Tod

Praxisbuch

Tod - Projekte mit Kita-Kindern

Thema „Tod“? Das ist doch nichts für Kinder! So die spontane Reaktion vieler Erwachsener. Dahinter steht der Wunsch, Kinder vor allem zu bewahren, das traurig machen oder beängstigen könnte, denn Kindheit soll möglichst unbeschwert sein.

Und wie sehen Kinder das? Unbefangen gehen sie an alle Fragen des Lebens heran, auch an die nach dem Lebensende. Sie wollen wissen, woher sie kommen, und können sich schwer vorstellen, dass es eine Zeit gab, in der sie noch nicht da waren. Sie wollen wissen, was passiert, wenn jemand stirbt. Was geschieht, wenn der Körper begraben wird? Wohin entschwindet die Seele? Kommen alle Menschen in den Himmel? Gangster auch? Die Verwandlung von Materie wollen sie ergründen, sie stellen sich philosophische, ethische und religiöse Fragen. Je nachdem, in welchem Umfeld sie leben, mit welcher Kultur sie aufwachsen und welche Erlebnisse sie haben, ergeben sich neue und andere Fragen oder Forschungsprojekte.

Wie Erzieherinnen aufgreifen, was die Kinder tatsächlich beschäftigt, wie Kinder, Erzieherinnen und Eltern ungewöhnliche Wege finden, davon erzählen die Projekt-Geschichten aus dem Kita-Alltag. Mit Medientipps zum Thema.

The end

Sachbuch

Gehst du auch so ungerne auf Beerdigungen? Weißt du, welcher Sarg für dich der richtige ist? Welches Lied soll bei deinem Abschied gespielt werden?

Der Tod. Er erwischt uns irgendwann alle. Aber wer weiß, wie das geht?

Sterben, beerdigen und trauern. Erklärt hat es uns niemand. Im schlimmsten Fall treten die Kirche und die Bestattungsbranche als Gralshüter einer „Kultur“ auf, die vor allem ihnen selbst nützt. Eric Wrede war Musikmanager und wurde Bestatter.

Er verwaltet nicht den Tod, er will etwas ändern an der gängigen Trauerkultur. Er begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg frei von Konventionen. In seinem Buch zeigt er anhand vieler Beispiele aus der Praxis, wie die Alternative aussehen kann.

 

Das Buch zum Klimawandel

Bilder- und Sachbuch

In der öffentlichen Debatte über den Klimawandel geht es viel zu oft drunter und drüber. Deshalb wollten David und Christian, zwei Studenten aus Friedrichshafen, wissen, was wirklich Sache ist. Wie groß ist der Beitrag des Menschen tatsächlich? Müssen wir jedes Jahr Ernteausfälle befürchten? Was bedeutet der Klimawandel für unsere Gesundheit? Was kostet uns der Klimawandel? Beide hatten keine Lust dicke Fachbücher zu lesen. Da sie kein Buch finden konnten, das mit kurzen Texten und anschaulichen Grafiken – es muss ja auch Spaß beim Lesen machen – den Klimawandel verständlich auf den Punkt bringt, entschlossen sie sich dazu, dieses Buch selbst zu schreiben. 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützten sie dabei. Entstanden ist ein einzigartiges Bildersachbuch für Erwachsene mit prägnanten Texten über die Ursachen und Folgen des Klimawandel.

Rückblicke auf die Zukunft von heute

Sachbuch

Monatlich wundert sich Harald Welzer in der deutschen Ausgabe des „National Geographic Magazins“ über unsere Innenstädte, die immer gleich aussehen, über Gänsebraten in der Südsee, die Effizienzfalle, Smartphones und deren Nutzer, über Gipfeltreffen, piepende Bagger, Alt-Ökos, Sofortismus, Hyperkonsum und was ihm sonst noch in unserer wahnwitzigen Wirklichkeit auffällt. Mit Schwung, Haltung und Engagement zeigt er: Man muss die Perspektive wechseln. Erst dann versteht man, was läuft… Diese Kult-Kolumnen liegen nun gesammelt vor, für Fans, Einsteiger und alle, die sich beim Selbstdenken Anregungen verschaffen möchten.

Alles supernormal

Sachbuch

Wahnsinn, wie verschieden wir sind! Einer ist verträumt, die andere groß. Manche haben eine andere Hautfarbe als die meisten um sie herum, und manche finden Dinge schwer, die anderen leichtfallen. Alles ganz normal. Aber was ist schon normal?

In diesem Bilder-Lesebuch geht es genau darum: Bilder, Comics, Fotos, lustige und nachdenkliche Texte und Geschichten, die anregen, Menschen neu und anders zu betrachten. Sie alle zeigen, dass wir viel mehr gemeinsam haben als uns unterscheidet. Und sie machen Mut, so zu sein, wie man ist, und andere sein zu lassen, wie sie sind – normal eben und ganz besonders. Ich so, du so – gut so! Ab 9.

Alle behindert

Und Du kommst auch drin vor!

Sachbuch

Es geht um Kleinwüchsige, Menschen mit ­Herzschwäche, Muskelschwäche und Offenem Rücken. Doch mit „Angeber“ erweitern Autorin, Illustrator und Gestalter – Monika Osberg­haus und Horst Klein – den Begriff der Behinderung oder Beeinträchtigung um ein paar Facetten, darunter „Mitläufer“, „Tussi“ und „Rüpel“. Dass auch „Hochbegabung“ Betroffene beeinträchtigen kann, „Schüchternheit“ und „Korpulenz“, spart die originelle und treffsichere Aufzählung nicht aus.

Jede Seite ist witzig gestaltet und steckt voller humorvoller Details: Spitz- und Schimpfnamen oder die Aufzählung all dessen, was einfach nur doof ist. Zum Beispiel, dass viele Sehende denken, Blinde könnten nicht gut hören oder sprechen.

Frech und respektlos, aber nicht verletzend, sondern „witzig, wild und voller Liebe“ – so beschreibt der Verlag das Buch. Allein oder mit anderen Menschen kann man sich lange damit beschäftigen. In Kindergruppen wird bestimmt darüber diskutiert, welche Beeinträchtigung jemand haben könnte – nach allgemeiner Einschätzung oder nach der eigenen. Am Ende können sich alle sagen: „Gut, dass wir darüber geredet haben.“ Vielleicht werden sie nun ein wenig sorgfältiger auf die eigenen Kriterien und die Befindlichkeit der Betroffenen achten. Und: Wer bei so vielen Denkanstößen nicht nachdenklich wird, darf sich das Buch noch einmal vorlesen lassen oder es selbst noch mal lesen.

Die Wurzeln des guten Geschmacks


Warum beginnt eine neue Esskultur beim Anbau? Back to the roots: Wer für den guten Geschmack, für neue, intelligente Lebensmittel kämpft, schützt die biologische Vielfalt und kann damit eine Revolution auslösen. Ein neues Bündnis zwischen Köchen und Bauern ist der natürliche Weg zu nachhaltigen Anbaumethoden und damit zu einem sozialen und kulturellen Wandel: Den Geschmack zu kultivieren lehrt uns, besser und intelligenter zu leben. Carlo Petrini, Gründer von Slow Food und des Agrarnetzwerks Terra Madre, diskutiert mit dem Biologen Stefano Mancuso. Die zerstörerische industrielle Landwirtschaft ist gescheitert, da sind sich die beiden Gesprächspartner einig. Statt lebensfeindlicher Monokulturen, der immensen Vergeudung von Nahrungsmitteln und den immer neuen Künstlichkeiten der Star-Gastronomie geht es darum, die Grundlagen einer neuen Kultur des Essens zu schaffen. Und dabei buchstäblich auf dem Boden zu bleiben und bei den Pflanzen anzusetzen, die 96 Prozent der Biomasse des Planeten stellen und uns in vielem als Modell dienen können. Ein beispielnahes, wunderbar anregendes und zukunftsweisendes Gesprächsbuch zweier leidenschaftlicher Spezialisten zu einem Thema, das den Kern unseres Lebens berührt.

Die Intelligenz der Pflanzen


Ohne die Pflanzen, die uns mit Nahrung, Energie und Sauerstoff versorgen, könnten wir Menschen auf der Erde nicht einmal Wochen überleben. Merkwürdig eigentlich, dass sie trotzdem lange als Lebewesen niederer Ordnung galten, knapp oberhalb der unbelebten Welt. Erst seit kurzem erkennt die Forschung, was schon Darwin vermutete: dass Pflanzen trotz ihrer (scheinbaren) Unbeweglichkeit über stupende Fähigkeiten verfügen, ja über Intelligenz.
Denn außer den fünf Sinnen des Menschen besitzen sie noch mindestens 15 weitere, mit denen sie nicht nur elektromagnetische Felder erspüren und die Schwerkraft berechnen, sondern zahlreiche chemische Stoffe ihrer Umwelt analysieren können. Mit Duftstoffen warnen sie sich vor Fressfeinden oder locken Tiere an, die sie davon befreien; über die Wurzeln bilden sie riesige Netzwerke, in denen Informationen über den Zustand der Umwelt zirkulieren. Ohne Organe können sie so über eine Form von Schwarmintelligenz Strategien entwickeln, die ihr Überleben sichern. Von wegen »vegetieren«! Ein besseres Verständnis der Intelligenz der Pflanzen könnte uns lehren, auf Pestizide zu verzichten, ja bessere Computer und Netzwerke zu entwickeln, meint der renommierte Pflanzenforscher Stefano Mancuso, der uns in diesem Buch anschaulich und voller Leidenschaft eine unbekannte Welt eröffnet.

Ein Tier fragen?

Oder: Welche Frage würdest du gern einem Tier stellen?

SACHBUCH

Ist Natur für alle Menschen gleich wichtig? Das fragt u.a. Antje Damm und stellt zu dieser Frage das Foto dreier Kinder aus Indien. Ihr ist Natur jedenfalls so wichtig, dass sie mehr als 60 Fragen aufwirft, die die Grundlage für lange und tiefe Gespräche mit Kindern sein können: Haben Pflanzen Rechte? Wie wäre es, für immer in der Wildnis zu leben? Was können wir von der Natur lernen? Welche Frage würdest du gerne einem Tier stellen? Wie in ihren bisherigen Fragebüchern bebildert Antje Damm auch das Thema Natur mit vorwiegend eigenen Fotos und Illustrationen und schafft auf diese Weise einfache Zugänge zu oft philosophischen Fragen. Ab 4.

Bäume

Ob üppig im Regenwald wachsend, ob als einsamer Baumriese in der Savanne oder zu Hunderten in Reih und Glied in Wirtschaftswäldern angepflanzt – Bäume sind von unglaublicher Vielfalt und Vitalität. Und von großem Nutzen für uns Menschen: Holz macht nicht nur den Bau von Häusern möglich, sondern verwandelt sich auch in Schiffe, Musikinstrumente oder in das Papier für unsere Bücher. Doch nicht zuletzt sind Bäume für unser Ökosystem unverzichtbar! Piotr Socha, preisgekrönter Illustrator, hat auf augenzwinkernde Weise erstaunliches Wissen über das Wesen der Bäume in Bilder gebannt – und der Geschichte von Menschen und Bäumen ein farbenprächtiges Denkmal gesetzt. Ab 5.

Noch summen die Bienen

Ein Sach-Bilderbuch

Dieses Buch darf in keiner Kinderbibliothek und in keinem Kinderzimmer fehlen, denn sein Thema beherrscht schon seit einigen Jahren weltweit die Diskussion. Die plakativen, künstlerisch herausragenden Illustrationen ordnen sich den Sachinformationen zwar unter, aber trotz aller Ernsthaftigkeit und Genauigkeit hat der Illustrator und Autor viele kleine Geschichten und komische Details hineingeschmuggelt. Schon auf der ersten Doppelseite zum Beispiel den Dinosaurier, der zu der Biene auf seiner Nase schielt und dadurch klar macht, dass diese Insekten ihrer segensreichen Arbeit als Bestäuberinnen schon seit mehr als 100 Millionen Jahren nachgehen. „Als die Pflanzen das erkannt hatten, taten sie alles für die Bienen.“ Sie entwickelten immer prächtigere und wohlschmeckendere Blüten.
Sämtliche Informationen über Bienen werden in kurzen, erzählenden Texten vermittelt. Die Bilder dazu sind zwar auf das Notwendige reduziert, aber von erzählerischer Kraft. Leser und Gucker können stundenlang blättern, schauen, zurückblättern, lesen und vorlesen. Sie erfahren von der Nützlichkeit der Bienen, von all den Pflanzen, die auf die Bienen angewiesen sind, aber auch von ihrer Bedrohung durch moderne Landwirtschaft: durch Monokulturen und Pestizide. Faszinierend ist übrigens, was sich die Bionik bei den Bienen abgeschaut hat.
Die Geschichte von Menschen und Bienen reicht von der Steinzeit bis in die Moderne. Zwar wurden Bienen in unterschiedlichen Kulturen unterschiedlich bewertet, galten aber immer als nützlich. Schon die Pharaonen liebten ihren Honig, und Napoleon hob sie sogar in sein Wappen. Heute leben selbst in großen Städten zahlreiche Hobbyimker, und auf dem Land haben die meisten Leute begriffen, dass sie die Imker unterstützen müssen: durch den Kauf von einheimischem Honig und anderen Produkten aus Honig und Wachs.


Piotr Sochas Buch „Bienen“ wurde schon 2016 im Gerstenbergverlag veröffentlicht und erhielt 2017 den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Sachbuch. Es eignet sich für alle Altersklassen und kann selbst Nichtleser, denen es die Bienen angetan haben, zum Lesen bringen.

Draußen – Mein Naturbuch

Tausend Ideen für Draußen auf 440 Seiten! „Was dieses Buch wirklich stark macht und es wohltuend vom Trend der vielen anderen ‚Geh endlich raus und entdecke deine Umgebung!’– Sachbücher unterscheidet, ist die unaufdringliche und charmante Wissensvermittlung, die ganz ohne pädagogischen Zeigefinger auskommt. Tatsächlich ist dieses Buch großartig. Es erzählt sehr intim und wundervoll von den persönlichen Erlebnissen eines Kindes in der Natur und den Entdeckungen, die es machen kann – bitte und unbedingt ohne Erwachsene!“ (Regina Voss)

Judith Drews hat bislang 40 Bücher veröffentlicht, und dies ist sicherlich ihr Meisterstück. Ihre Tochter Lilli Baltzer (10) hat die fröhlichen Illustrationen angefertigt. Ab 5.