Erde auf dem Feld – Erde auf dem Dach


Preview des Dokumentarfilms von Donata Elschenbroich, Petra Larass und Otto Schweitzer am 27. April um 17.00 Uhr im ACUD Kino, Veteranenstraße 21, 10119 Berlin

Erde! Ein „Unterrichtsgegenstand“? In Westbengalen?
Ein Wissen über die Erde, den Boden, unsere Lebensgrundlage, entwickeln Kinder nicht von selbst, auch dann nicht, wenn sie in den indischen Dörfern nah am Boden leben. Das Wissen, das heute in den Augen ihrer Eltern zählt, ist allein das schulische Wissen. Und in den Megacities gibt es auf den versiegelten Böden für die Kinder keinerlei Erfahrung von organischem Wachstum.
Auch in Indien wie in anderen Gesellschaften weltweit ist „nachhaltige Entwicklung“ zu einem alternativen Bildungsziel geworden.
Die Dokumentarfilmer Otto Schweitzer und Donata Elschenbroich sind 2017 zusammen mit Petra Larass den engagierten Pädagogen gefolgt in die Grundschulen und Jugendclubs der Dörfer in Westbengalen. Sie konnten umweltpädagogische Projekte von eindrucksvoller Qualität beobachten – Grundschüler, die Herbarien anlegen von in ihrem Nährwert unterschätzten „Unkräutern“,  und statistische Erhebungen durch Jugendliche in ihren EcoClubs zum Klimawandel und zur Ökologie ihrer Dörfer. Und auch in der Megacity Kalkutta bemühen sich Lehrer, den Kindern in ihrem survival of the fittest eine sinnliche Erfahrung zu ermöglichen mit einer Handvoll Erde: Wurzeln, Pflanzen, auf den Dächern der Slumschulen.
Im Anschluss an den Film, 45 Minuten, wird Ralf Tepel, Vorstand der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, die den Film maßgeblich unterstützt hat, für Fragen zur (Bildungs-) Arbeit der Stiftung in Indien zur Verfügung stehen.
Und nach Rückmeldungen aus dem Publikum freuen wir uns auf Gespräche bei Brot & Wein im Garten vom ACUD Kino.
Wenn jemand mit dem Film arbeiten möchte, in der Schule, in umweltpädagogischen Projekten: Wir haben von der Erstauflage noch einige DVDs, die wir dafür gern zur Verfügung stellen.
Herzlich
Petra Larass und Donata Elschenbroich

wamiki-Tipp: Die Neuauflage des Filmes erscheint im 1. Halbjahr 2018 bei wamiki, gemeinsam mit 21 Filmen aus 21 Jahren in der Reihe: WELTWISSEN in Familie, Kindergarten und Schule. Von Donata Elschenbroich und Otto Schweitzer.

Berlin Rebel High School

Dieser Film macht Freude. Bestimmt nicht nur mir, aber mir besonders. Denn als ich im dunklen Kinosaal sitze, wird ein Teil meiner Geschichte lebendig. Erinnerungen steigen auf: an 1973 und den ersten Sommer der Schule für Erwachsenen­bildung (SFE) in einer ehemaligen Geburtsklinik in Dahlem, an die Lust und das Chaos des Anfangs, an schräge Ideen…

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ENTFALTUNG – Filmpremiere, Filmgespräch und Verkauf

Entfaltung – Der Film

Lebhaft, konzentriert, aufmerksam – in diesem Zustand befinden sich Kleinkinder, wenn sie ihrem Forscherdrang im freien Spiel nachgehen können.

Ute Strub, Kleinkindpädagogin und Erfinderin des außergewöhnlichen Spielortes „Strandgut“, schafft nicht nur ein Bewusstsein dafür, wie wichtig das freie Spiel für die Entwicklung junger Kinder ist. Sie ermutigt auch Erwachsene, das eigene und gemeinsame Spielen neu zu entdecken. Der Film beobachtet auf Augenhöhe und  in ruhigen einfühlsamen Bildern  das Geschehen im „Strandgut“, zeigt Ute Strubs Kooperation mit Kindern, Eltern, Erzieherinnen und, wie wichtig das Spielen dafür ist, sich in der Welt zuhause zu fühlen.

Ute Strub lernte in den 70er Jahren die Arbeit der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler kennen, die ein neues, geradezu revolutionäres Verständnis vom Umgang mit Kleinkindern entwickelte. Piklers Arbeit berührte  Ute Strub so sehr, dass sie sich daran machte, diesen pädagogischen Ansatz in Deutschland und in anderen Ländern bekannt zu machen.
Die Zuschauerinnen erleben Ute Strub aber nicht nur als Pädagogin. Fragmentarische Einblicke in die Lebensgeschichte der über 80-jährigen und alltägliche Situationen zeichnen das Bild einer Frau, die sich bis ins hohe Alter die Neugier und Bereitschaft erhalten hat, immer wieder neue Entfaltungsräume zu erschließen.

Ein Film für Erzieherinnen und Erzieher, Tageseltern, Kleinkindpädagoginnen und Pädagogen in Ausbildung, Studium und Praxis. Ein Film für Eltern, Großeltern und alle Menschen, die einander respektieren.

Deutschland 2017 / Regie: Laura Lazzarin / mit Ute Strub / Länge: 68 min. / Produktion: Deutsche Film-und Fernsehakademie (dffb) in Koproduktion mit Laura Lazzarin und Mo’ Films Johanna Bergel

 

DIE FILMPREMIERE

findet am 6.Mai 2017 um 18.00 Uhr in der URANIA (An der Urania 17, 10787 Berlin) statt.

Im Anschluss: FILMGESPRÄCH mit Freibildungsexperte, Musiker und Autor
André Stern, Ute Strub und Regisseurin Laura Lazzarin. Moderation: Dr. Ingolf Ebel

KARTEN für die FILMPREMIERE und das FILMGESPRÄCH gibt es hier.

 

DER FILMVERKAUF

startet ab 8.Mai 2017, der Film ist direkt zu beziehen im wamiki-shop.

Preis: 19,90 Euro. Vorbestellungen sind ab sofort hier möglich.

ENTFALTUNG – Über das Wirken der Ute Strub from Elena Weihe on Vimeo.

Haro Senft: Zurück in die Kindheit

Die Filme von Haro Senft sind für Kinder gemacht. Erwachsene lieben sie, weil sie den Abstieg in die verschüttete eigene Kindheit erlauben, in Träume und Erinnerungen.

The Best of: 8 Filme auf 2 DVDs inkl. Begleitheft sind jetzt bei wamiki erschienen. Für Aus-und Weiterbildung besonders geeignet!

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„Sonnentage“, „Mondtag“ und „Ein Tag mit dem Wind“… Eine Zeitreise von Jürgen Zimmer

Im Jahr 2003 veröffentlichte der entwicklungspsychologische Pionier Daniel Stern das Buch „Die Lebenserfahrung des Säuglings“ – eine kleine kopernikanische Wende. Ohne die Kinderfilme von Haro Senft zu kennen, wurde Stern gleichsam sein entwicklungspsychologischer Partner. Stern nahm quasi die Kamera, kletterte in einen Säugling und filmte – mit dem Blick des Säuglings – von innen nach außen: ein zunächst wirres, konturloses, unscharfes Ineinander von Farben und Bewegungen, eine geheimnisvolle Welt und ein rat- und tatenloses Kind? Nein, Sterns Kleinkind ist ein großer Experimentator. Es probiert und macht und wiederholt und variiert und lernt im Zick-Zack. Aber es lernt nicht nur, sondern verwandelt die nahe Welt, ist ein grenzenlos neugieriger Eroberer, nicht von außen, sondern von innen getrieben.

Weiter so? Nein. Denn nun treten die domestizierenden Erwachsenen auf und trimmen das Kind. Seine Entdeckungsfahrten enden in gesitteten Lernprogrammen. Der lange Marsch des Kindes durch die pädagogischen Institutionen beginnt.

Es ist noch nicht lange her, dass die Kindheitsforscher eine Eigenschaft bei Kindern diagnostizierten, die scheinbar neu, in Wahrheit wohl aber uralt ist: die Resilienz. Also die Widerstandskraft eines Kindes, die Fähigkeit, selbst abwegige Erziehungsversuche und Verhaltensweisen Erwachsener irgendwie zu überstehen. Das Kind als Entdecker, Experimentator, Guerillero und Geheimnisträger.

Damit sind wir beim Avantgardisten Haro Senft, dem Mann, der Daniel Stern 20 Jahre voraus war.

Haro Senft interpretierte den Situationsansatz filmisch, entwickelte den Kinderfilm in überzeugender Weise weiter und nahm Abschied von Papas Kinderkino.
Ein Beispiel:

 „Hinter dem Zaun“

Eine Szene auf einer freien Fläche in einer Vorstadtsiedlung Münchens: Ein Junge zwirbelt am Propeller seines gummigetriebenen Flugzeugs. Es steigt auf und landet hinter dem Zaun in einem Garten. Dort steht eine kleine Hütte, in der ein alter Mann werkelt. Das weiß der Junge aber noch nicht. Er weiß es weder in Wirklichkeit noch im Film, sondern sucht seinen Flieger und kommt in den Garten. Er sieht den alten Mann. Der sieht ihn auch. Der alte Mann bekam von Haro nur mitgeteilt, dass etwas geschehe und er sich darauf einlassen möge.

Beide – der alte Mann und der Junge – sind überrascht, und alles, was nun geschieht, steht in keinem Drehbuch, sondern entwickelt sich aus der Situation heraus. Den Jungen interessiert, was der Alte in seiner Hütte macht; es gibt viel zu sehen und anzufassen. Nachdem der Alte den Flieger mit einer Stange vom Baum heruntergeholt und repariert hat, wobei die beiden sich anzufreunden beginnen, kommt – im Film so unerwartet wie in der Wirklichkeit dieses Drehtags – ein Mann zu Besuch, ein alter Grantler, der den Jungen und seine Freunde zurechtweist und sich dafür rotzfreche Antworten einhandelt. Auch nicht zu erfinden ist die Szene, in der der Junge eine Walnuss knacken will. Weil er das nicht schafft, versucht es der Alte, kriegt die Nuss aber auch nicht auf.

„Hinter dem Zaun“, von Haro Senft 1974 als Kurzfilm gedreht, ist ein vergessener Klassiker des deutschen Films mit Kindern, für Kinder und für Erwachsene, die sich an den nicht vorfabrizierten Pointen des Geschehens erfreuen. Haro provoziert Situationen von Kindern und mit Kindern und spürt den Ereignissen nach, die sich daraus ergeben. Das schützt ihn vor gestelztem Laienschauspiel. Seine Personen dilettieren nicht nach Textvorgaben, sondern reden und handeln aus sich heraus.

 

 

PINA SCHAUKELT – Was kleine Kinder brauchen

01 pina schaukelt

Als am 8. März diesen Jahres in der gut gefüllten Urania in Berlin der Abspann von „Pina schaukelt“ der Regisseurin Heide Breitel lief, setzte lang anhaltender Beifall ein.

Wir hatten hier mit vielen anderen gemeinsam etwas gesehen, was ich als ein Ereignis der besonderen Art bezeichnen will: 90 Minuten lang schauten mehrere hundert Erwachsene gebannt vier Kleinstkindern zu, und ab und zu auch ihren Erzieher_innen. In einem Film fast ohne Handlung. Und das war keine Minute langweilig.
Nein, das war so spannend, so erkenntnisreich und gleichzeitig so unterhaltend, dass wir wussten – diesen Film wollen wir in unser Verlagsprogramm aufnehmen! Den müssen viel mehr Menschen sehen, als es die wenigen Kinoaufführungen ermöglichen. Nicht nur alle Kita-Erzieher_innen, sondern auch alle Väter und Mütter in diesem Land. Eigentlich alle, die Verantwortung für die Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern tragen. Größenwahn? Sicher! Also warum?

Weil der Film einerseits die Lernfähigkeit, Entdeckerfreude und Gestaltungslust der anfänglich zehn Monate alten Protagonisten authentisch einfängt und sie achtzehn Monate lang auf ihrem Weg geduldig beobachtet und anteilnehmend begleitet. Und weil er gleichzeitig die gelungene Beziehung dieser Kinder mit ihren Erzieher_innen zeigt. Eine Beziehung, die von Aufmerksamkeit, Zugewandtheit und vor allem von tiefem, stabilen Vertrauen gekennzeichnet ist und jeden Tag wieder neu geknüpft wird. Ihnen, den Kindern und Erzieher_innen, dabei zuzusehen ist für mich das eigentliche Highlight des Filmes.

Der Neurobiologe Gerald Hüther, der im Produktionsprozess des Films beratend involviert war, beschreibt in seinem lesenswerten Beitrag zum Film diese besondere Rolle der Erzieher_innen: „Es ist nicht leicht, Kinder zu begleiten, ohne sie zu Objekten von Erwartungen, Bewertungen, Belehrungen oder irgendwelcher Fördermaßnahmen zu machen. Dazu bedarf es eben der besonderen inneren Einstellung oder Haltung der jeweiligen Bezugspersonen, mit der Voraussetzung, dass ein Kind kein Objekt ist, sondern als gestaltendes, lernfähiges und erkennendes Subjekt wahrzunehmen ist. (…) Der Film von Heide Breitel lässt erleben, (…) wie diese Entwicklungen möglich werden.“

Sehen Sie selbst! Hier geht es zum Trailer des Films. Der Film ist ab sofort in unserem Shop bestellbar (HIER)!

Ruhe auf der Flucht – neuer Film bei wamiki

Wie wir helfen können. Donata Elschenbroich und Otto Schweitzer haben mit „Ruhe auf der Flucht“ einen hochaktuellen Film gemacht. Ab sofort in unserem Shop zu bekommen.

Ruhe auf der Flucht.Standbild003

Worum geht es?

Flucht ist ein universelles Thema der Menschheit und Flucht ist heute Alltag auf vielen Kontinenten. In der Erfahrung von Gewalt und Vertreibung gibt es immer wieder Momente, in denen die Unruhe aussetzt: dann, wenn andere Menschen helfen. Diese Hilfe muss mehr sein als das Dach über dem Kopf und Mahlzeiten für die nächsten Tage. Das beobachtet der Film in Flüchtlingscamps in Afrika (Uganda), in Asien (Myanmar) und in Europa (Schweiz und Deutschland). Der Film  zeigt Beispiele, wie Ehrenamtliche abgeben von dem, was sie haben und was sie können. Jeder zweite Deutsche kann sich das vorstellen als eine gute Erfahrung für beide. Das Ermöglichen des Tätigseins, der Teilhabe ist der Leitgedanke von vielen Initiativen bei uns.

Der Film beobachtet, wie ohne großen Aufwand solche Momente von Kindern und Erwachsenen als „Ruhe auf der Flucht“ erlebt werden, bei einer Naturbeobachtung, mit dem Skateboard, beim Malen, bei Yoga-Übungen, beim Erkunden einer Orgel. In einem Kindergarten in Baden-Württemberg werden Flüchtlingsfrauen als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen beschäftigt.

Das Kultusministerium Baden-Württemberg unterstützt diese und andere Initiativen, wie Mütter- und Familienzentren. Beraten wird am Runden Tisch, gegründet von der Staatssekretärin Marion v. Wartenberg.

 

Ruhe auf der Flucht.Standbild002

 

 

Ruhe auf der Flucht
Ein Film von Donata Elschenbroich und Otto Schweitzer
2015, 45 Minuten 24,90 Euro

Hier gehts zum Shop.

Mathematik ist überall

Sie kommt uns entgegen, die Mathematik, in den Mustern der Natur, in der planvollen Regelung des Alltags, beim Nachdenken über Ordnungen. Kinder tun sie, ihre frühe Mathematik.

Cover zur DVD "Mathematik ist überall"
Mathematik ist überall

Der Film beobachtet sie beim Ausloten von Räumen, beim Messen von Kräften, beim Entdecken mathematischer Wörter, mit denen sie zu einer faszinierenden Ordnung vordringen. Brücken zu bauen in ein Denken, das abstrakten Aufgaben nicht ausweicht, ist Aufgabe der Schule.
Der Film zeigt Kinder, die mit ihren Lehrerinnen und Lehrern zum konzentriertem „Mathematisieren“ gefunden haben. Sich dem kindlichen Denken öffnen: das müssen auch Erwachsene immer wieder üben … Ein Film für Kindergärten, Grundschulen und Familien.

Plastik Planet

Wir sind Kinder des Plastikzeitalters. Vom Babyschnuller bis zur Trockenhaube, von der Quietschente bis zum Auto – Plastik ist überall. In den Weltmeeren findet man inzwischen sechs Mal mehr Plastik als Plankton, und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar. Weiter lesen