Eine Familie flieht

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Im Mittelpunkt von Kirsten Boies Buch über die Flucht einer Familie aus Syrien stehen Rahaf und ihr Bruder Hassan, heute zehn und neun Jahre alt. Bis vor zwei Jahren wohnten sie in der syrischen Stadt Homs mit den Großeltern, Onkeln, Tanten und jeder Menge Cousins und Cousinen in einem großen Haus. Eines Tages kamen Flugzeuge, die Bomben abwarfen, und Männer, die auf den Straßen kämpften. Menschen blieben am Wegesrand liegen und standen nicht mehr auf. Da beschlossen die Eltern, die Familie in Sicherheit zu bringen. Sie flogen mit den Kindern nach Ägypten und bestiegen ein überfülltes kleines Boot. Das Gepäck hatten ihnen Schlepper abgenommen. Nach acht Tagen landeten sie an einem Ufer, kauften vom letzten Geld etwas zu essen und Fahrkarten nach Frankreich. Sie wollten nach Deutschland. Aus dem Erstaufnahmelager gelangten sie in einen engen Container, in dem sie noch heute wohnen. In der Schule traf Rafah ein Mädchen, das ihr deutsche Wörter beibrachte und ihre Freundin wurde. Es ist noch nicht alles gut, und Rafah hat Heimweh. Aber es wird besser.

Wer dieses Buch kennt, wird sich nicht mehr gegen Flüchtlinge wenden. Deutsche und syrische Kinder können die Geschichte gemeinsam lesen – auf Deutsch und Arabisch. Zum Schluss gibt es einige Redewendungen in beiden Sprachen, damit man in Kontakt kommen kann.

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wamiki-Tipp: Boie, K./Birck, J.: Bestimmt wird alles gut. Übersetzung ins Arabische: Mahmoud Hassanein. Klett Kinderbuch 2016, 48 Seiten, 9,95 Euro. Ab sechs Jahren. Bei Onilo gibt es den Text des Buches in einer Whiteboard-Version mit pädagogischem Begleitmaterial:
www.onilo.de

 

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