GEGENGIFT

Den Artikel gibt es hier als PDF: Panorama_#2_2024

wamiki-Hitliste: Alles wird gut

Was singen, tanzen die wamikis beim Herstellen diese Ausgabe?
Tango im Treibsand? I’ll kill her?
Alles wird gut! Hört selbst:

Toxisch weiblich

„Dauernd nehme ich ­Ambivalenzen wahr zwischen dem, was ich will, und ­dem, was ich tue …

Was lauert da in uns weiblich sozialisierten Menschen, dass wir uns immer wieder gegen uns selbst und andere richten?“
Sophia Fritz analysiert ­Weiblichkeit in all ihren ­Facetten und liefert spannende Impulse für ein neues Miteinander.

 

 

 

 

 

 

Wie gelingt Veränderung? Teil 1
Mut zu Fehlern

Dirk von Gehlen plädiert für eine bessere Fehlerkultur: Demnach ist ein Fehler besser,

… wenn du ihn nicht persönlich nimmst,

… du ihn erklären kannst – und das auch tust,

… du draus lernen kannst,

… der Fehler nicht absolut ist,

… du verzeihen kannst,

… du auch schlechtere Fehler akzeptierst.

Wie gelingt Veränderung? Teil 2
10 Sätze, um deine Veränderungs-Fitness zu steigern:

1 Veränderung ist wie Sport. Du wirst besser, wenn du ihn machst. Muskeln schrumpfen, wenn du sie nicht benutzt. Aber sie wachsen, wenn sie ­herausgefordert werden. Trainiere regelmäßig und du stellst fest:

2 Veränderung ist keine Ausnahme, auch wenn es sich so anfühlen mag. Das Leben ist Veränderung. Je mehr du diese gestalten kannst, umso besser!

3 Kultur geht nicht unter, sie geht weiter.

4 Eine wichtige Voraussetzung für Veränderung: deine Fähigkeit zur Selbstreflexion! Frag dich stets: Was wäre, wenn das Gegenteil richtig wäre?

5 Wir suchen ständig nach neuen Lösungen. Auf dieser Grundhaltung basiert ­wissenschaftlicher Fortschritt –
und sie hilft dir, Veränderungen zu gestalten.

6 Die beste Übung: Gegensätze aushalten und die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten.

7 Denn: „Bildung ist die Fähigkeit, Dinge aus der Perspektive eines anderen zu betrachten.“ (H. G. Gadamer)
Bilde dich in diesem Sinn weiter!

8 Das größte Privileg einer freien Gesellschaft ist die Möglichkeit, die eigene Meinung zu ändern. Mach davon Gebrauch!
Korrigiere deine Fehler, lerne aus ihnen und versuche, auf neue Gegebenheiten zu reagieren.

9 Wer nicht in der Lage ist, seine Meinung zu ändern, unterschätzt auf dramatische Weise die Komplexität der Welt. (J. Bezos)

10 Vielleicht ist auch das Gegenteil richtig. Finde es heraus!

Foto: table / Photocase

Streiten

Gestritten wird ständig. Im Team, in der Familie, beim Essen, in Talkshows, in Regierungen, bei TikTok. Über Gefühle, Geld, Staatsgrenzen. Und wenn’s dumm läuft, stehen am Ende alle als Verlierer da. Kein Wunder, dass die meisten keinen Bock auf Streit haben. Aber ohne geht’s halt auch nicht, allein schon der Demokratie wegen. Wie also streiten, ohne dass es so verdammt wehtut, sondern vielleicht sogar konstruktiv wird?

Könnt ihr hier erkunden:

 

22 populäre Mythen

Hein de Haas ist einer der führenden Migrationsforscher weltweit. Er weiß, wovon er schreibt, und er tut in seinem Buch nichts anderes, als die vielen Behauptungen, die es über Migration gibt (Welt steht vor Flüchtlingskrise, Ausländer nehmen uns Arbeit weg, Zuwanderung bringt Verbrechen) mit Tatsachen zu konfrontieren, Forschungsergebnissen, Statistiken, Untersuchungen. Was dabei herauskommt (Welt steht nicht vor Flüchtlingskrise, Ausländer nehmen uns nicht die Arbeit weg, Zuwanderung bringt nicht mehr Verbrechen), ist oft nicht das, was Lesende vorher gewusst zu haben meinen. Es ist aber wissenschaftlich gut begründet. Und nicht selten erstaunlich.

 

 

Wie erkläre ich Kindern Rassismus?

Rassismus ist strukturell und prägt Kinder von klein auf. Josephine Apraku bietet mit ihrem gleichnamigen Buch eine Basis, Kinder antirassistisch zu begleiten: vom Kleinkindalter bis zur Pubertät. Grundlegende Infos, praktische Tipps und ein Glossar der wichtigsten Begriffe runden das Buch ab.

 

Europas vergessene Kinder

Sachbuch

Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria befragte die Fotografin und Nothelferin Alea Horst Kinder und Jugendliche im Ersatzlager Kara Tepe nach ihren Erlebnissen, nach ihren Ängsten, Träumen, und Hoffnungen. Der titelgebende Wunsch der zehnjährigen Tajala aus Afghanistan spricht von der Sehnsucht nach der Befriedigung fundamentaler Bedürfnisse. Auf Lesbos gibt es keine Geborgenheit, keinen Schutz, keine Struktur. Mit großformatigen Fotoporträts schließen eindringliche Sätze sich zusammen zu tief berührenden Einblicken in 22 junge Leben. Aus Afghanistan, aus Syrien oder aus dem Kongo stammend, eint die Sechs- bis 14-Jährigen der Verlust der Heimat, der Schrecken der Flucht und das qualvolle Warten im Transitraum Lager, der ihre Hoffnungen und ihren Mut auf härteste Proben stellt. Die Fotos zeigen die Kinder und Jugendlichen in oder vor Zelten, allein oder zu zweit, auf Kissen sitzend, auf Decken liegend oder beim Spiel. Alea Horsts Haltung ist dabei nie voyeuristisch, vielmehr immer auf Augenhöhe. Es sind die Stimmen der brutal an den Rand gedrängten Kinder, die hier Gehör bekommen. Das vermittelt ein differenziertes Bild der individuellen Schicksale hinter den Nachrichtenbildern. Gezeichnete Vignetten des Illustrators Mehrdad Zaeri heben zart das Erlebte, Gewünschte, Vermisste hervor – ein Haus ist immer dabei. Ab 8.

Bis Eins zählen

Bilderbuch

Dass „Wie man bis eins zählt“ innerhalb des Genres Zählbuch etwas Besonderes ist, deutet sich bereits im Untertitel an. Die Warnung: „Und fang erst gar nicht mit größeren Zahlen an!“ ist Programm. In verschmitzter Unterforderungsgeste verlangt der Erzähler auf allen Doppelseiten das Zählen bis eins. Zu sehen ist zunächst ein roter Apfel auf weißem Grund. Es folgt ein grauer Elefant. Noch ist die Zählsituation klar. Aber dann wird es seitenfüllend bunter, gegenständlich komplexer und immer wieder auch skurril. Zu sehen sind etwa zwei große blaue Wale, aber gezählt werden darf nur das Würstchen auf der Fontäne des einen – woher das Würstchen kommt, wird nicht erklärt. Vielmehr geht es nun um das Spiel, um den Bruch mit Erwartungen. Es ist der Reiz des Verbotenen, von dem eine erzählerisch raffinierte Animation zum Zählen ausgeht. Humorvoll wiederholt der Text in immer neuen Wendungen, dass keinesfalls weiter als bis eins gezählt werden darf. Zugleich ist die Paradoxie dieses Verbots offensichtlich, denn auf jeder einzelnen der farbenfrohen Doppelseiten ergreift der vorauseilende Blick spontan Zählbares in zunehmend größeren Mengen. Für die Verschmitztheit des Erzähltons in direkter Leser*innenansprache findet die Übersetzung von Uwe-Michael Gutzschhahn Wörter und Sätze, die die spielerische Gesamtanlage aufs Beste unterstreichen. Ab 4.

Reicht ’s dir?

Den Beitrag gibt es hier als PDF: Panorama_#4_2023

Gewaltfreie Pädagogik in der Kita

Die Kita als sicherer Ort für Kinder? Jedes Kind hat nicht nur das tiefe Bedürfnis, liebevoll und behütet aufzuwachsen, es hat auch ein Recht darauf. Doch wo beginnt seelische, körperliche oder sexualisierte Gewalt? Gibt es Warnhinweise, an denen Kita-Leitungen, Träger und Team Fehlverhalten pädagogischer Fachkräfte frühzeitig erkennen können? Was tun? Das Medienset von Jörg Maywald und Elisabeth Ballmann bietet Basiswissen, Fallbeispiele, Reflexionsfragen und Checklisten für die Team- und Eltern­arbeit.

Undercover in Kitas

Deutschlandweit fehlen über 380.000 Kitaplätze und mehr als 98.000 Erzieherinnen und Erzieher. Dieser Mangel hat Folgen: Immer wieder erhält „Team Wallraff“ Hilferufe von verunsicherten Eltern und verzweifelten Fachkräften. Diesen ist Reporterin Alesia in zweijähriger Recherche nachgegangen und wollte in drei Undercover-Einsätzen herausfinden: Was passiert mit unseren Kindern? Für Investigativ-Journalist Günter Wallraff steht fest: „Es fehlen zuallererst mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen, aber auch unangekündigte Kontrollen zur Aufrechterhaltung der Qualität unserer Kitas und der Mitarbeitenden. Sollten Missstände auftreten, müssen diese klar benannt werden. Wir brauchen noch mehr gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher, die Spaß an ihrem Beruf haben und den Umgang mit Kindern als Berufung sehen.“

Qualität und Kinderschutz für alle

Das Wohl des Kindes muss im Kita-Alltag an erster Stelle stehen.“ Nach den erschütternden Enthüllungen der Reportage „Team Wallraff – undercover in Kitas: Was passiert mit unseren Kindern?“ vom 28. September 2023 fordern die Kita-Fachkräfteverbände der Bundesländer in einer Stellungnahme erneut eine Qualitätsdebatte über entwicklungsförderliche Bedingungen in Kitas und konsequenten institutionellen Kinderschutz. „Die Reportage zeigt drastische Fälle von übergriffigem Verhalten und körperlichen sowie psychischen Misshandlungen“, heißt es in der bei Social Media von den verschiedenen Kita-Fachkräfteverbänden geteilten Stellungnahme. Ein Problem, das die Verbände sehen: Die im Beitrag zitierten Stellungnahmen der Träger bieten wenig Hoffnung, dass die Probleme konstruktiv bearbeitet und Verbesserungen herbeigeführt werden: „Wenn Träger Fehlverhalten zudecken oder die Aufrechterhaltung der betrieblichen Abläufe und wirtschaftliche Aspekte über das Wohlergehen von Kindern und Mitarbeitenden stellen, besteht die Gefahr, dass das Kindeswohl nicht mehr gewährleistet werden kann.“

Mir reicht’s

Ein kleines Mädchen spaziert in Knallfarben durch das Buch. Es ärgert sich über die Tante, die ihr ungefragt in die Wangen kneift: „Schaut euch diese dicken Bäckchen an…“ Immer wieder. Jahraus, jahrein. „Mir reichts!“, denkt das

Mädchen und sinnt auf Rache. Eine Geschichte über Grenzen, Selbstwirksamkeit und Mut. Raquel Bonita: Mir reichts! Carl Auer Verlag 2023.

Zurück in die Zukunft

Hier gibts den Artikel als PDF: panorama_#4_2021

wamiki-Hitliste

Als die britische Rockband The Who 1965 den Song „My Generation“ veröffentlichte, tanzten die wamikis noch durch den Kindergarten, sangen in der Schule oder waren noch nicht auf dieser Welt. Die Zeiten ändern sich. Hier findet ihr die Songs zum Heftthema. Von „My Generation“ über „Ich möchte Teil… “ bis „Zeiten gendern dich“.

Von Null auf Achtzig und zurück

Wie werde ich wohl in 50 Jahren aussehen? Und wie sahst du früher aus?

Die App Oldify passt Fotos von Gesichtern an dein Wunschalter an.
http://www.oldify.net/

 

Friedlicher Ungehorsam

Ob Occupy Wallstreet, Attac, Anonymous, Friday for Future oder Extinction Rebellion…:

In den vergangenen Jahren sind viele Protestformen entstanden, mit denen (vor allem junge) Menschen gegen die Zerstörung der Umwelt, globale Ungerechtigkeiten oder auch eine Übermacht der Finanzindustrie demonstrieren. Auch die wamikis sind gern dabei. Hier Quälgeist Lena im Sommer 2021 bei Extinction Rebellion in Berlin.

 

Lebenserwartung

Was können Kinder und alte Menschen füreinander tun?

Japanische Begegnungen im Pflegeheim, in der Familie, in Mehrgenerationenprojekten. „Lebenserwartung“ steigernd – für die Kinder und für die alten Menschen.

Der Film von Donata Elschenbroich und Otto Schweitzer kann einzeln oder als Teil der Reihe „Weltwissen in Kindergärten, Schulen und Familien“ bei wamiki bezogen werden.

Kinderperspektiven erkunden und einbeziehen

An der Entwicklung der Qualität in KiTas sind viele Akteure beteiligt, doch die Meinungen und Ansichten von Kindern werden hierbei bisher kaum einbezogen. Kinder haben ein Recht darauf, dass ihre verschiedenen Ausdrucksformen aufmerksam wahrgenommen, ihre Perspektiven verstanden und sie systematisch bei der Entwicklung von Lebens- und KiTa-Qualität einbezogen werden. Wie dies gelingen kann, ist nachzulesen im Methodenschatz:„Achtung Kinderperspektiven! Mit Kindern KiTa-Qualität entwickeln“ der Bertelsmann Stiftung. Im Methodenschatz I „Qualitätsdimensionen“ sind Praxismaterialien zur Reflexion und Diskussion von Qualitätsdimensionen aus Kindersicht enthalten. Um die Kinderperspektiven in der KiTa selbst zu erforschen, sind im Methodenschatz II „Erhebung, Auswertung und Dokumentation“ konkrete Methoden detailliert beschrieben. Mehr Infos und Leseproben gibt es hier:

Unsere Fucking Zukunft!

Youtube-Star Rezo rechnet im zweiten Teil seiner neuen dreiteiligen Video-Reihe „Zerstörung“ mit der deutschen Klimapolitik ab. „Wir werden in diesem Video sehen, dass die aktuelle Regierung nicht nur an ihren eigenen Zielen scheitert, sondern auch verfassungswidrige Gesetze beschließt und sogar Fortschritt aktiv verhindert“, so Rezo zu Beginn des Videos. Tristan Horx ist unter 30, Zukunftsforscher und er appelliert laut und deutlich an die Generation seiner Eltern: „Wir müssen endlich an einem Strang ziehen – die Hütte brennt!“ Damit steht er an Rezos Seite, wenn der den über 50-jährigen sagt: „Ihr habt die Zukunft der jungen Leute in der Hand. Und ohne Euch können wir das nicht schaffen.“ Es geht um UNSERE FUCKING ZUKUNFT!

Fridays for Future, Black Lives Matter und Occupy Wallstreet waren nur der Anfang, das Zeitalter neuer Generationenverträge beginnt jetzt! Die Corona­krise hat diesen im Hintergrund schlummernden ­Konflikt endlich in den Vordergrund gebracht. Tristan Horx untersucht, ob unsere Generationenbilder nach wie vor zutreffen. Sind wir noch in Altersschubladen einzuordnen? Wie können wir das Netz nutzen, um zusammen eine Zukunft aufzubauen, die nicht auf Abgrenzung und Spaltung basiert? Ein Blick in die Welt von morgen.

  

Fotos: Lena Grüber, la victorie / unsplash

Gekommen um zu bleiben?

Hier gibts den Artikel als PDF: Panorama_#3_2021

wamiki-Hitliste

Die wamiki-Songs zum Thema. Hört selbst:

FachkräfteZOOM

FachkräfteZOOM vernetzt zentrale Akteure der Frühen Bildung, damit ein partnerschaftlicher Dialog zu Fragen ‚guter ‘ KiTa-Qualität möglich wird. In enger Zusammenarbeit mit KiTa-Fachkräften und Partner*innen aus Wissenschaft, Politik und Verbänden werden innerhalb von verschiedenen Forschungsstudien nachhaltige Konzepte für eine Neuausrichtung der KiTa-Landschaft entwickelt.

Mehr Infos unter:

Schlechte Rahmenbedingungen erschweren die Bildungsarbeit

Das Ländermonitoring 2020 zeigt: Zu wenig Personal, zu große Gruppen und unterschiedliche Qualifikationsniveaus in den Ländern. Viele KiTas können ihren Bildungsauftrag nur eingeschränkt umsetzen. In den Profilen der Bundesländer sind wichtige Basisdaten des Bundeslandes, Key Facts zur aktuellen Situation der Kindertagesbetreuung sowie das Länderprofil mit einer Vielzahl an Indikatoren zur frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung zu finden. Abrufbar unter:

 

Fachkräftebarometer Frühe Bildung 2021

Das neue Fachkräftebarometer erscheint im September 2021. Eine Broschüre zur ­Präsentation ausgewählter Ergebnisse kannst du hier herunterladen:

 

Überlastung anzeigen

Die Überlastungs- oder Gefährdungsanzeige ist weder gesetzlich noch tarifvertraglich fixiert, aber wichtig sind die Paragraphen 15 und 16 im Arbeitsschutzgesetz. Anliegen ist es, Arbeitnehmer*innen vor Schaden zu bewahren, die zum Beispiel durch Personalmangel, Defizite bei der Organisation oder Überstunden verursacht werden. So können sich mit der Zeit Fehler einschleichen, die den Betrieb und die Arbeitnehmer*innen selbst gefährden. Damit Arbeitnehmer*innen sich entlasten können und ihren Unterstützungspflichten beim Arbeits- und Gesundheitsschutz nachkommen, wurde die Gefährdungs-/Überlastungsanzeige eingeführt. Mehr Infos gibt es hier:

 

Bleiben oder Gehen?

Gute Gründe – schlechte Gründe, den Job zu kündigen, inkl. Selbsttest, findest du unter:

 

Erzieherinnen und Erzieher sind die mit Abstand größte Berufsgruppe in Kitas

Im Jahr 2020 arbeiteten bundesweit 441.724 Erzieher­innen und Erzieher in einer Kindertageseinrichtung. Zwischen 2006 und 2020 ist die Zahl der Erzieherinnen und Erzieher von rund 248.700 um 193.000
(+65 Prozent) gestiegen. Obgleich in diesem Zeitraum ihr Anteil am pädagogischen und leitenden
Personal leicht rückläufig war (2006: 71 Prozent; 2020: 65 Prozent), prägt der Beruf auch weiterhin fast ungebrochen das Qualifikationsgefüge in Kindertageseinrichtungen.

 

Gekommen, um (nicht) zu bleiben

Viele Kita-Fachkräfte verlassen ihr Arbeitsfeld in den ersten zehn Jahren nach dem Berufseinstieg wieder. Zahlreiche politische Initiativen, mehr Personal für die Kindertagesbetreuung zu gewinnen, greifen deshalb zu kurz.

 

Foto: Pippilotta* / Photocase

Und täglich grüßt das Murmeltier

Hier gibts den Artikel als PDF: panorama_#2_2021

Ganz bewusst

Für den Philosophen Andreas Weber haben Tiere, Bäume und Berge ein Bewusstsein.
Nachzulesen im Interview für den Fluter:

wamiki-Hitliste

Silberfische in meinem Bett? (Fettes Brot) Ich möchte ein Eisbär sein? Oder: I am the walrus? (Beatles) Oder lieber: Queere Tiere (Sookee)? Was singen die wamikis beim Fertigstellen des Heftes? Hört selbst:

 

 

Sag es als Tier

Mit dieser App kannst du Tieren deine Stimme verleihen.

Besser essen mit Insekten?

Schmaus oder Graus? In vielen Teilen der Welt gehören Insekten zum Speiseplan. Rund zwei ­Milliarden Menschen verzehren ganz selbstverständlich Ameisen, Maden und Grashüpfer. Die Krabbler werden gegrillt, gekocht oder sogar roh gegessen. Gesund sind sie auch, weil sie reich an Proteinen und zugleich fettarm sind. So könnten sie, als Alternative zum Fleisch, helfen, die Eiweißversorgung der Zukunft zu sichern.

Achtung Filter

Ein Anwalt erschien mit einem eingeschalteten Kätzchen­filter vor einem virtuellen Gericht im 394. Bezirk von Texas. Die Katze bewegte Lippen und Augen, als der Anwalt erklärte, er und sein Assistent versuchten, den Filter während des Gerichtsverfahrens zu entfernen.

 

 

Sich nicht zum Affen machen

Ein Jahr Corona und Augen zu und durch?

Wann wird es endlich klare und verbindliche Regelungen für die KiTas aller 16 Bundesländer geben? Das fragen sich u. a. Erzieher*innen, die in verschiedenen Bundesländern neue Kitafachverbände gründen und die folgende Aktion ausgedacht haben:

Uralter Dino-Abdruck im Schlamm

Bei einem Spaziergang an einem Strand in Wales ist einem kleinen Mädchen ein Fußabdruck aufgefallen. Dieser ist allerdings nicht von einem Vogel. Denn wie die BBC berichtet, ist der entdeckte Fußabdruck von einem Dinosaurier und mehr als 220 Millionen Jahre alt. Experten beschreiben den Dino, der es hinterlassen hat, als „schlankes Tier“, das auf seinen beiden Hinterfüßen gelaufen wäre und aktiv andere kleine Tiere und Insekten gejagt hätte. Der Dino-Abdruck ist 10 cm lang und stammt wahrscheinlich von einem 75 cm großen und 2,5 Meter langem Tier. Hier geht’s zum Bild:

Josef Schaf will einen Menschen

Verkehrte Welt! Josef Schaf möchte so gerne einen Menschen haben – als Haustier!

Die Schafseltern widersetzen sich. Doch Josef ist hartnäckig. Schließlich haben die anderen in der Schule auch richtige kleine ­Menschen. Als er ihn endlich bekommt, hat er viel zu tun: Er füttert seinen Purzel, macht den Käfig sauber und geht mit ihm spazieren. Doch eines Tages entwischt ihm der Kleine und saust in den Wald. Josef wusste gar nicht, dass Menschen so schnell sein können!
Die umgekehrte Sichtweise erlaubt eine neue Reflexion darüber, wie wir unsere Tiere behandeln. Ab 3.

 

Lena hat Tierfakten gesammelt – Zum Beispiel:

 

Hirsche töten durchschnittlich 130 Menschen im Jahr, Kühe 22, Ameisen 30, Nilpferde 2.900, Pferde 20 und Haie lediglich fünf.

Weibliche Kängurus haben drei Vaginas.

Der Große Tümmler kann die Hälfte seines Gehirns schlafen lassen, während die andere Hälfte hellwach bleibt.

Ein ausgewachsener Elefant kann innerhalb von fünf Minuten circa 200 Liter Wasser trinken.

Kleine Elefanten lutschen gern an ihrem Rüssel, genauso wie kleine Kinder gern an ihrem Daumen lutschen.

Was stimmt, was nicht? Hier gehts zum Faktencheck!

Unter allen Einsendungen verlosen wir 10 x das Buch: Wilde Tiere in der Kita…

 

Foto: Thijs Schouten, unsplash

Zur Sache, Sätzchen!

Hier gibts den Artikel als PDF: panorama_#1_2021

wamiki-Hitliste

Was singen, klingen, brummen, surren, tönen, leiern, schmettern … die wamikis zum Thema des Heftes? ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZZettZettZett (Käptn Peng)? BLABLABLA (Euro­teuro)? So laut so leer? (AnnenMayKantereit)? Oder lieber Klassiker wie: Hallo, Goodbye (The Beatles)? Hört selbst:

Im Museum der schönen Sätze

Ein schlechter erster Satz ist wie ein luschiger Händedruck. Keine Lust auf mehr, und tschüss! Sagt Bernhard Blöchl, der im Internet ein „Museum der schönen Sätze“ eingerichtet hat. Seit er weiß, welche Wucht vor allem ein erster Satz haben kann, ist er süchtig nach Sätzen. In seinem Museum folgt Satz auf Satz: erste Sätze, Songzeilen, gesprochene Worte, Fund­stücke. Ein Museum der Eigenart. Damit sie nicht untergehen im Strudel der Wortsuppe.

Mehr auf: www. Lieblingssaetze.de

Foto: kallejipp; photocase

 

Holger, die Waldfee…

Neue Reime auf Redensarten: Was geschieht mit aufgebundenen Bären? Wen oder was verwaltet der alte Verwalter? Wer sind eigentlich Donna und Dorian, von denen man allenthalben hört? Nach „Holger, die Waldfee“ gibt es 10 weitere Redensartgedichte: stilsicher gereimt, mit Witz erdacht und gesellschaftspolitischem Bewusstsein verfeinert. Ihr könnt euer blaues Wunder erleben. Der Poetry-Slammeister und Kongressdichter Lars Ruppel, wie wir ihn lieben: Ruppel, Lars: Die Kuh vom Eis. Neue Gedichte über Redensarten. Erschienen im Satyr Verlag.

 

Unworte und Neusprech

„,Was jemand willentlich verbergen will, sei es nur vor anderen, sei es vor sich selber, auch was er unbewusst in sich trägt: die Sprache bringt es an den Tag.‘ Den Satz schrieb Victor Klemperer, der in seinem Notizbuch eines Philologen die LTI, die Lingua Tertii Imperii oder Sprache des Nationalsozialismus erforscht und an ihr dessen Ziele offengelegt hat. George Orwell propagierte in seinem Buch 1984 gar die Möglichkeit, durch ,Neusprech ‘, durch gezielte Wortschöpfungen, das Denken selbst zu beeinflussen. Und Joseph Pulitzer forderte: ‚Es gibt kein Verbrechen, keinen Kniff, keinen Trick, keinen Schwindel, kein Laster, das nicht von Geheimhaltung lebt. Bringt diese Heimlichkeiten ans Tageslicht, beschreibt sie, macht sie vor aller Augen lächerlich. Und früher oder später wird die öffentliche Meinung sie hinwegfegen. Bekannt machen allein genügt vielleicht nicht – aber es ist das einzige Mittel, ohne das alle anderen versagen.‘“ „Die Prämisse dieser Menschen gilt heute umso mehr.“. Erklärten Kai Biermann und Martin Haase und schufen ein Lexikon der UN-Begriffe, das dem Denken auf die Sprünge hilft.

Mehr auf: www.neusprech.org

Atlas: 100 Karten über Sprache

Wo in Deutschland kann man durch das Scheißgässchen spazieren? Und in welchem Land nennen sich Verliebte übersetzt „Eierkopf“? Ein Buch von Katapult (www.katapult-shop.de/) arbeitet Fakten über Sprache grafisch auf.

 

3969 Fragen und keine Antwort

Der Sinnfragen-Kombinator ist eine Fragen-­Endlosschleife. Zum Nachdenken, Lieben, Verzweifeln und Verschenken. Inklusive Blankoseiten für eigene Fragen. „Deutlich preisgünstiger als ein Philosophiestudium, und lustiger.“, findet Harald Martenstein.
Zu beziehen bei metermorphosen.de

 

 

Nie mehr sprachlos!

Die analoge Phrasen-Dreschmaschine ist ein unerschöpflicher Wortspender für jede Lebenslage und gleichzeitig ein lebendiger Beweis für das enorme Phrasenpotential der deutschen Sprache. Sie hat drei doppelseitige Drehscheiben für konservative und progressive Aussagen, in den Zwischenräumen lassen sich eigene Worte notieren.
Bezug: metermorphosen.de

Wir sind die Doofen

 

Doofen-Hitliste

Hi Freaks! (Tocotronic) Was dödeln die wamikis beim Fertigstellen dieser Ausgabe?Ich wär so gern so blöd wie du? (TicTacToe) Oder: Es gibt Reis, Baby? (Helge Schneider) — Hört selbst …Und ihr so? Schreibt uns eure Lieblingssongs zum Thema: DummheitDie wamiki-Hitliste findet ihr hier:

 

Kleine Geschichte der Dummheit

Was ist Dummheit und warum gehört sie untrennbar zu uns? Die Geschichte des Homo sapiens, des „klugen Menschen“, ist voll von absurden Momenten, bei denen man nicht weiß, ob man lachen, weinen oder den Planeten evakuieren soll. Aber waren wir immer gleich dumm oder schreitet unsere Verdummung fort, leiden wir gar an digitaler Demenz?

Sebastian 23, Poetryslamer und Philosoph, hat eine Geschichte der Dummheit geschrieben und ihr ein Extra­kapitel über die Coronazeit hinzugefügt.

Cogito ergo dumm – Eine Geschichte der Dummheit,
Benevento 2020, 336 Seiten, 16 Euro

Kulturen der Dummheit

Dummheit ist ein zeitloses Charakteristikum des Menschseins, der vielleicht facettenreichste Begriff der Kulturgeschichte. Zahlreiche Modi der Dummheit sind in der Geschichte erwähnt: Intelligente Dummheit, anerzogene Dummheit, kollektive Verblödung …. Definitionen des Dummen, Beschreibungen der Dummheit und ihrer Ursachen und Folgen sind zahlreich. Für Henri Bergson etwa – den Literatur-Nobelpreisträger des Jahres 1927 – besteht eine Ursache der Dummheit in unangemessener Betonung des Ökonomischen. Ferner wurde von gelehrter Dummheit gesprochen, dem Beharren auf manchmal phantasievollen Ideen. In der Wissenschaft oft mit Autoritätsansprüchen verknüpft. Das häufig erwähnte Paradebeispiel: Lange Zeit glaubte man, Fossilien seien Produkte eines schöpferischen Modellierers im Innern des Erdbodens. Dann wurde Dummheit definiert als Unfähigkeit, Folgen des eigenen Handels einzuordnen. Und damit zusammenhängend – die nach André Glucksmann gravierendste Form der Dummheit. Sie manifestiert sich in der Weigerung: „einen möglichen Widerspruch in Betracht zu ziehen“.

Peter Zaun hat die Geschichte zusammengefasst:

 

 

Fast Pefrekt

Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Wir sind alle Versager – zumindest die Besten von uns. Dieses Buch handelt vom Mut zum Scheitern. Davon, sich von Irrtümern und Fehlversuchen inspirieren zu lassen, statt sie zu bedauern. Denn um etwas wirklich Neues zu erschaffen, muss man manchmal einen Misserfolg riskieren. Erik Kessels vereint in diesem Band hundert Werke von internationalen Künstlern und Fotografen, aber auch von Amateuren und Autodidakten, die alle eines gemeinsam haben: Sie sonnen sich im Glanz der Unvollkommenheit, des Regelbruchs und weihen uns ein in die Kunst, Fehler zu machen – und sich daran zu erfreuen.

Fast Pefrekt. Von der Kunst hemmungslos zu scheitern. Wie aus Fehlern Ideen entstehen.

Neunmalklug

Wie wir Diskussionen besser machen können:

Handzeichen, die alle verstehen, aber die Redner*innen nicht unterbrechen:

Todsicher

Aus einer Sicherheits-Kampagne der Metro in Melbourne wurde schnell ein Hit, der um die Welt ging. Das Video zeigt mit Hilfe singender und tanzender Comicfiguren wirklich blöde Arten zu sterben:

Idiotensicher

150 Aktionen, die Mensch nicht nachmachen sollte:

Foto: suschaa / photocase.de

Fürchtet euch nicht …

… die wamiki-Hitliste auf- und abzutanzen

Was singen die wamikis beim Fertigstellen dieser Ausgabe? „Keine Panik auf der Titanic“? Oder lieber: „Keine Angst für Niemand“ Oder gar Lieder der Ersten Allgemeinen ­Verunsicherung? Bist du sicher? Die Lieblingssongs der wamikis.

 

… im Fall von Panik diesen Beitrag zu lesen

Seit Ewigkeiten hat sich der Alltag nicht mehr so radikal verändert wie durch das Coronavirus. Kein Wunder, nun sind auch kaltblütige Leute nervös. Es ist nicht mehr unvernünftig, sich zu fürchten. Nur lähmt zu viel Angst. Und Panik ist oft schlimmer als ihr Anlass.

Wie also fürchtest du dich vernünftig? Und was tust du, wenn jemand in deiner Umgebung Panik hat? Oder wenn es dich selbst erwischt?

 

… den Nebel wegzupusten

Geh an die Schaltstelle der Macht: in deinen Kopf.

Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern wie wir sind. Die meisten Dinge, die uns den Alltag vernebeln, vermiesen oder vermasseln, existieren nur in unseren Köpfen. Da aber haben sie sich gut verankert und nehmen uns die Sicht auf das, was das Leben leicht und lebenswert macht. Puste den Nebel weg und wechsle zwanzigmal die Perspektive.

… wirklich neu zu sortieren

Alles ist durcheinander. Und jetzt? Sortieren wir uns neu?! Sortieren bedeutet auch, alles zu hinterfragen: Was kann bleiben, was muss weg? Wer es wagt, nicht nur im Vorhandenen zu ordnen, sondern wirklich neu zu sortieren, vermag neue Ordnungen zu erfinden. Es ist eine Zeit, in der es mehr Fragen gibt als Antworten. Visionen für die Zeit nach Corona, protokolliert von wamiki.

 

… Zu widersprechen

Wie absurd Verschwörungsmythen sind, das weiß der Entschwörungsgenerator. Ganz konkret: Mit ihm kannst du deine eigenen DIY-Verschwörungsmythen kreiieren. Was dabei rauskommt, glauben vielleicht nicht mal Verschwörungsideologen, aber die beschriebenen Muster und Funktionsweisen von Verschwörungserzählungen lassen sich gut nachvollziehen. Teile deinen Lieblingsverschwörungsmythos unter #glaubnichtalles und mache so auf das Thema aufmerksam!

 

… Perspektiven auszutauschen

Mit dem Projekt: FachkräfteZOOM stehen die Perspektiven von Kita-Expert*innen aus der Praxis im Fokus. 45 Fachberater*innen, Kita-Leitungen und pädagogische Fachkräfte aus 16 Bundesländern arbeiten im Fachkräfte-Forum gemeinsam mit Bildungsexpert*innen der Bertelsmann-Stiftung an Reformvorschlägen für die Kita-Landschaft.

… „Systemsprengern“ zu begegnen

Angst vorm Kind. Die Mutter hat es abgegeben. Das System ist überfordert.

Laut, wild, unberechenbar: Benni! Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder zu Hause wohnen! Den mehrfach preisgekrönten Film gibt es nun auf DVD.

 

Foto: jala / photocase.de