Illustrirtes Thierleben

Bilderbuch für Erwachsene

Von feenhaften Glühwürmchen, schuldigen Hunden, betrunkenen Rentieren und verspielten Oktopussen.

Er ist Mitglied des Ig-Nobelpreis-Komitees für kuriose Wissenschaften, Vorsitzender der Transsilvanischen Dracula-Gesellschaft und der bekannteste Kriminalbiologe der Welt: Dr. Mark Benecke! Und er liebt Tiere aller Art, Insekten vielleicht ein kleines bisschen mehr. Denn wenn er Spuren sammelt, um bei der Aufklärung eines undurchsichtigen Todesfalls zu helfen, kann er sich keinen besseren Mitarbeiter vorstellen als den rotbeinigen Schinkenkäfer. Die Markusfliege ist sogar sein Patenkind. Und was pflegeleichte Haustiere betrifft, steht die Fauchschabe bei ihm ziemlich weit oben.

Tiere, daran hegt Mark Benecke keinen Zweifel, befinden sich auf Augenhöhe mit dem Menschen. Und sie haben viele beeindruckende, sympathische und amüsante Eigenschaften. Seit Jahren lenkt er daher jeden Samstag in seinem Wissenschafts-Podcast auf radioeins neben vielen anderen Themen die Aufmerksamkeit auf die Einzigartigkeit tierischer Wesen. Man betrachte beispielsweise den Oktopus: Außergewöhnlich klug, hat er es gerne eher entspannt und macht oft Quatsch. Oder die Biene, die nicht nur eine gute Fliegerin, sondern auch eine ganz passable Surferin ist! Oder den Buntbarsch, der depressiv wird, wenn man ihn mit der falschen Partnerin verkuppelt. Kat Menschik sitzt gerne vor dem Radio und hört sich die Benecke’schen Tierbetrachtungen an, in denen neueste Forschung und altes Wissen zusammenfließen. Kein Wunder, dass sie sich eines Tages in den Kopf setzte, unbedingt ein Buch mit ihm zu machen. Hier ist es:

Die Welt, vom Käfig aus gesehen

Bilderbuch

Dieter Böge und Elsa Klever erzählen in ihrem Bilderbuch „189“ von Singvögeln, vom Harz und vom Blick nach Amerika. Der Vogel weiß nicht, wie ihm geschieht. Er kennt das Ende seiner Geschichte ebenso wenig wie wir Betrachter und so begeben wir uns mit ihm auf eine Reise, deren Ziel wir nicht erahnen. „In einem behaglichen Zimmer, das ein wenig nach frisch gesägtem Holz riecht …“ – Dort, in einem Bergwerksdorf im Harz des 19. Jahrhunderts beginnt die Geschichte von einem kleinen Kanarienvogel. Er erfreut die Menschen mit seinem außergewöhnlichen Gesang. Und er hat noch eine Aufgabe in seinem Domizil bei den Menschen: Bisweilen wird er im Käfig mit in die Grube genommen. Auch unter Tage singt er – wenn er verstummt, sind die Grubenleute gewarnt: Die Atemluft wird knapp! Durch ihren speziellen Gesang sind die Kanarienvögel aus dem Harz weltberühmt geworden. So wird das Tier eines Tages von einem Händler erworben, mit 188 weiteren, jeder in einem kleinen Käfig, auf ein Tragegestell gebunden und zu einer abenteuerlichen Reise über das Meer bis in die USA verschifft. Eine Reise ins Ungewisse…. Ab 5.

Das Bilderbuch regt an, sich in (Haus-)Tiere einzufühlen sowie Wahrnehmungen der Alltagswelt aufzuzeichnen und in Form von Mappings in jeweils andere Medien zu transformieren. Die Frage an die Kinder wäre, welche Tiere in ihrem Leben für sie persönlich besondere Bedeutung hatten, konkret: Wann und wo ist für dich mit »deinen« Tieren etwas Besonderes passiert? Versuche dich an diesen Moment und diesen Ort zu erinnern. Wenn du jetzt »die Ohren spitzt«, was hörst du? Hast du Lust es aufzuzeichnen? (Kirsten Winderlich auf www.bilderbuchkunst.de)

Ausgestorbene Tiere

Unglaubliche Geschichten von ausgestorbenen Tieren

Bildersachbuch

Wie sah ein Tretretretre aus? Was ist ein Dodo? Was wurde aus den Riesenbibern? Hélène Rajcak und Damien Laverdunt erzählen in Text und Bild, in naturgetreuen Illustrationen und informativen Comics vom Leben und Sterben von Tieren, die irgendwann zwischen der Steinzeit und unserer Gegenwart ausgestorben sind – großartige Tiere, die es verdienen, dass wir ihrer gedenken. Das Tretretretre aus Madagaskar ist für immer verstummt; der große Lemure kommt nur noch in Legenden zu Wort. Das gleiche Schicksal ist dem Pouakai, dem Mapinguari, dem Kilopilopitsofy und anderen Tieren widerfahren, deren Namen allein schon zum Träumen verleiten. Manche waren riesig, andere wunderschön, manche Einzelgänger, andere liebten Gesellschaft. Und die meisten von ihnen hat der Mensch auf dem Gewissen. Die Sagen mancher Völker haben die moderne Wissenschaft ebenso auf die Spur ausgestorbener Tierarten gebracht wie sachliche Berichte aus der Neuzeit und Funde von Skeletten oder ausgestopfte Exemplare in alten Museen. Mit detektivischen Methoden hat die Wissenschaft viel über die Lebensweise dieser Tiere herausbekommen. Ab 10.

Vom kleinen Fuchs

Bilderbuch

Der kleine Fuchs träumt. Von der Zeit, als er so klein wie ein Äpfelchen war. Davon, wie er zum ersten Mal mit seinen Geschwistern aus dem Bau kroch und den Mond sah. Wie er den Wald erkundete und auf einen der gefährlichen Menschen traf. Zum Glück war es ein kleiner. Und dann träumt der neugierige kleine Fuchs von dem Tag, an dem er zwei lila Schmetterlingen hinterherrannte. Das Leben ist schön, aber es kann auch gefährlich sein…. Das Ergebnis der Zusammenarbeit zweier außergewöhnlicher Künstler ist eine traumwandlerische Geschichte, schwebend zwischen Realität und Fantasie, Leichtigkeit und Ernst – ein poetisches Buchjuwel für Jung und Alt! Ab 4.

Das Bilderbuch regt an, Landschaften zu fotografieren, mit Hilfe von Kolorierung und Zeichnung in Traumlandschaften zu transformieren und dabei eigene Traumgeschichten zu erzählen, Figuren und Handlungen für die Geschichten zu erfinden. Spannend ist darüber hinaus anlässlich der Bilderbuchgeschichte, darüber nachzudenken, was alles Landschaft sein kann, bzw. wo wir diese neben Strand, Wald und Feld überall finden können: In der Stadt? Im Blumentopf? Im Kühlschrank? Mehr auf: www.bilderbuchkunst.de.

Wörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt

Wörterbuch

In diesem Buch lagern Wortschätze aus allen Ecken des deutschen Sprachraums. Überraschend und boshaft, charmant und nützlich – 50 unübersetzbare Wörter aus deutschen Dialekten, aus Österreich und der Schweiz bieten ungeahnte neue Ausdrucksmöglichkeiten für alle Freundinnen und Freunde der deutschen Sprache(n). Ein Beispiel:

 

Anscheuseln — Verb, Oberlausitzer Mundart

Sich besonders scheußlich anziehen (auch zu Karneval, Fastnacht oder Fasching)

 

„Alle glücklichen Familien ähneln einander“, schrieb schon Leo Tolstoi in „Anna Karenina“. Das Gleiche gilt für gut gekleidete Menschen: Sie tragen edle Materialien, schlichte Schnitte, gute Schuhe. Fürs Anscheuseln gibt es dagegen (wie für unglückliche Familien) vielfältige Möglichkeiten; scheußlich kleidet sich jede(r) auf eigene Weise. Männern seien Sandalen mit – am besten weißen – Socken, kurzärmelige Hemden, lustige Krawatten oder auf Halbmast hängende Hosen mit hervorblitzender Unterhose empfohlen. Frauen können sich mit extrem weiter Kleidung (Modell Kartoffelsack) oder Knallengem (Modell Wurstpelle) anscheuseln; Glitzerapplikationen und wagemutige Muster- und Farbmischungen sind ebenfalls hilfreich. Jogginganzüge und Trucker-Caps taugen für beide Geschlechter.

Weitere Tipps zum Anscheuseln liefern Klatschspalten und Haute-Couture-Modenschauen. Und wer sie befolgt, hat gute Chancen, auszusehen wie das, was in der Wetterau Scheußel heißt: die Vogelscheuche.

Versteh mich nicht so schnell

Gedichte lesen mit Kindern

Gedichte sind für alle da! Wir können sie miteinander teilen, uns im Gedicht verständigen. Nur sollten wir uns leise nähern. Respektvoll, aber ohne Scheu.

Klang und Rhythmus laden ein zu empfinden, was gesagt wird, wenn der Kopf noch zögert, es zu denken. Wenn wir Kinder in ihrer Begegnung mit Gedichten nicht bevormunden, wenn wir ihrem Nachdenken zuhören, werden wir empfänglich. Wenn sie uns zeigen, was sie berührt, öffnen sich uns Gedichte, die wir mit erwachsenem Wissen so nicht verstünden.

Marie Sander, die Gedichte für „wamiki“ auswählt, empfiehlt das Buch der ehemaligen Grundschullehrerin, findet, dass schon der Titel überzeugt, und stimmt Ute Andresen zu, die berichtet, warum Kinder sich Rilkes Gedicht „Schlussstück“ ausgesucht hatten: „Unsere Kinder stellen wir uns gerne glücklich vor, glücklich spielend im warmen Sommersonnenlicht. Dass sie auch frösteln und erstarren in Kälte, Leid und Angst, das möchten wir leugnen. Wenn sie Gedichte auswählen, die auch und bevorzugt die düsteren, schweren Seiten des Lebens spiegeln, zeigen sie uns, dass sie diese Verleugnungen nicht wollen oder nicht brauchen, auch wenn sie im Alltag uns zuliebe mitmachen.“

 

Rainer Maria Rilke — Schlussstück

 

Der Tod ist groß.

Wir sind die seinen

lachenden Munds.

Wenn wir uns

mitten im Leben meinen,

wagt er zu weinen,

mitten in uns.

 

ABC der Maskentiere

Bilderbuch zum Mitmachen

Einhorn, Bär und Nachtigall tanzen auf dem Maskenball. 26 Tiere haben sich schon für den Ball maskiert: von Affe bis Ziege – das ganze Alphabet. Aber wo bleiben die anderen Tiere? Wo das Erdmännchen, der Saurier, die Fledermaus?

Man kann sie in diesem Buch zeichnen, ergänzen oder auch einfach Tiere erfinden.

Und rund um diese tierisch-verrückte Maskerade gibt es Rätsel und Reime, Geschichten und Bilder.

Eichelhecht & Aschenpudel

Wo sich Eichelhecht und Aschenpudel Gute Nacht sagen

Geschichtenbuch für Erwachsene

Wer gerne reist, der mache sich auf ins Sprachland. Dort sind die Menschen nicht an der schnöden Wirklichkeit regelgerechten Redens und korrekten Schreibens interessiert, sondern am Gegenteil: am Falschen, auch am Lächerlichen, am Hoch- und Tieftrabenden, am Irritiertsein, dem kurzen Stutzen und an der Poesie sowie dem Nachdenken, das sich daraus ergibt. Hier wird die Zeit in Verwöhnminuten gemessen, die Menschen arbeiten in Schlafanfallbüros, tragen Ganskörpertattoos, und das Wort Reißverschluss schreiben sie Rajs-ferszlus. Es haben Arten überlebt wie der Eichelhecht, der Rächerlachs und der Aschenpudel, es wachsen schwarzäugige Erbsen und die seltenen Tiftrienen. Es gibt gerade und gebogene Zahlen, und man isst gebratene Caprihosen sowie Gerichte mit schönen Namen wie Kleine Kopf­füßer ertranken. Aus Axel Hackes Reise in dieses nahe und doch ferne Land ist ein lustiges, verträumtes, versponnenes Sprachspielbuch entstanden. Große Kunst. Und ein noch größeres Vergnügen.

Wolf, Ente und Maus

Bilderbuch

Eine kurze Geschichte für kluge Kinder und Philosophen: Eines Morgens trifft eine Maus einen Wolf, der sie frisst. Damit ist die Geschichte jedoch nicht beendet, denn der Wolf hat die Maus lebend verschlungen. Mit ihrem lauten Klagen stört die Maus eine Mitbewohnerin im Wolfsbauch, nämlich die Ente, die schlafen will. Weil die Maus erklärt, es sei draußen Morgen, bietet die Ente erst einmal Frühstück an: gedeckter Tisch, Stühle, Tischtuch, Marmelade. „Du wirst dich wundern, was man in einem Wolf so alles finden kann“, sagt die Ente zufrieden und erzählt, sie habe draußen immer Angst gehabt, von einem Wolf gefressen zu werden. Die Sorge habe sie nun nicht mehr. Das überzeugt die Maus. Höflich fragt sie, ob sie bleiben darf. Klar – und das feiern die beiden mit Wein und Leckereien, so dass dem Wolf ganz schlecht wird. Das lockt einen Jäger an, doch der schießt daneben. Aber der arme Wolf ist so fertig, dass er nicht fliehen kann. Aus seinem Maul blasen Maus und Ente zur Attacke und vertreiben den Jäger. Der dankbare Wolf will sich bei den beiden revanchieren: Sie haben einen Wunsch frei. Mehr wird nicht verraten.

Buhladen und Teufels Kühe

Bilderbuch

Schon mal was von Brutmode gehört? Vom Umtusch ist sie selbstverständlich (a)usgeschlossen! In diesem ABC-Bilderbuch fahren Rummärchen auf einem kleinen Boot spazieren, ein Flugzeug zieht eine Fahne mit der Aufschrift „Schrei mal wieder!“ über den Himmel und gleichzeitig weist ein großes Schild auf Waldrandgefahr hin. Neben dem Buhladen befindet sich das Restaurant „Teufels Kühe“, wo man Hili sin Arne oder auch Broolisuppe auf der Speisekarte findet. Ein paar Seiten weiter ist man willkommen im Ästehaus oder kann im Lattenladen oder der Lätzchen-Bäckerei einkaufen. Auf dem Bürgersteig sind Sitzmäuse zu betrachten. Jedem Buchstaben des Alphabets ist eine Doppelseite gewidmet, die sich präsentiert wie eine Bühne wundersamer Ereignisse und Botschaften. Überall in Schrift und Bild sind rätselhafte Wortbedeutungen zu finden, die durch das Weglassen des jeweiligen Buchstabens entstehen und zu lustigen Wortneuschöpfungen geraten. Dieses Bilderbuch regt an zum Ohrenspitzen, genauen Hinschauen, lauten Lesen. Beim gemeinsamen Betrachten macht es jungen Buchstaben-Entdeckern sicher genauso großen Spaß wie älteren Leseratten. Ab 5.

Nominiert für den deutschen Kinder- und Jugend­literaturpreis 2020.

Das Hotel zum Oberstübchen

Bilderbuch

Kennst du dein Oberstübchen?

Komm mit auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise.

Welcher Teil deines Hirns sorgt dafür, dass du sprechen kannst? Und welcher warnt dich vor Gefahren? Warum merkst du dir manche Dinge jahrelang und andere keine zwei Minuten?

Und was macht dein Gehirn eigentlich, wenn du schläfst?

Nach der furiosen „Kackwurstfabrik“ legen Marja Baseler und Annemarie van den Brink noch mehr spannendes Körperwissen vor. Von grauen Zellen, Blumenkohl und verborgenen Talenten. Illustriert von Tjarko van der Pol. Für Kinder ab 6.

Meine Woche drin: 7-Tage-Märchen, Sprach-Spiel und Bilder-Buch

Eine Woche drin- Pappbuch und Masken von Nadia Budde

Meine Woche drin: Budenstoffel und Heimpantoffel, Scheunenstrolch und Polstermolch? Vorhangbeißer und Sesselreißer? Nadia Budde hat einen 7-Tage-Comic zum Ausnahmezustand für Kinder, Erzieher*innen, Lehrer*innen, Familien gezeichnet. Wie wir “drinnen” in neue Daseinsformen wechseln, kannst Du in der neuen wamiki und im neuen Bilderbuch entdecken und selbst mit den Kindern gestalten:

Wie sieht Eure Zeit drinnen aus? Schickt uns Eure Woche drin…
Zum Beispiel als: Türbuch, Zeichnung, x-Tage-Märchen, Sprach-Spiel, Tagebuch, Minifilm, Podcast … Wie das geht?
Hier ein paar Tipps:

Meine Woche drin … als Türbuch

Material: Papierbögen (DIN A4, weiß oder farbig) zum Herstellen der Klappbücher, Stifte und Zeugs zum Gestalten

So geht’s:
Ein längs halbierter DIN A4-Streifen wird zum Klappbuch gefaltet und außen mit einem Türmotiv versehen. Die Tür kann nun auf-und zugeklappt werden. Was wird wohl dort sein? Hinter der Tür? Wer lebt dort? Öffnet die Tür und malt/schreibt die Geschichte auf…

… als Hausbuch

Material: Zeichenkarton (DIN A4, weiß oder farbig) zum Herstellen der Klappbücher, Stifte, Schere und Zeugs zum Gestalten

So geht’s:
Ein längs halbierter DIN A4-Karton wird zum Klappbuch gefaltet, so dass er sich in der Mitte aufklappen lässt. Im oberen Drittel wird die Dachform geschnitten: schräg, rund, mit Turm oder ohne…
Außen kann die Hausfassade mit Fenstern, Haustür, Dach gestaltet werden. Das Papierhaus kann auch ein Papierschloss sein – mit Schlosstür, Turmspitzen… In das Innere des Hauses/Schlosses wird die Geschichte gemalt/hineingeschrieben.
Zum Beispiel als

… 5-Sätze-Märchen

Zuerst werden dafür Wörter eingesammelt, aus denen die Kinder die Geschichte bauen. Wörter sind die Baumaterialien aller zu schreibenden Geschichten. Die eingesammelten Wörter werden in die beiden Flügeltüren innen gemalt/notiert:
Auf die linke Innenseite drei bekannte Hausbewohner*innen (oder Märchenfiguren).
Zum Beispiel: Mama, Bruder, Hund…

Auf die rechte Innenseite werden die Namen von 13 Dingen geschrieben, die die Kinder entweder in dem Raum, in dem sie sich gerade befinden, vorfinden oder die sie an einem anderen Ort einsammeln können (Wörter aus der Küche, Wörter aus dem Kinderzimmer, Wörter aus dem Bad…) Also zum Beispiel Küchenwörter: Nudeln, Marmelade, Honig, Besen, Schokolade, Apfel, Kochbuch, Rezepte, Eis …

Auf die Mittelseite des Klappbuches innen kommen dann die fünf Sätze der Geschichte:

Ein einfaches Baumuster kann sein:

  1. Satz: Die Hauptfigur entsteht. Dazu wird jeweils ein Wort von den zwei Außenseiten zusammengesetzt: Es war einmal eine Schokoladenmama…
  2. Satz: Lieblingsbeschäftigung der Hauptfigur: Am liebsten kochte die Schokoladenmama Nudeln mit Marmelade…
  3. Satz: Besuch kommt. Dazu wird jeweils ein Wort von den zwei Außenseiten zusammengesetzt: Eines Tages klopfte es und der Apfelhund saß vor der Tür…
  4. Satz: Was für ein Geschenk bringt der Besuch mit? Er brachte ein selbstgemaltes Kochbuch mit…
  5. Satz: Was passiert nun? Seitdem sitzen sie zusammen und lesen sich Rezepte vor…

… als Sprachspiel und Tagebuch

In Nadia Buddes Pappbilderbuch “Eine Woche drin” dreht sich alles um das Spiel mit der Sprache, konkret um das Erfinden von neuen Wörtern und das Reimen.
Material: Zeichenkarton (DIN A4, weiß oder farbig) zum Herstellen der Zieharmonika-Bücher, Stifte, Schere und Zeugs zum Gestalten

So geht’s:
Ein DIN A4-Blatt längs halbieren und auseinanderschneiden. Den Streifen einmal in der Mitte falten und wieder aufklappen. Den Streifen nun von beiden äußeren Seiten bis zur Mitte falten. Das Buch als Zieharmonika legen.
Zuerst wird Nadias Buch vorgelesen… und eingehend betrachtet. Beim mehrmaligen Vorlesen kann das Reimwort weggelassen werden, sodas die Kinder das fehlende Reimwort erraten können. Nun können Kinder eigene Wortschöpfungen und Reime erfinden. Das Spiel heißt: Wesen… aufwecken, die in der Geschichte, im Reim mitspielen.

In jedem Raum gibt es viele Dinge. Sichtbare Dinge wie zum Beispiel Wand, Tür, Fenster, Stuhl, Lampe, Tisch, Couch und unsichtbare, verborgene wie zum Beispiel Schätze in den Hosentaschen, Schubladen …
Diese zufällig vorhandenen Dinge können Kinder mit den Augen ablesen. Die Suchaufgaben können variiert werden. Zum Beispiel können Kinder nach großen oder kleinen, spitzen oder runden, blauen oder grünen Dingen suchen und Wörter zusammenstellen. Dieses Spiel verbindet bewusstes Wahrnehmen mit dem sprachlichen Artikulieren. Wahrnehmen und Benennen gehören zu den Grundübungen der Kopfgymnastik, mit denen jedes Schreibspiel beginnen kann… Hierbei werden die fünf Sinne der Wahrnehmung sensibilisiert.
Was ist das, und wie heißt das, was ich gerade sehe, rieche, schmecke, höre, taste? Die Dinge bekommen einen Namen: ein Wort, das ausgesprochen oder auch aufgeschrieben oder ins Bild gesetzt wird. Aus den Dingen und Figuren lassen sich zusammengesetzt wunderbare neue Wörter schöpfen. Ein unendliches Spiel…

Das Pappbilderbuch von Nadia Budde gibt es im wamiki-shop. Es kostet einzeln 12 Euro, im Set mit Maske (Unikat): 20 Euro, zzgl. Versand, zu bestellen hier.

wamiki-Tipp für Grundschulen:
Eva Maria Kohl, Michael Ritter: Schreibszenarien: Wege zum konstruktiven Schreiben in der Grundschule. Klett/Kallmeyer, 4.Auflage 2019, ISBN 978-3-7800-1050-6