Grenz­erfahrungen

Eine Expedition entlang der deutsch-polnischen Grenze

Drei Erwachsene — Udel Best, Christa Preissing und Andreas Münzer — wollen sich auf eine Forschungsreise begeben. Alle drei verbindet das Interesse am gemeinsamen entdeckenden Lernen, sie verstehen sich als fragende, neugierige Erwachsene und haben Lust auf Unbekanntes. Aber wohin soll die Reise gehen?

Udel liefert bei der Projektplanung das Stichwort: Ränder! Irgendwann richten sich die Blicke auf den östlichen Rand Deutschlands, und zwar auf die deutsch-polnische Grenze entlang der Flüsse Neiße und Oder.

Dass die Reise ein Abenteuer werden würde, ist den dreien klar. Andreas beschreibt es so: „Diese Grenze tut ein bisschen weh, ist mit Vorurteilen belastet. Sie hat mit Schuld und Vertreibung zu tun.“ Zugleich birgt die Reise die Chance, „innere Bilder und Bilder von außen zu reflektieren“, findet Udel. „Deshalb ist nichts besser, als hingehen, offen sein, Eindrücke aufnehmen und mit den Menschen sprechen, die wir treffen werden.“

Beginnen soll die Reise an der Stelle, an der sich die Länder Tschechien, Polen und Deutschland treffen, also im Dreiländereck an der Neiße. Dem Fluss will man folgen, bis er sich mit der Oder vereint. Danach soll die Grenzführung bis zur Ostsee der Orientierung dienen. Zahlreiche Reiseführer, die über Natur, Kultur und Geschichte auf beiden Seiten der Flüsse informieren, werden zu Rate gezogen, und die Rollen werden verteilt: Udel fotografiert, Andreas filmt und Christa schreibt das Log-Buch.

Eine Expedition ist kein Urlaub. Sie muss geplant und vorbereitet werden. Es kann auch nicht schaden, sich Gedanken darüber zu machen, was jeden Reisenden am meisten interessiert, bevor es losgeht. Was immer unterwegs dann passiert…

Dies ist ein Auszug aus einem größeren Bericht in wamiki 6/2017, unserem pädagogischen Fachmagazin, den wir für den Blog freigeschaltet haben. Den ganzen Artikel könnt Ihr Euch hier als PDF herunterladen. Viel Spaß beim Lesen!

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