Es geht rund

Sachbuch

In Natur und Technik sind Kreisläufe ein Grundprinzip. Die mitunter komplexen Zusammenhänge und wiederkehrenden Strukturen wahrzunehmen und ihre Wandelbarkeit zu verstehen, ist nicht immer einfach. Umso verblüffender, mit welcher Leichtigkeit Johannes Vogt und Felicitas Horstschäfer diese Abläufe in ihrem Sachbuch bereits jungen Leserinnen und Lesern näherbringen. Der Clou ist dabei zweifellos die gestalterische Idee, die ebenso genial wie einfach erscheint: Hier werden Kreisläufe in einem Buch präsentiert, das aufgeklappt selbst kreisrund ist. Auf stabiler Pappe, die im Zusammenspiel mit dem Sonderformat zum Drehen und somit auch zum sinnlichen Erfassen einlädt, werden insgesamt neun verschiedene Kreisläufe vorgestellt – von Tages- und Jahreszeiten, Nahrungs- und Nährstoffkreisläufen über Fortpflanzung (am Beispiel Frosch) bis hin zu Mehrwegflaschen und Recyclingpapier.

Wozu hat der Apfel Kerne? Wer frisst wen? Wohin kommen all die Schnipsel? – Prägnante Fragen leiten die knappen, nah an der kindlichen Lebenswelt formulierten Erklärtexte zu den einzelnen Abschnitten ein. Deren visuelle Gestaltung wird durch den pointierten Einsatz von Schmuckfarben in den sonst blau-grau gehaltenen Bildern abgerundet. Ab 5 Jahren.

Nominiert für den Kinder-und Jugendliteraturpreis 2021

Die vollständige Liste aller 2021 nominierten Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbücher gibt es unter: https://www.jugendliteratur.org

Manno!

Kinderbuch

 

In diesem Comicalbum präsentiert Anke Kuhl 18 pointierte Episoden ihrer erinnerten Kindheit in den 1970er Jahren. Aus kindlich-naiver Perspektive wird berichtet von großen und kleinen, witzigen, ernsten und mitunter auch traurigen Ereignissen eines ganz normalen Kinderlebens. Es geht dabei um den Zusammenhalt der Geschwister, aber auch um Streitigkeiten, um Haustiere, Leistenbrüche, Brillen und Strumpfhosen oder die Zuflucht bei Oma und Opa, wenn die Eltern streiten. Auch eklige, skurrile oder irrwitzige Kinderspiele finden ihren Platz wie Klobürstenkämpfe oder das schreckliche Quälspiel mit der Stinkvase.

Bildliches und sprachliches Erzählen sind mit den Möglichkeiten des Comics geschickt inszeniert. Die Panelanordnung wird spannungsreich durch die Übergänge aufgebrochen. Für viel Dynamik sorgen dabei Momentaufnahmen, Perspektivwechsel und Zooms, angereichert mit Speedlines und Soundwords. Die Ich-Erzählerin kommentiert in den teils offenen, teils geschlossenen Textkästen das generationsübergreifende Familienleben. Die Panels zeigen, dass es keine heile Welt sein muss, um Zusammenhalt zu generieren. Die Figuren wirken durch liebevolle Details wie Omas „Warzn af der Nosen“ oder Papas „Pilzfrisur“ besonders authentisch und sympathisch unperfekt. Die Farbkontraste in Buntstiftästhetik passen hingegen perfekt zu den fabelhaft vielseitigen Kindheitserlebnissen. Ab 8 Jahren.

Nominiert für den Kinder-und Jugendliteraturpreis 2021

Die vollständige Liste aller 2021 nominierten Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbücher gibt es unter: https://www.jugendliteratur.org

Der Stein und das Meer

Bilderbuch

Alexandra Helmig erzählt von einem kleinen grünen Stein auf einem Felsen im Meer, nicht weit vom Ufer entfernt. Seit Jahrtausenden liegt er dort und beobachtet, was um ihn herum geschieht. Doch mit der Zeit wächst die Neugier, den Platz zu verlassen und selbst ins Meer einzutauchen. Der nächste große Sturm schwemmt ihn mit. Und wer dieses Bilderbuch betrachtet, darf ihn begleiten bis zum erstaunlichen Ende der poetischen Geschichte, in der ein Kind letztlich die entscheidende Wendung herbeiführt. Zwischen den Zeilen werden bedeutsame, nahezu philosophische Fragen aufgeworfen und Gedanken angeregt, die weit über die Handlung dieser kleinen Erzählung hinausweisen.

Die Bilder von Stefanie Harjes inspirieren diese Gedankenreise, indem sie durch ihre surrealen Elemente in den Zeichnungen, Collagen und Scherenschnitten das Realitätsenthobene, Wirklichkeitsentrückte hervorheben und eine eigene Wahrheit miterzählen. Diese Geschichte scheint nicht von dieser Welt zu sein. Aber in den grotesken kleinen Figuren spielt sie mit Bekanntem und Vertrautem. Das macht dieses Bilderbuch so reizvoll und wird die Lust am Fabulieren und Philosophieren wachhalten. Ab 7 Jahren.

Nominiert für den Kinder-und Jugendliteraturpreis 2021

Die vollständige Liste aller 2021 nominierten Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbücher gibt es unter: https://www.jugendliteratur.org

Amazônia

Hier gibts den Artikel als PDF: Bildstrecke_#3_2021   Das bedrohte Paradies Sebastião Salgado bereiste sechs Jahre lang das brasilianische Amazonasgebiet und fotografierte die unvergleichliche Schönheit dieser einzigartigen Region: den Regenwald, die Flüsse, die Berge, die Menschen, die dort leben – ein unersetzlicher Schatz der Menschheit, in dem die ungeheure Kraft der Natur wie nirgendwo sonst…

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Tier, Kinder und Erzieher*innen

Liebe Leserin, lieber Leser,

hast Du ein Lieblingstier?

Oho, denkst Du jetzt, die wamikis werden infantil. Setzen der hässlichen Welt voller Viren niedliche Katzenbilder entgegen. Keine Angst, ganz so weit ist es noch nicht. Aber wir finden das Thema „Tiere“ zu interessant, um es immer nur in Form putziger Projekte und verschämter Hinweise auf unser aller Streichelbedürfnis abzufrühstücken. Schließlich gibt es jede Menge ethischer Fragen, die man sich und den Kindern in Bezug auf Tiere stellen kann.

Das fängt schon mit der Formulierung der Frage zu Beginn dieses Textes an: Kann man Tiere haben, also besitzen? Und vermittelt man Kindern durch Haus- und Kita-Tiere diese fragwürdige Vorstellung nicht sogar als richtig?

Auch das Wort „Liebling“ führt zu Fragen: Ist es respektvoll, andere Lebewesen lieb zu finden? Führt Verniedlichung bei Tier wie Kind nicht oft dazu, dass man diese Lebewesen nicht für voll nimmt, ihnen Rechte abspricht? Kann man nur jemanden essen und einsperren, den man niedlich findet?

Kinder haben ja häufig Lieblingstiere. Sie lieben Tiere meist prinzipiell und ohne genaueres Hinsehen, so wie wir Pädagogen das gern über Kinder sagen.

Lieben die Kinder eigentlich Tiere, weil sie so sind, wie sie sind? Oder lieben sie diese Vorstellung vom zutraulichen Lebewesen, die ihnen in Worten, Büchern und Filmen vermittelt wird, obwohl sie mit echten Tieren nichts zu tun hat? Ist es gut, Kindern zu zeigen, dass Tiere nicht so nett sind, wie es all die Medienprodukte vorgaukeln?

Das wollen wir in diesem Heft genauer betrachten. Um ausgehend von Bildern und Texten über Tiere zu Einsichten über ein gleichermaßen friedliches wie bedrohliches, intelligentes wie steindummes Lebewesen zu gelangen: den Menschen – unter besonderer Berücksichtigung der Spezies Homo educativus, auch als PädagogIn bekannt.

Hast Du Lust auf diese Begegnung?

Deine wamiki-Redaktion

Und hier geht es zur soeben erschienenen neuen #wamiki-Ausgabe

Illustrirtes Thierleben

Bilderbuch für Erwachsene

Von feenhaften Glühwürmchen, schuldigen Hunden, betrunkenen Rentieren und verspielten Oktopussen.

Er ist Mitglied des Ig-Nobelpreis-Komitees für kuriose Wissenschaften, Vorsitzender der Transsilvanischen Dracula-Gesellschaft und der bekannteste Kriminalbiologe der Welt: Dr. Mark Benecke! Und er liebt Tiere aller Art, Insekten vielleicht ein kleines bisschen mehr. Denn wenn er Spuren sammelt, um bei der Aufklärung eines undurchsichtigen Todesfalls zu helfen, kann er sich keinen besseren Mitarbeiter vorstellen als den rotbeinigen Schinkenkäfer. Die Markusfliege ist sogar sein Patenkind. Und was pflegeleichte Haustiere betrifft, steht die Fauchschabe bei ihm ziemlich weit oben.

Tiere, daran hegt Mark Benecke keinen Zweifel, befinden sich auf Augenhöhe mit dem Menschen. Und sie haben viele beeindruckende, sympathische und amüsante Eigenschaften. Seit Jahren lenkt er daher jeden Samstag in seinem Wissenschafts-Podcast auf radioeins neben vielen anderen Themen die Aufmerksamkeit auf die Einzigartigkeit tierischer Wesen. Man betrachte beispielsweise den Oktopus: Außergewöhnlich klug, hat er es gerne eher entspannt und macht oft Quatsch. Oder die Biene, die nicht nur eine gute Fliegerin, sondern auch eine ganz passable Surferin ist! Oder den Buntbarsch, der depressiv wird, wenn man ihn mit der falschen Partnerin verkuppelt. Kat Menschik sitzt gerne vor dem Radio und hört sich die Benecke’schen Tierbetrachtungen an, in denen neueste Forschung und altes Wissen zusammenfließen. Kein Wunder, dass sie sich eines Tages in den Kopf setzte, unbedingt ein Buch mit ihm zu machen. Hier ist es:

Die Welt, vom Käfig aus gesehen

Bilderbuch

Dieter Böge und Elsa Klever erzählen in ihrem Bilderbuch „189“ von Singvögeln, vom Harz und vom Blick nach Amerika. Der Vogel weiß nicht, wie ihm geschieht. Er kennt das Ende seiner Geschichte ebenso wenig wie wir Betrachter und so begeben wir uns mit ihm auf eine Reise, deren Ziel wir nicht erahnen. „In einem behaglichen Zimmer, das ein wenig nach frisch gesägtem Holz riecht …“ – Dort, in einem Bergwerksdorf im Harz des 19. Jahrhunderts beginnt die Geschichte von einem kleinen Kanarienvogel. Er erfreut die Menschen mit seinem außergewöhnlichen Gesang. Und er hat noch eine Aufgabe in seinem Domizil bei den Menschen: Bisweilen wird er im Käfig mit in die Grube genommen. Auch unter Tage singt er – wenn er verstummt, sind die Grubenleute gewarnt: Die Atemluft wird knapp! Durch ihren speziellen Gesang sind die Kanarienvögel aus dem Harz weltberühmt geworden. So wird das Tier eines Tages von einem Händler erworben, mit 188 weiteren, jeder in einem kleinen Käfig, auf ein Tragegestell gebunden und zu einer abenteuerlichen Reise über das Meer bis in die USA verschifft. Eine Reise ins Ungewisse…. Ab 5.

Das Bilderbuch regt an, sich in (Haus-)Tiere einzufühlen sowie Wahrnehmungen der Alltagswelt aufzuzeichnen und in Form von Mappings in jeweils andere Medien zu transformieren. Die Frage an die Kinder wäre, welche Tiere in ihrem Leben für sie persönlich besondere Bedeutung hatten, konkret: Wann und wo ist für dich mit »deinen« Tieren etwas Besonderes passiert? Versuche dich an diesen Moment und diesen Ort zu erinnern. Wenn du jetzt »die Ohren spitzt«, was hörst du? Hast du Lust es aufzuzeichnen? (Kirsten Winderlich auf www.bilderbuchkunst.de)

Ausgestorbene Tiere

Unglaubliche Geschichten von ausgestorbenen Tieren

Bildersachbuch

Wie sah ein Tretretretre aus? Was ist ein Dodo? Was wurde aus den Riesenbibern? Hélène Rajcak und Damien Laverdunt erzählen in Text und Bild, in naturgetreuen Illustrationen und informativen Comics vom Leben und Sterben von Tieren, die irgendwann zwischen der Steinzeit und unserer Gegenwart ausgestorben sind – großartige Tiere, die es verdienen, dass wir ihrer gedenken. Das Tretretretre aus Madagaskar ist für immer verstummt; der große Lemure kommt nur noch in Legenden zu Wort. Das gleiche Schicksal ist dem Pouakai, dem Mapinguari, dem Kilopilopitsofy und anderen Tieren widerfahren, deren Namen allein schon zum Träumen verleiten. Manche waren riesig, andere wunderschön, manche Einzelgänger, andere liebten Gesellschaft. Und die meisten von ihnen hat der Mensch auf dem Gewissen. Die Sagen mancher Völker haben die moderne Wissenschaft ebenso auf die Spur ausgestorbener Tierarten gebracht wie sachliche Berichte aus der Neuzeit und Funde von Skeletten oder ausgestopfte Exemplare in alten Museen. Mit detektivischen Methoden hat die Wissenschaft viel über die Lebensweise dieser Tiere herausbekommen. Ab 10.

Vom kleinen Fuchs

Bilderbuch

Der kleine Fuchs träumt. Von der Zeit, als er so klein wie ein Äpfelchen war. Davon, wie er zum ersten Mal mit seinen Geschwistern aus dem Bau kroch und den Mond sah. Wie er den Wald erkundete und auf einen der gefährlichen Menschen traf. Zum Glück war es ein kleiner. Und dann träumt der neugierige kleine Fuchs von dem Tag, an dem er zwei lila Schmetterlingen hinterherrannte. Das Leben ist schön, aber es kann auch gefährlich sein…. Das Ergebnis der Zusammenarbeit zweier außergewöhnlicher Künstler ist eine traumwandlerische Geschichte, schwebend zwischen Realität und Fantasie, Leichtigkeit und Ernst – ein poetisches Buchjuwel für Jung und Alt! Ab 4.

Das Bilderbuch regt an, Landschaften zu fotografieren, mit Hilfe von Kolorierung und Zeichnung in Traumlandschaften zu transformieren und dabei eigene Traumgeschichten zu erzählen, Figuren und Handlungen für die Geschichten zu erfinden. Spannend ist darüber hinaus anlässlich der Bilderbuchgeschichte, darüber nachzudenken, was alles Landschaft sein kann, bzw. wo wir diese neben Strand, Wald und Feld überall finden können: In der Stadt? Im Blumentopf? Im Kühlschrank? Mehr auf: www.bilderbuchkunst.de.

Wörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt

Wörterbuch

In diesem Buch lagern Wortschätze aus allen Ecken des deutschen Sprachraums. Überraschend und boshaft, charmant und nützlich – 50 unübersetzbare Wörter aus deutschen Dialekten, aus Österreich und der Schweiz bieten ungeahnte neue Ausdrucksmöglichkeiten für alle Freundinnen und Freunde der deutschen Sprache(n). Ein Beispiel:

 

Anscheuseln — Verb, Oberlausitzer Mundart

Sich besonders scheußlich anziehen (auch zu Karneval, Fastnacht oder Fasching)

 

„Alle glücklichen Familien ähneln einander“, schrieb schon Leo Tolstoi in „Anna Karenina“. Das Gleiche gilt für gut gekleidete Menschen: Sie tragen edle Materialien, schlichte Schnitte, gute Schuhe. Fürs Anscheuseln gibt es dagegen (wie für unglückliche Familien) vielfältige Möglichkeiten; scheußlich kleidet sich jede(r) auf eigene Weise. Männern seien Sandalen mit – am besten weißen – Socken, kurzärmelige Hemden, lustige Krawatten oder auf Halbmast hängende Hosen mit hervorblitzender Unterhose empfohlen. Frauen können sich mit extrem weiter Kleidung (Modell Kartoffelsack) oder Knallengem (Modell Wurstpelle) anscheuseln; Glitzerapplikationen und wagemutige Muster- und Farbmischungen sind ebenfalls hilfreich. Jogginganzüge und Trucker-Caps taugen für beide Geschlechter.

Weitere Tipps zum Anscheuseln liefern Klatschspalten und Haute-Couture-Modenschauen. Und wer sie befolgt, hat gute Chancen, auszusehen wie das, was in der Wetterau Scheußel heißt: die Vogelscheuche.

Versteh mich nicht so schnell

Gedichte lesen mit Kindern

Gedichte sind für alle da! Wir können sie miteinander teilen, uns im Gedicht verständigen. Nur sollten wir uns leise nähern. Respektvoll, aber ohne Scheu.

Klang und Rhythmus laden ein zu empfinden, was gesagt wird, wenn der Kopf noch zögert, es zu denken. Wenn wir Kinder in ihrer Begegnung mit Gedichten nicht bevormunden, wenn wir ihrem Nachdenken zuhören, werden wir empfänglich. Wenn sie uns zeigen, was sie berührt, öffnen sich uns Gedichte, die wir mit erwachsenem Wissen so nicht verstünden.

Marie Sander, die Gedichte für „wamiki“ auswählt, empfiehlt das Buch der ehemaligen Grundschullehrerin, findet, dass schon der Titel überzeugt, und stimmt Ute Andresen zu, die berichtet, warum Kinder sich Rilkes Gedicht „Schlussstück“ ausgesucht hatten: „Unsere Kinder stellen wir uns gerne glücklich vor, glücklich spielend im warmen Sommersonnenlicht. Dass sie auch frösteln und erstarren in Kälte, Leid und Angst, das möchten wir leugnen. Wenn sie Gedichte auswählen, die auch und bevorzugt die düsteren, schweren Seiten des Lebens spiegeln, zeigen sie uns, dass sie diese Verleugnungen nicht wollen oder nicht brauchen, auch wenn sie im Alltag uns zuliebe mitmachen.“

 

Rainer Maria Rilke — Schlussstück

 

Der Tod ist groß.

Wir sind die seinen

lachenden Munds.

Wenn wir uns

mitten im Leben meinen,

wagt er zu weinen,

mitten in uns.

 

ABC der Maskentiere

Bilderbuch zum Mitmachen

Einhorn, Bär und Nachtigall tanzen auf dem Maskenball. 26 Tiere haben sich schon für den Ball maskiert: von Affe bis Ziege – das ganze Alphabet. Aber wo bleiben die anderen Tiere? Wo das Erdmännchen, der Saurier, die Fledermaus?

Man kann sie in diesem Buch zeichnen, ergänzen oder auch einfach Tiere erfinden.

Und rund um diese tierisch-verrückte Maskerade gibt es Rätsel und Reime, Geschichten und Bilder.