich.

Schätzten sich die Teams als offen für Inklusions-Prozesse ein?

Hannah Rosenfeld: Ja, denn 85 Prozent der Befragten beantworteten die Frage 13 mit „ja“ oder „eher ja“. Die Grundannahme „Alle gehören dazu“ scheint weit verbreitet zu sein.

Und wie sah es bei der Frage nach „Spielräumen“ in Sammelunterkünften aus?

Hannah Rosenfeld: 38 Prozent der Kita-Teams können sich vorstellen, dass ihre Träger dafür offen wären, solche Räume in Sammelunterkünften zu betreiben. Das war übrigens eine der ersten Ideen unseres Bündnisses, denn: Zwar leben die Familien bei ihrem Start in Deutschland in den Unterkünften, ziehen aber über kurz oder lang wieder aus, und ihre Kinder verlassen die in der Nähe gelegenen Kitas. Es wäre also sinnvoll, zweigleisig zu fahren und in den Unterkünften kindgerechte, den Standards entsprechende Räume zu schaffen, die von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe betrieben werden – am besten in Kooperation mit einer Kita.

Fühlen sich die Teams über Kinderrechte informiert?

Hannah Rosenfeld: Die meisten, nämlich 87 Prozent, fühlen sich gut informiert. 11 Prozent beantworteten die Frage 15 nicht oder mit „eher nein“. Dieser Trend widerspiegelt sich auch in den Antworten auf Frage 16, denn 79 Prozent der Teams erklärten, dass es ihnen gelingt, den Bedürfnissen der Kinder mit geringen deutschen Sprachkenntnisse gut oder halbwegs gerecht zu werden. Es zeigte sich, dass die meisten Teams bereits Handwerkszeug besitzen, um mit diesen Kindern zu kommunizieren.

Wie beantworteten die Teams die Frage nach unterstützender Fortbildung?

Dorothee Jacobs: Insgesamt gaben mehr als drei Viertel der Kita-Teams in den Antworten auf Frage 18 an, Unterstützung bei der Arbeit mit geflüchteten Familien zu brauchen. Sie wünschen sich Fortbildungen zu diesem Thema. Konkret ging es ihnen um die kulturellen und religiösen Hintergründe, aber auch um die Lebensumstände der Familien, um Fluchtursachen und rechtliche Grundlagen der Asylverfahren. Auch das Thema „Trauma“ wurde oft genannt.

Um sich für die Familien öffnen zu können, wünschen die Teams sich mehr Zeit, mehr Personal und Supervision. Zudem machen Sprachbarrieren im Kontakt mit den Eltern Sorgen. Ein Viertel der Befragten äußerte Bedarf in diesem Zusammenhang.

Insgesamt zeigte sich, dass es den Beteiligten an Kommunikation und Information fehlt, dass ein besserer Personalschlüssel ebenso nötig ist wie der Einsatz von Sprachmittlern. Unser Bündnis wird sich darum bemühen, all dies an die zuständigen Stellen heranzutragen.

 

Die Fragen

1. Reden Sie in der Kita, im Team und mit den Eltern über Geflüchtete?
2. Ist Ihr Träger aus Ihrer Sicht grundsätzlich offen für die Thematik geflüchteter Familien?
3. Falls es im Umfeld der Kita eine Sammelunterkunft für Geflüchtete gibt – sind die Anwohnerinnen und Anwohner unterstützend engagiert?
4. Falls es im Umfeld der Kita eine Sammelunterkunft für Geflüchtete gibt – sind die Anwohnerinnen und Anwohner abwehrend engagiert?
5. Falls im Umfeld der Kita eine Sammelunterkunft für Geflüchtete geplant ist – sind die Anwohnerinnen und Anwohner unterstützend engagiert?
6. Falls im Umfeld der Kita eine Sammelunterkunft für Geflüchtete geplant ist – sind die Anwohnerinnen und Anwohner abwehrend engagiert?
7. Hat Ihre Kita schon Kontakt mit Kitas oder Familienzentren, die bereits Kinder mit Fluchterfahrung betreuen?
8. Engagiert sich das Team Ihrer Kita bereits und hat Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern aus geflüchteten Familien?
9. Wenn nicht – hat sich das Team der Kita schon darüber verständigt, wie es sich engagieren könnte?
10. Sind die konkreten Lebensumstände von Geflüchteten in der Kita bekannt?
11. Hatten Kolleginnen und Kollegen aus Ihrem Team oder Eltern schon einmal Kontakt zu einer Sammelunterkunft?
12. Welche Möglichkeiten sehen Sie, Kontakte zwischen Familien mit Fluchterfahrung und anderen Familien der Kita zu stiften?
13. Würden Sie Ihr Team als offen gegenüber dem Prozess der Inklusion bezeichnen, zum Beispiel: offen zu sein für alle, die in die Kita kommen möchten?
14. Können Sie sich vorstellen, dass Ihr Träger bereit und in der Lage wäre, einen „Spielraum“ in einer Sammelunterkunft eigenverantwortlich zu betreiben – in Patenschaft mit einer Kita?
15. Fühlen Sie sich gut über die Kinderrechte informiert?
16. Gelingt es Ihrem Team, die Bedürfnisse und Lebensthemen von Kindern mit wenig oder keinen (deutschen) Sprachkenntnissen wahrzunehmen?
17. Sind Sie der Auffassung, das Team braucht eine unterstützende Fortbildung, bevor es mit geflüchteten Familien zusammenarbeiten kann?
18. Zu welchen Fragen und Inhalten würden Sie bei einer solchen Fortbildung arbeiten und etwas hören wollen?

Ein großer Teil der Fragen konnte mit „ja“, „eher ja“, „eher nein“, „nein“, „weiß nicht“ und „keine Angaben“ beantwortet werden. Einige Fragen erforderten kurze Ausführungen.

 

 

Platz zum Da-Sein

Während ihres Studiums an der Berliner Alice Salomon Hochschule absolvierte Hannah Rosenfeld im fünften Semester ein Praktikum in der Asylunterkunft in Berlin-Hellersdorf. Sie berichtet von ihren Erfahrungen. Weiter lesen…

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