Naturverhältnisse #wamiki 3/2018

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie ist Dein Verhältnis zur Natur?

In diesem wamiki-Heft laden wir Dich ein, über unsere Beziehungen zur Natur nachzudenken. Es ist interessant und führt weiter, sich dieser Beziehungen mit Fragen zu widmen, die sonst für zwischenmenschliche Relationen gedacht sind: Führst Du eine feste Beziehung mit der Natur? Oder bevorzugst Du gelegentliche Flirts mit umso mehr Herzklopfen? Vergötterst Du die Natur? Oder siehst Du auch ihre Schattenseiten? Willst Du ihr nach jahrelanger Ferne wieder näher kommen? Zurück zur Natur?

Was erwartest Du von Deiner Beziehung? Soll Dich die Natur im Innersten berühren, Dir beim Auftanken helfen und Dich mit ihrer Schönheit bezaubern? Oder hast Du eher das Gefühl, von der Natur gebraucht zu werden, weil sie ohne Deine Hilfe immer mehr in die Schieflage gerät? Glaubst Du, sie retten zu müssen – oder denkst Du, sie käme ohne Dich und all die anderen Menschen vielleicht viel besser klar?

Betrachtest Du Dich als einen Teil der Natur, sozusagen als ein Familien­mitglied? Oder siehst Du uns zivilisierte Wesen, die angesichts der Digitalisierung immer mehr in virtuelle Welten abtauchen, eher als verlorene Söhne und Töchter?

Welche Rolle spielen Kinder in Deiner Beziehung? Findest Du, dass man die Kleinen vor der Natur schützen muss, weil sie in all ihrer Rohheit und Unberechenbarkeit kreuzgefährlich werden kann? Oder denkst Du, dass sie die eigentliche Pädagogin, eben ein Naturtalent und uns stets überlegen ist – auch im Waldkindergarten?

Fragen, auf die es natürlich viele Antworten gibt. Wir stellen sie trotzdem – aufgrund unserer Pädagogen-Natur – und warten auf Deine Antwort.

Deine wamikis

 

Und hier gehts zur aktuellen Ausgabe unserer Fachzeitschrift wamiki

Schreib doch mal! #wamiki 2/2018

Liebe Leserin, lieber Leser,

erinnere Dich, wie Du genau das wurdest – Leserin oder Leser?
Hast Du die Welt der Schrift begeistert und aus eigenem Antrieb erobert?
Hast Du vielleicht schon lange darauf gewartet, das Geheimnis der Buchstaben endlich lösen zu können? Oder warst Du gar nicht scharf auf Buchstaben, sondern auf Zahlen?

Wie war das mit dem Schreiben? Kam es vor dem Lesen zu Dir?
Merktest Du, dass Dir plötzlich eine neue Sprache zugänglich wurde, um etwas von Dir zu erzählen? Hast Du sofort Zettel mit Krakelbuchstaben gefüllt, um den ersten Brief zu verfassen? Oder erinnerst Du Dich an mühsames, sinnlos erscheinendes Üben sonderbarer Zeichen, von deren Bedeutung Du nichts wissen wolltest?

Wie ging es weiter? Hast Du Dich nach anfänglichem Fremdeln mit dem Schreiben versöhnt? Oder ist der dem Anfang innewohnende Zauber längst der Ernüchterung gewichen? Ist Schrift für Dich kreatives Ausdrucksmittel – oder eher das, was man in Dokumentationsbögen und Eltern-Mails eingeben muss, statt miteinander zu sprechen? Hast Du andere Sprachen entdeckt, mit denen Du Dich klarer, persönlicher, ehrlicher und deshalb lieber ausdrückst?

In dieser wamiki-Ausgabe widmen wir uns dem Thema „Schreiben“ mit seinen vielen Facetten. Als Zeitschriften-Leute tun wir das natürlich, indem wir darüber schreiben und Dich zum Lesen einladen.
Obwohl wir gern schreiben und diese Begeisterung teilen möchten, dämmert uns doch, dass es nur eine von vielen Möglichkeiten ist, einander Gedanken und Gefühle mitzuteilen.

Lass uns also schreiben, sprechen, singen, malen oder vielsagend schweigen.

Deine wamikis

Susanne Ries im Mercedes-Benz-Museum

„Mathe-Queens und Mathe-Kings“ im Mercedes-Benz Museum

Heute öffnet im Mercedes-Benz Museum die Mitmach-Ausstellung „Mathe-Queens und Mathe-Kings“ (bis 23. März 2018).
Die Museumspädagogin Susanne Ries freut sich schon, die Jüngsten auf eine spannende Entdeckungsreise in das Land der Mathematik mitzunehmen!
Sortieren, Muster bilden, Zählen, Formen unterscheiden: So werden im Handumdrehen aus Kindergartenkindern echte „Mathe-Queens und Mathe-Kings“.
Die Teilnahme ist für die 3- bis 6-jährigen Rechenkünstler kostenfrei.

Kontakt und Reservierung

Mercedes-Benz Classic Kontakt Center
Telefon: +49 711-17 30 000
Fax: +49 711-17 30 400
E-Mail: classic@daimler.com

Inklusion in der KitaPraxis. Band 5 ist da!

Nach dem großen Erfolg der ersten vier Bände unserer Buchreihe „Inklusion in der Kitapraxis“ erreichten den Verlag immer wieder Nachfragen, ob, wie und wann es denn eine Fortsetzung gäbe. Wir freuen uns deshalb sehr über den neuen Band „Die Kita vorurteilsbewusst leiten“, denn Inklusion in der Kita ist natürlich auch Aufgabe der Leitung: Sie sorgt für eine Kultur des Umgangs, in der Respekt für Unterschiede und klare Positionierungen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung erkennbar sind.

Die ersten vier Bände enthalten Praxisbeispiele und Prozessberichte aus vielen Kitas zur vorurteilsbewussten Gestaltung der Lernumgebung, zur Interaktion mit Kindern, zur Zusammenarbeit mit Eltern und im Team.

Im neuen Buch beschreiben zahlreiche Autor_innen fachlich fundiert, worauf es in der Leitungspraxis ankommt und auch in diesem Band sind wie bei den Vorgängern viele praxisnahe Beispiele enthalten. Sie stammen von pädagogischen Fachkräften, die an dem Projekt »Inklusion in der Praxis von Krippen und Kitas« teilgenommen haben.

Dieses Projekt, das von 2012 bis 2016 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde, hatte neben der Implementierung des Ansatzes Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung© in vier Berliner Projektkitas zum Ziel, Publikationen vorzulegen, die Inklusion in der Kitapraxis veranschaulichen und anregen.

Die Fachstelle Kinderwelten als Service- und Transfereinrichtung zum Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung hatte in Kooperation mit dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg einen Kurs „Inklusion als Leitungsaufgabe“ entwickelt und durchgeführt, dessen Konzept während der Projektphase weiterentwickelt wurde. Dieser Kurs sowie Interviews mit Leiter_innen und zwei Expert_innen-Gesprächsrunden bilden die Grundlage für die Texte des Bandes. Sie beziehen sich zusätzlich auf ein Werk zum Leitungshandeln, das Louise Derman-Sparks, die Mitbegründerin des Anti-Bias Approach, 2015 veröffentlichte.

Ein Handbuch für die Fortbildung auf der Grundlage Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung ist derzeit im Entstehen und wird als sechster Band die Reihe abschließen.

Spielst du noch? #wamiki 1/2018

Liebe Leserin, lieber Leser,

hast du heute schön gespielt? Kann sein, dass dir diese Frage nicht mehr gestellt wurde seit du in die Schule kamst. Und Erwachsene fragt man das sowieso selten. Sondern eher: Hast du heute was geschafft, bist du zufrieden damit?

Fühlt sich die Arbeit wie ein Spiel an, behält mancher das lieber für sich, um keinen Neid zu wecken: „Na, du hast’s ja gut. Und dafür kriegst du auch noch Geld!“

Hast du heute schön gespielt? Wer weiß, ob Kinder diese Frage noch genauso oft beantworten müssen wie früher. Manche sagen, dass die Einführung von Bildungsprogrammen im Kindergarten eine unerwünschte Folge hat: Der Wert des Spiels gerät aus dem Blickfeld der Gesellschaft. Oder: Der Wert des Spiels wird daran gemessen, wie viel Bildung es ermöglicht. Spiele sind für unsere Gesellschaft wertvoll, wenn sie heimlich Kompetenzen vermitteln. Ist das der Sinn des Spiels?

Hast du in der Pause schön gespielt? Auch in Bezug auf Spiel und Erwachsensein vollzog sich in den letzten Jahren ein gesellschaftlicher Wandel. Plötzlich hat es einen Wert, dass Erwachsene spielen – sogar einen messbaren.
Der Kicker im Pausenraum bei Google, Facebook und dem StartUp um die Ecke soll helfen, dass die Leute die Pause aktiv nutzen und sich dabei hip fühlen können. Die „du hast es geschafft“-Leiste bei der Online-Umfrage oder das Fernseh-­Gewinnspiel beflügeln unsere Kauflust. Wie bei den Kindern wird auch bei uns das Spiel ein Mittel zum Zweck. Ist es trotzdem gut, dass wir mehr spielen dürfen? Oder entfernen wir uns dadurch immer weiter vom zweckfreien selbstgewählten spielerischen Tun?

Wollen wir zusammen spielen? Auch unser Magazin gibt sich gern spielerisch, weil uns das Spielen Spaß macht. Am meisten mit vielen Mitspielern. Deswegen haben wir dieses Heft wie ein Spiel gestaltet. Mit oder ohne Spielfigur kannst du, lieber Leser, liebe Leserin, dich durch’s Heft bewegen und Spielaufgaben lösen. Ungewiss bleibt jedoch, ob du als erster das Ziel erreichst. Aber darum geht es in diesem Spiel ja nicht…

Viel Spielspaß wünschen deine wamikis

 

Grenz­erfahrungen

Eine Expedition entlang der deutsch-polnischen Grenze

Drei Erwachsene — Udel Best, Christa Preissing und Andreas Münzer — wollen sich auf eine Forschungsreise begeben. Alle drei verbindet das Interesse am gemeinsamen entdeckenden Lernen, sie verstehen sich als fragende, neugierige Erwachsene und haben Lust auf Unbekanntes. Aber wohin soll die Reise gehen?

Udel liefert bei der Projektplanung das Stichwort: Ränder! Irgendwann richten sich die Blicke auf den östlichen Rand Deutschlands, und zwar auf die deutsch-polnische Grenze entlang der Flüsse Neiße und Oder.

Dass die Reise ein Abenteuer werden würde, ist den dreien klar. Andreas beschreibt es so: „Diese Grenze tut ein bisschen weh, ist mit Vorurteilen belastet. Sie hat mit Schuld und Vertreibung zu tun.“ Zugleich birgt die Reise die Chance, „innere Bilder und Bilder von außen zu reflektieren“, findet Udel. „Deshalb ist nichts besser, als hingehen, offen sein, Eindrücke aufnehmen und mit den Menschen sprechen, die wir treffen werden.“

Beginnen soll die Reise an der Stelle, an der sich die Länder Tschechien, Polen und Deutschland treffen, also im Dreiländereck an der Neiße. Dem Fluss will man folgen, bis er sich mit der Oder vereint. Danach soll die Grenzführung bis zur Ostsee der Orientierung dienen. Zahlreiche Reiseführer, die über Natur, Kultur und Geschichte auf beiden Seiten der Flüsse informieren, werden zu Rate gezogen, und die Rollen werden verteilt: Udel fotografiert, Andreas filmt und Christa schreibt das Log-Buch.

Eine Expedition ist kein Urlaub. Sie muss geplant und vorbereitet werden. Es kann auch nicht schaden, sich Gedanken darüber zu machen, was jeden Reisenden am meisten interessiert, bevor es losgeht. Was immer unterwegs dann passiert…

Dies ist ein Auszug aus einem größeren Bericht in wamiki 6/2017, unserem pädagogischen Fachmagazin, den wir für den Blog freigeschaltet haben. Den ganzen Artikel könnt Ihr Euch hier als PDF herunterladen. Viel Spaß beim Lesen!

Die Kuh im TV & in Ichenhausen

Seit November 2017 ist unsere interaktive Mitmach-Ausstellung „Die Kuh im Kühlschrank“ im Schulmuseum in Ichenhausen/Bayern zu Gast. Vor kurzem hat das lokale Fernsehen über die Kuh berichtet – das wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten. Zusätzlich haben wir ein kurzes Interview mit der Museumsleiterin Johanna Haug geführt. Weiter lesen

Wahrheit. #wamiki 6/2017

Liebe Leserin, lieber Leser,

sagst Du wirklich immer die Wahrheit?

Keine Angst, wir wollen Dich nicht in Verlegenheit bringen, und Du bist uns sowieso keine Rechenschaft schuldig. Wir wollen Dir nur einen Satz aus unseren Kindertagen in Erinnerung rufen – und dieses Gefühl, beim Verdrehen der Wirklichkeit erwischt worden zu sein.

„Sag die Wahrheit“, forderten Erwachsene zu Hause, in der Kita und in der Schule, obwohl sie meist genau wussten, was wir angestellt hatten. Manche von uns fürchteten sich in solchen Situationen sogar vor dem lieben Gott, der bereits die rechte Braue erhob, weil er jede Lüge erkannte.

Ist das heute immer noch so mit dem Kind-Sein und dem Lügen? Sollten wir Kindern das Recht auf Lügen zugestehen, weil wir uns daran erinnern, warum wir logen, als wir Kinder waren? Hat das etwas mit Macht und Ohnmacht zu tun? Oder haben Kinder und Erwachsene einfach andere Vorstellungen von der Wahrheit?

Verbreitest Du Wahrheiten unter den Kindern?

Keine Angst, auch diese Frage ist ganz harmlos. Zu jedem pädagogischen Beruf gehört es nun mal, die eigene Auffassung von der Wirklichkeit weiterzugeben – an junge oder ältere Kinder und sogar an Erwachsene. Trotzdem kann es nicht schaden, immer mal wieder innezuhalten und sich zu fragen: Ist jetzt wirklich wahr, was ich sage – oder nur meine Meinung, basierend auf Halbwissen? Womöglich ist es am Ende nur eine Vermutung, und ich nutze aus, dass die Lernenden zu mir aufschauen und bereit sind, mir zu glauben? Sollte ich im Zweifelsfall später zugeben, mich getäuscht und ihnen etwas Verkehrtes gesagt zu haben? Schadet das meiner Autorität?

Apropos Autorität: Glaubst Du, was in „wamiki“ steht? Besser nicht, denn wir möchten in unserem Magazin nämlich keine Wahrheiten verkünden, sondern zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Unsere Heft-Themen betrachten wir – wie unsere Autorinnen und Autoren – aus verschiedenen Blickwinkeln oder Perspektiven, die jeweils ihre Berechtigung haben, finden wir. Um die Wahrheit geht es uns da eher nicht, allenfalls um einen Ausschnitt aus der Wirklichkeit.

Jedenfalls hoffen wir, dass Du nicht alles glaubst, nur weil es gedruckt ist. Schreib uns lieber Deine Sicht, damit wir gemeinsam nach neuen Wahrheiten suchen können.

Eine Zeit voller Wahrheiten und ein paar schönen Lügen wünschen Dir

Deine wamikis

 

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Wenn Du Papier bevorzugst, dann bitte hier entlang

Neues Positionspapier – Willkommen Konkret

In Willkommen KONKRET – dem Berliner Bündnis für Kinder geflüchteter Familien, arbeiten seit Anfang 2015 Menschen aus der frühpädagogischen Praxis und Theorie, aus Verwaltung, Beratung, Therapie, Fort- und Weiterbildung sowie weiteren Arbeitsfeldern zusammen.

Alle Beteiligten setzen sich dafür ein, dass Kinder geflüchteter Familien Zugang zu Bildung, Erziehung und Betreuung erhalten. Wie den schon immer in Berlin lebenden Kindern sollen ihnen die gleiche Aufmerksamkeit, Fürsorge und die gleichen Leistungen zukommen.

Begonnen hatte das Bündnis Willkommen KONKRET vor allem mit der Fürsorge für sehr junge Kinder, seit dem Sommer 2017 kümmern sich alle Beteiligten auch um etwas ältere Kinder bis etwa zum Ende des Grundschulalters.

Es geht um die Unterstützung pädagogischer Fachkräfte, um Vernetzung, Weiterbildung aber auch um deutliche Formulierung politischer Forderungen. 2015 und in diesem Jahr gab es dazu Fachtage.

Soeben wurde ein aktuelles Positionspapier verabschiedet, das wamiki unterstützt und deshalb auch gern verbreitet. Interessierte können es sich hier im PDF-Format herunterladen.

Download: Handout Positionspapier Willkommen Konkret

Weitere Informationen zum Bündnis findet Ihr auf: www.willkommen-konkret.de

Coffee for life Oder Social Entrepreneurship

Erstens: Ich komme, reicher Vater hin oder her, aus sehr armen Verhältnissen, die High Society langweilt mich; es ist besser, mit den Armen zusammenzuarbeiten, als den Reichen zu helfen, noch reicher zu werden.
Zweitens: Ich bin lieber meine eigene Unternehmerin als gutbezahlte Marionette in Firmen, deren Macken ich mittragen soll.
Drittens: Ich heirate nicht, denn ich will auch keine Marionette in privaten Verhältnissen sein.
Viertens: „Think big“; wenn ich etwas anfange, dann nicht auf kleiner Flamme.

 

Das ist die Geschichte vom armen thailändischen Mädchen Praewa, das zur reichen Unternehmerin wurde und den armen Kindern Gutes tut.

Aufgeschrieben hat sie für unsere Fachzeitschrift #wamiki 5/2017 zum Thema Konsum/Kaufen  Jürgen Zimmer, emeritierter Professor für Erziehungswissenschaft und Mitgründer der School for Life Chiang Mai/Thailand (2003); Präsident der School for Life Foundation/Thailand und Mitgründer und pädagogischer Leiter der Beluga (später Hanseatic) School for Life Phang Nga/ Thailand (2005).

Hier könnt Ihr den vollständigen Artikel von Jürgen Zimmer als PDF herunterladen

Viel Spaß beim Lesen!