Kriegsspiele

Keiner mag Kriegsspiele – außer Kindern und uns, als wir noch Kinder waren.

Wer Kriegsspiele ablehnt, hat natürlich Recht, weil Krieg doof ist, aber auch Unrecht, weil Kriegsspiele kein Krieg sind, sondern Spiele. Es ist ein Unterschied, ob man mit täuschend echten Waffen virtuell auf Avatare zielt oder sich sommers mit weichen Wasserbomben bewirft und das Schlacht nennt. Übrigens sind Schach, Dame oder Halma Kriegsspiele, und niemand bricht in Tränen aus, wenn beim Solitärhalma nur noch ein einziger Überlebender auf dem Holzbrett steht. Außerdem ist „Die gegen uns“ immer ein gutes Grundmotiv beim Spielen – egal, ob Indianer gegen Cowgirls oder Räuberinnen gegen Gendarmen kämpfen.

Gönn dir und den Deinen ab und zu eine eskalierende Schlacht, um den Frieden danach zu genießen.

 

 

 

 

 

Michael Fink

Michael Fink ist Autor und Fortbildner.

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