Geht das nicht auch mursredna?

Hier gibt es das Panorama auch als PDF: Panorama_#5_2025

 

wamiki-Hitliste

Was singen, summen, trällern, brummen,
jodeln … die wamikis a capella zum Heftthema?

Hört selbst:

Was findet ihr eigentlich ungerecht?

Wir haben 100 Fachkräfte gefragt:

• Dass Inklusion versprochen wird – aber nicht bezahlt.

• Dass Kinderchancen vom Kontostand abhängen.

• Dass Kinder mit Behinderung um Selbstverständlichkeiten kämpfen müssen.

• Dass geflüchtete Kinder „verwaltet“ werden statt anzukommen.

• Dass Armut als „Elternproblem“ gilt – nicht als Systemversagen.

• Dass wir Verantwortung tragen wie Profis – bezahlt werden wie Lückenfüller.

• Dass Ausbildung weniger zählt als „irgendwer hilft halt“.

• Dass Personalmangel als Normalzustand durchgewunken wird.

• Dass Kinder die Rechnung für die Unterbesetzung zahlen.

• Dass immer die gleichen sich kaputtmachen, weil sie einspringen.

• Dass Teilzeit heißt: weniger wert.

• Dass Leitung alles können soll – ohne Zeit, ohne Backup.

• Dass Politik über uns entscheidet – ohne uns zu hören.

• Dass Kinder Regeln lernen müssen – Erwachsene aber machen, was sie wollen.

• Dass Mehrsprachigkeit als Störung gilt, nicht als Stärke.

• Dass Essen diskutiert wird – ohne die Kinder zu fragen.

• Dass Eltern zwischen Druck und Anspruch zermahlen werden – und wir sollen’s richten.

• Dass Kinderrechte im Konzept stehen – und im Alltag scheitern.

• Dass wir Qualität dokumentieren, während sie gleichzeitig weggekürzt wird.

• Dass wir Demokratie lehren sollen – ohne Mitbestimmung im eigenen System.

• Dass Beziehung das Wichtigste ist – aber nie Zeit dafür bleibt.

• Dass „auffällig“ oft nur „überfordert“ bedeutet.

• Dass wir improvisieren müssen – und das „Professionalität“ genannt wird.

• Dass Durchhalten gefeiert wird, obwohl es krank macht.

• Dass gute Arbeit unsichtbar ist – bis etwas schiefgeht.

 

STUDIE

 

 

Wer bekommt in Deutschland das große Stück vom Kuchen – und was fühlt sich für uns eigentlich gerecht an? Die Gerechtigkeitsstudie der Bertelsmann Stiftung zeigt: Unser Gerechtigkeitsempfinden ist deutlich gespalten.

Quelle: Bertelsmann Stiftung (2022): Gerechtigkeitsempfinden in Deutschland, Online-Studie.

 

 

 

 

 

 

PLATTFORM

Warum täglich neue Runden im ­„Schon-wieder“-Karussell drehen?

Kommt lieber schon mal mit in die Zukunft:

Die Infothek für Realutopien stellt kostenfrei utopische Medien, Methoden und Konzepte bereit – und will Lust machen auf eine schönere, regenerative Zukunft Hinter der Plattform steht Reinventing Society – ein Think-and-Do-Tank für eine sozial-ökologische Transformation.

Grenzen sehen, Grenzen ziehen

Verletzendes Verhalten in Kitas ist längst kein seltenes „Ausrutscher-Thema“ mehr, sondern rückt immer stärker in den Alltag und in die Debatte. In den ver.di-Schriften zur Sozialen Arbeit schauen Elke Alsago (ver.di) und Nicolas Meyer (Hochschule Fulda) mit einer Studie genauer hin: Was passiert da eigentlich und warum?

Grundlage ist eine Online-Befragung von über 900 pädagogischen Fachkräften, die von ihren Erfahrungen mit Gewalt im Kita-Alltag berichten. Das Ergebnis: Gewalt ist kein Randphänomen, sondern hängt oft mit Strukturen zusammen, die knirschen, vom Fachkräftemangel über fehlende Schutzkonzepte bis hin zu einer Kultur, die Übergriffe (zu) leicht hinnimmt. Und die Studie bleibt nicht beim Alarm stehen, sondern zeigt: Wo müssen Praxis, Träger, Politik und Ausbildung ansetzen, damit Kinderschutz nicht nur gut klingt, sondern wirkt.

 

HÖREN

Ungerechtigkeit hat viele Gesichter im Alltag.
Was tun, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt? Mediative Tipps von Rene Träder

Zwischen Wickeln, Wut und Wegsehen

In einer Befragung berichten Kitamitarbeitende, dass sie relativ häufig Situationen beobachten, in denen sie eingreifen möchten, um Kinder vor seelischer Gewalt (Beschämen, Ausgrenzen), Vernachlässigung (Trost verweigern, zu selten wickeln), körperlicher Gewalt (Zerren, Schubsen, grobes Festhalten) oder auch sexualisierten Grenzverletzungen (gegen den Willen auf den Schoß nehmen, küssen) zu schützen. Konkrete Beispiele wurden nicht abgefragt, aber Lagemann nennt typische Alltagsszenen wie die Essenssituation, in der Kinder etwa immer noch fixiert werden oder „ruhig funktionieren“ sollen.

Für Beobachtende ist das stark belastend: Viele fühlen Mitgefühl, Ärger, Ohnmacht, Scham oder Resignation, teils sogar mit körperlichen Stressreaktionen.

Dass nur ein Fünftel verlässlich eingreift, erklärt sie vor allem mit Unsicherheit in der Einschätzung und mit Gruppendruck im Team (Angst vor Konflikten, Ausgrenzung, nicht ernst genommen zu werden) und betont: Der wichtigste Risikofaktor ist nicht „nur“ Stress, sondern die Qualität der Teamarbeit.

Besserer Kinderschutz braucht deshalb strukturelle Entlastung, aber auch in jeder Kita Raum für Reflexion, ansprechbare Leitung, Feedback- und Fehler­kultur sowie gelebte Schutzkonzepte, und Eltern sollen ermutigt werden, selbstbewusst nachzufragen, ohne pauschal zu misstrauen.

 

LESEN

 

Zwei Frauen aus unterschiedlichen
Generationen stellen ihre Bücher vor.
Thema Ungerechtigkeit. Über eine Welt,
die nicht fair spielt.

Zwei Seiten – Der Podcast über Bücher:

 

 

 

Foto: Caleb Woods, unsplash

Zurück in die Zukunft

Hier gibt es den Artikel als PDF: Panorama_#4_2025

wamiki-Hitliste

Was singen die wamikis beim Fertigstellen des Heftes? „Der Himmel ist blau?“ „Zu spät? Zu späääääät …“ – hört selbst:

Geschichten aus der Geschichte

In diesem Podcast erzählen sich die beiden ­Historiker Daniel und Richard Woche für Woche gegenseitig eine Geschichte – immer ab­­wechselnd und ohne zu wissen, was der andere vorbereitet hat.

Brillant sind sowohl die Themenvielfalt als auch die Tiefe der Gespräche, die historische Ereignisse präzise in gesellschaftliche Zusammenhänge einordnen.

Zur Podcast-Seite: https://www.geschichte.fm/

Beispiel: Folge zum Struwwelpeter:

Einer geht noch? Peter Thiel!

Wer wissen möchte, welche Person hinter vielen der in Tech Bro Topia skizzierten Zukunftsvisionen steht, sollte diesen Podcast hören. Er beleuchtet den Einfluss von Peter Thiel, einem der umstrittensten Tech- und Finanzunternehmer der Gegenwart, und zeigt, wie individuelle Macht, Ideologie und technologische Utopien zusammenwirken.

 

Tech Bro Topia

Für alle, die verstehen wollen, wie vergangene Ideologien die Gegenwart formen und welche Zukunftsvorstellungen Tech-Eliten weltweit beeinflussen.

Der sechsteilige Podcast zeigt, wie die Visionen mächtiger Tech-Bosse – von libertären Fantasien bis zu autoritären Tendenzen – weit über das Silicon Valley hinauswirken. Ein eindringlicher Blick darauf, wie Zukunft gemacht wird – und von wem.

Folge 1:

 

PODCAST

Alles schon mal dagewesen?

Wer die Gegenwart verstehen will, muss die Vergangenheit kennen. Vieles, was uns heute neu erscheint, gab es schon einmal – nur in anderer Form.

Der Podcast „Crashkurs – Wirtschaft trifft Geschichte“ beleuchtet aktuelle wirtschaft­liche und gesellschaftliche Themen im historischen Kontext. So wird sichtbar, wie Strukturen und Krisen früherer Zeiten unsere Gegenwart prägen und unsere Zukunft beeinflussen.

 

 

 

Der Führer kommt und alle Arme gehen hoch: Hier in Asch im Oktober 1938

Es war die Mitte

Berlins ehemaliger Kultursenator Klaus Lederer über das Buch „Wie konnte das geschehen?“ von Götz Aly:

Wie konnte das geschehen? – Götz Aly

Götz Aly gehört zu den bekanntesten Autoren zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust. In diesem Buch stellt er die zentrale Frage: Wie konnte das geschehen?

1932 wurde die NSDAP in einer Phase schwerer Krise zur stärksten Partei. Rasch übernahm sie die Macht, getragen von wachsender Zustimmung. Während Hitler den Krieg brauchte, fürchtete sich die Bevölkerung davor – und dennoch terrorisierten später 18 Millionen deutsche Soldaten Europa.

Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden? Wie funktionierte die „Feinmechanik“ des Nationalsozialismus?

Aly schildert in einer fesselnden Gesamterzählung die Herrschaftsmethoden, die Millionen Deutsche zu gefügigen Vollstreckern oder abgestumpften Mitläufern machten – Mechanismen, die erschreckend aktuell wirken.

Götz Aly: Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945, S. Fischer Verlage – 34,00 Euro

 

 

Misstrauensgemeinschaften – Aladin El-Mafaalani

Eine neue Perspektive auf das Erstarken von Populismus und Verschwörungsideologien.

In einer immer komplexeren Gesellschaft ist Vertrauen unabdingbar. Fehlt es, droht Handlungsunfähigkeit. Eine scheinbare Lösung: Man vertraut denen, die ebenfalls misstrauen – nicht wegen Kompetenz oder Wissen, sondern allein aufgrund des geteilten Misstrauens.

So entstehen Misstrauensgemeinschaften – ein ernstes Risiko für die gesellschaftliche Stabilität.

Für alle, die verstehen wollen, warum Vertrauen immer wichtiger, Misstrauen aber immer wahrscheinlicher wird – und welche Folgen umfassende Vertrauenskrisen haben.

 

 

Aladin El-Mafaalani: Misstrauensgemeinschaften. Kiepenheuer & Witsch, 16,00 Euro

 

Der Desinformator – Pia Frey & Peter Wittkamp

125.000 Verschwörungstheorien zum ­Selbermachen – humorvoll, pointiert und als ­spielerisches Werkzeug zur Auseinandersetzung mit Desinformation.

Als Flipbook im Buchhandel erhältlich: Der Desinformator, 3 × 50 Karten, Spiralbindung, aufstellbar, Dumont 2024 – 20,00 Euro

Von Puppen, Plänen und Parabeln

Hier gibt es das Panorama als PDF: Panorama_#2_2025

wamiki-Hitliste

Zum Thema Gewalt. Mit Bettina Wegner, Dota Kehr und vielen anderen. Hört selbst
.

Früh gelernt

Zwei Puppen, eine weiß, eine schwarz. Kinder sollen sagen: Welche ist nett? Schön? Schlau? Fast alle zeigen auf die weiße – egal, welche Hautfarbe sie selbst haben. Der Doll-Test zeigt: Rassismus wirkt früh und tief – nicht nur in der Mehrheit, sondern auch in den Köpfen der Ausgegrenzten. Er wird gelernt, geglaubt, verinnerlicht – und festigt so ungleiche Machtverhältnisse. Das Video kann ein Anstoß sein, solche Bilder gemeinsam in der Gruppe zu hinterfragen oder den Test sogar selbst auszuprobieren:

Frühbetreuung in der DDR: Belastung oder Schutzfaktor?

Neue Studien widerlegen das „Krippentrauma“ und belegen, dass ostdeutsche Kinder auch nach der Wende weniger Gewalt erlebt haben. Eine aktuelle Analyse der Nationalen Kohorte mit über 140.000 Befragten zeigt: Kinder, die in der DDR früh in Krippe oder Kindergarten betreut wurden, tragen im Erwachsenenalter nicht häufiger psychische Belastungen davon – mit wenigen Ausnahmen. Besonders auffällig: Menschen mit DDR-Sozialisation berichten seltener von traumatischen Kindheitserfahrungen als westdeutsche Vergleichsgruppen. Die Ergebnisse widersprechen verbreiteten Vorannahmen über systematische psychische Schäden durch frühe Fremdbetreuung im Osten. Erklärt werden sie unter anderem durch gewaltärmere Erziehungsmuster, stabilere Betreuungsangebote und die größere ökonomische Unabhängigkeit von Müttern in der DDR.

Der Studienautor Dr. Christoph Kasinger, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt: „DDR-Vergangenheit und psychische Gesundheit: Risiko- und Schutzfaktoren“ an der Universitätsmedizin Mainz, betont: Die Forschung unterschlägt nicht die Schattenseiten der DDR. Aber sie macht sichtbar, dass staatliche Strukturen auch Schutz bieten konnten – etwa vor Misshandlung, Vernachlässigung und Abhängigkeit innerhalb der Familie.

Gleichwohl wird diese Perspektive im westlich geprägten Diskurs häufig ignoriert oder angezweifelt. Dabei eröffnet sie einen wichtigen Raum für differenzierte Betrachtung: Wie beeinflussen politische und soziale Systeme das psychische Wohl von Kindern – und was können wir daraus für heutige Bildungs- und Betreuungskonzepte lernen?

Ein ausführliches Interview mit Kasinger ist nachzulesen in der „Berliner Zeitung“: www.berliner-zeitung.de

Literaturverfilmung 1:
Der Meister und Margarita

Der Film „Der Meister und Margarita“, der am
1. Mai 2025 in den deutschen Kinos startete, basiert auf Michail Bulgakows berühmtem Roman und ­thematisiert Zensur und Machtmissbrauch im stalinistischen Moskau. Regisseur Michael Lockshin überträgt die komplexe Vorlage in ein visuell eindrucksvolles, politisch brisantes Werk, das auch aktuelle autoritäre Tendenzen in der Welt kritisch beleuchtet. Kritiker loben die mutige Umsetzung, etwa als Parabel über intellektuelle Feigheit, und betonen die überraschende staatliche Finanzierung trotz regimekritischer Aussagen. In Russland wurde der Film zum Kassenschlager, obwohl Regisseur Lockshin wegen seiner Haltung massiv unter Druck geriet. Eine mutige und zeitlose Mischung aus Fantasy, Drama und politischer Satire, die die Macht der Fantasie und die Realität der Unterdrückung thematisiert.

Wie erkläre ich Kindern Rassismus?

 

 

Rassismus ist strukturell und prägt alle Kinder von klein auf. Dieses Buch bietet Eltern, Pädagog*innen und Interessierten eine Basis, um Kinder antirassistisch zu begleiten. Es führt durch die verschiedenen Altersstufen vom Kleinkindalter bis zur Pubertät und hält grundlegende Informationen und viele praktische Tipps sowie ein Glossar der wichtigsten Begriffe bereit.

 

Literaturverfilmung 2:
Achtsam morden

Der Rechtsanwalt Björn besucht einen Achtsamkeitskurs, um eine bessere Work-Life-Balance zu finden. Er versucht, mehr Zeit für seine Tochter zu finden, wobei er gleichzeitig ungewöhnliche Bewältigungsstrategien wie Mord für sich entdeckt. „Achtsam Morden“, basierend auf dem Bestseller von Karsten Dusse, bietet eine originelle Mischung aus Krimi und Komödie, die durch starke schauspielerische Leistungen und eine satirische Handlung überzeugt. Mit Tom Schilling in der Hauptrolle. Netflix-Serie

Haltet Zusammen

 

 

wamiki-Hitliste

Was singen und tanzen die wamikis beim Herstellen dieser Ausgabe?

Hurra, die Welt geht unter? Zack, zack, zack! Parantatam? Hört selbst.

 

 

 

Freiheit deluxe

Wer über Freiheit reden will, muss Freiräume schaffen. Jagoda Marinić trifft alle zwei Wochen Menschen, die mit ihren Worten und ihrem Wirken Debatten auslösen und sortieren.

Kaum jemand protestiert gegen Trump

US-Präsident Trump scheint derzeit machen zu können, was er will. Wieso bekommt er in den USA dafür so wenig Gegenwind aus der Bevölkerung und der Demokratischen Partei?

 

 

 

 

 

 

 

 

Konstruktiv streiten

Bei politischen Streitthemen stehen sich die Lager schnell unversöhnlich gegenüber.
Dabei ist die Debatte eines der Kernelemente unserer Demokratie. Wie gelingt es uns, miteinander im Gespräch zu bleiben?

Sechs Tipps für konstruktiven Streit:

1. Streit ist wichtig – ein dickes Fell auch

2. Debatten nicht verweigern

3. Keine Position moralisch tabuisieren

4. Argumente ernst nehmen

5. Beleidigungen vermeiden

6. Zeit zum Nachdenken nehmen

zum weiterlesen hier lang:

 

Zeitenwende oder griechische Tragödie

Laut Harald Welzer erleben wir eine Zeitenwende, in der die politische Welt in drei Einflusszonen aufgeteilt wird: eine amerikanische, eine russische und eine chinesische. Europa scheint in dieser neuen Ordnung keinen Platz zu haben. Diplomatie und Kompromissbildung gehören der Vergangenheit an, stattdessen setzt der Stärkere das Recht durch. Die Zukunft Europas in der Weltpolitik ist ungewiss. Ohne eine radikale Neuausrichtung und Solidarität könnte Europa seine Bedeutung verlieren.

Foto: Lena Grüber

Zu radikal, um Lehrerin zu sein?

Lisa Poettinger ist Klimaaktivistin, strafbare Aktionen inklusive. Gegen sie laufen zwei ­Strafverfahren. Und sie will Lehrerin werden.
Das bayerische Kultusministerium sagt, sie ist zu radikal dafür. Ist das legitim?

 

 

Die tägliche Dosis Optimismus

Von Montag bis Freitag gibt es Good News und die wichtigsten lösungsorientierten Nachrichten.

 

 

Dein Klick, deine Macht

Klar, Amazon, Google & Co. machen das Leben bequem – aber zu welchem Preis? Sie sammeln unsere Daten, verdienen ­Milliarden damit und diktieren, wie wir online leben. Ein paar wenige Anbieter bestimmen die Regeln. In Zeiten wütender Trumps können wir selbst kleine Beiträge zur digitalen Unabhängigkeit leisten.
Es liegt in deiner Hand. Entdecke europäische Alternativen: www.goeuropean.org – ist ein Community-­gesteuertes Verzeichnis für faire, unabhängige Plattformen.

Unabhängig von Trump und Big Tech

Diese Serie zeigt, wie viele kleine, aber ­wirkungsvolle Möglichkeiten es gibt, sich digital von den großen Tech-Oligarchen
abzukoppeln und gleichzeitig eine gerechtere, unabhängige Digitalwelt zu fördern.

Viel Spaß beim Umsetzen!

 

 

 

 

 

 

Demokratiiie

Den Artikel gibt es hier als PDF: Panorama_#3_2024

 

wamiki-Hitliste

Was singt ihr so zum Heftthema?
Wutboy? Hurra, die Welt geht unter?
Dein ist mein ganzes Herz? Oder?

Die wamiki-Hitliste gibt es hier:

Demokratie im Kita-Alltag

Verschiedene Forschungsprojekte haben gezeigt: Kinder können Demokratie! Sie möchten mitreden, mitbestimmen und sich engagieren, wenn es darum geht, Verantwortung fürein­ander zu übernehmen. Wie Beteiligung von Kindern konkret aus­sehen kann, zeigen Beispiele aus der Praxis. Damit aber demokratische Prozesse in der Kita gelingen, müssen sie gelebt werden: Vom Träger, den pädagogischen Fachkräften, den Familien und Kindern … Wer sich über Kompetenz­netzwerke, aktuelle Projekte und ­Materialien informieren möchte, findet diese u. a. auf dem Frühe-Chancen-Portal des BMFSFJ:

Laura Lundy: Partizipation radikal

Partizipation aus menschenrechtlicher Perspektive ist mit einem radikalen Anspruch verknüpft, der in Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention formuliert ist: Jedes einzelne Kind hat das Recht, seine Meinung in allen es berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und es hat den berechtigten Anspruch darauf, dass seiner Meinung gebührendes Gewicht gegeben wird, angemessen und entsprechend des Alters und der Reife des Kindes.

 

Die Kinderrechtsprofessorin Laura Lundy hat ein Modell entwickelt, wie dieser umfassende Rechtsanspruch zu verwirklichen sei. Sie sagt, „die Stimmen der Kinder hören ist nicht genug!“ Sie brauchen: Gelegenheiten, um ihre Meinungen zu äußern; Unterstützung dabei, ihre Meinungen zum Ausdruck zu bringen; Gehör von den relevanten Entscheidungsträger*innen und Transparenz über ihren Einfluss auf Entscheidungen.

Was schränkt Beteiligung ein?
Was kennzeichnet Beispiele ermutigender Beteiligungspraxis?
Mit vorläufigen Antworten regen „Kinderwelten“ Kitaleitungen, Fachberater* innen und Trägervertreter*innen an, die Beteiligung von Kindern in den Einrichtungen diskriminierungskritisch auszurichten.

Foto: Miss X, photocase

Die Kita als weltoffenes Dorf

Die Kita als eine Art weltoffenes Dorf zu sehen, das war zunächst ein spielerischer Einfall. Dann ein Gedankenspiel mit weitreichenden Folgen. Seit mehr als sieben Jahren ermöglicht es Kitateams, sich in einer zusammenhängenden Bilderlandschaft zu bewegen und dadurch die Verbindungen zwischen allen Kitathemen erkennbar und praktisch nutzbar zu machen. Mittlerweile wurde Kita als weltoffenes Dorf zu einem facettenreichen Entwicklungskonzept, das sich ständig erweitert. Es lädt dazu ein, das pädagogische Labyrinth zu verlassen. Es verlockt mit seinem Reichtum an Metaphern, mit zahlreichen Methoden und kreativen Praxisanregungen für alle am Kitaleben Beteiligten. Das systemische und spielerische ­Herangehen tut den Beteiligten gut, wirkt ordnend. Es passt zu unterschiedlichsten pädagogischen An­sätzen und ermutigt Teams, ihren eigenen Entwicklungsbedürfnissen zu folgen. Das Buch macht es leicht, Kita als Ganzes zu sehen, ihre Komplexität entspannt wahrzunehmen und Kitaqualität nachhaltig weiterzuentwickeln – mit ebenso viel Ernsthaftigkeit wie Humor.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn du Nein sagst, stirbt ein Kaninchen!

 

 

 

 

„Von zu viel Fernsehen kriegst du eckige Augen“, „Iss auf. Sonst scheint morgen nicht die Sonne.“ – Mit so einem Quatsch drohen Erwachsene Kindern. Immer noch. Höchste Zeit, den Erwachsenen mal ordentlich zurückzudrohen! Und zwar unverschämt und effektiv. Dieses Buch zeigt dir, wie.

 

Die 5 Freiheiten nach Virginia Satir*

1

Die Freiheit zu sehen und zu hören was im Moment wirklich da ist, anstatt was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird.

2

Die Freiheit das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke, und nicht das, was von mir erwartet wird.

3

Die Freiheit zu meinen Gefühlen zu stehen, und nicht etwas anderes vorzutäuschen.

4

Die Freiheit um das zu bitten, was ich brauche, anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten.

5

Die Freiheit in eigener Verantwortung Risiken einzugehen, anstatt immer nur auf Nummer sicher zu gehen und nichts Neues zu wagen.

GEGENGIFT

Den Artikel gibt es hier als PDF: Panorama_#2_2024

wamiki-Hitliste: Alles wird gut

Was singen, tanzen die wamikis beim Herstellen diese Ausgabe?
Tango im Treibsand? I’ll kill her?
Alles wird gut! Hört selbst:

Toxisch weiblich

„Dauernd nehme ich ­Ambivalenzen wahr zwischen dem, was ich will, und ­dem, was ich tue …

Was lauert da in uns weiblich sozialisierten Menschen, dass wir uns immer wieder gegen uns selbst und andere richten?“
Sophia Fritz analysiert ­Weiblichkeit in all ihren ­Facetten und liefert spannende Impulse für ein neues Miteinander.

 

 

 

 

 

 

Wie gelingt Veränderung? Teil 1
Mut zu Fehlern

Dirk von Gehlen plädiert für eine bessere Fehlerkultur: Demnach ist ein Fehler besser,

… wenn du ihn nicht persönlich nimmst,

… du ihn erklären kannst – und das auch tust,

… du draus lernen kannst,

… der Fehler nicht absolut ist,

… du verzeihen kannst,

… du auch schlechtere Fehler akzeptierst.

Wie gelingt Veränderung? Teil 2
10 Sätze, um deine Veränderungs-Fitness zu steigern:

1 Veränderung ist wie Sport. Du wirst besser, wenn du ihn machst. Muskeln schrumpfen, wenn du sie nicht benutzt. Aber sie wachsen, wenn sie ­herausgefordert werden. Trainiere regelmäßig und du stellst fest:

2 Veränderung ist keine Ausnahme, auch wenn es sich so anfühlen mag. Das Leben ist Veränderung. Je mehr du diese gestalten kannst, umso besser!

3 Kultur geht nicht unter, sie geht weiter.

4 Eine wichtige Voraussetzung für Veränderung: deine Fähigkeit zur Selbstreflexion! Frag dich stets: Was wäre, wenn das Gegenteil richtig wäre?

5 Wir suchen ständig nach neuen Lösungen. Auf dieser Grundhaltung basiert ­wissenschaftlicher Fortschritt –
und sie hilft dir, Veränderungen zu gestalten.

6 Die beste Übung: Gegensätze aushalten und die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten.

7 Denn: „Bildung ist die Fähigkeit, Dinge aus der Perspektive eines anderen zu betrachten.“ (H. G. Gadamer)
Bilde dich in diesem Sinn weiter!

8 Das größte Privileg einer freien Gesellschaft ist die Möglichkeit, die eigene Meinung zu ändern. Mach davon Gebrauch!
Korrigiere deine Fehler, lerne aus ihnen und versuche, auf neue Gegebenheiten zu reagieren.

9 Wer nicht in der Lage ist, seine Meinung zu ändern, unterschätzt auf dramatische Weise die Komplexität der Welt. (J. Bezos)

10 Vielleicht ist auch das Gegenteil richtig. Finde es heraus!

Foto: table / Photocase

Streiten

Gestritten wird ständig. Im Team, in der Familie, beim Essen, in Talkshows, in Regierungen, bei TikTok. Über Gefühle, Geld, Staatsgrenzen. Und wenn’s dumm läuft, stehen am Ende alle als Verlierer da. Kein Wunder, dass die meisten keinen Bock auf Streit haben. Aber ohne geht’s halt auch nicht, allein schon der Demokratie wegen. Wie also streiten, ohne dass es so verdammt wehtut, sondern vielleicht sogar konstruktiv wird?

Könnt ihr hier erkunden:

 

22 populäre Mythen

Hein de Haas ist einer der führenden Migrationsforscher weltweit. Er weiß, wovon er schreibt, und er tut in seinem Buch nichts anderes, als die vielen Behauptungen, die es über Migration gibt (Welt steht vor Flüchtlingskrise, Ausländer nehmen uns Arbeit weg, Zuwanderung bringt Verbrechen) mit Tatsachen zu konfrontieren, Forschungsergebnissen, Statistiken, Untersuchungen. Was dabei herauskommt (Welt steht nicht vor Flüchtlingskrise, Ausländer nehmen uns nicht die Arbeit weg, Zuwanderung bringt nicht mehr Verbrechen), ist oft nicht das, was Lesende vorher gewusst zu haben meinen. Es ist aber wissenschaftlich gut begründet. Und nicht selten erstaunlich.

 

 

Wie erkläre ich Kindern Rassismus?

Rassismus ist strukturell und prägt Kinder von klein auf. Josephine Apraku bietet mit ihrem gleichnamigen Buch eine Basis, Kinder antirassistisch zu begleiten: vom Kleinkindalter bis zur Pubertät. Grundlegende Infos, praktische Tipps und ein Glossar der wichtigsten Begriffe runden das Buch ab.

 

Übergänge

Hier gibt es den Artikel als PDF: Panorama_#1_2024

Von Kindern für Kinder

Berater – so nennen fünf- bis sechsjährige Kinder aus Reggio Emilia, die im Sommer in die erste Klasse eingeschult werden, ein Buch, in dem sie ihren Kindergarten mit den Menschen und vielen Details beschreiben. Es ist ein Buch für die Dreijährigen, die im September den Kindergarten besuchen werden, und für ihre Familien. An einem Nachmittag im Juni empfangen die älteren Kinder die neuen und zeigen ihnen ihr Haus. Jedes neue Kind bekommt einen Beutel mit dem Namen des Kindergartens und dem Büchlein…. Diese Tasche können sie benutzen, um Dinge zwischen Kindergarten und Zuhause zu transportieren. So wachsen die beiden Plätze zusammen.

www.reggiochildren.it/en/

 

Analog trifft Digital 1: Schwarzer Kasten

Praxisidee: Baut euch wie wir in der ­Ausstellung „Spielplatz Sprache“ einen Kasten, malt das Innere schwarz an. Schließt eine Webcam an einen Computer an und diesen an einen Beamer. Sammelt kleine Spielzeuge, Ausschnitte aus Zeitschriften, Natur- und Recyclingmaterialien und platziert sie in eurem schwarzen Kasten. Auf der Wand entsteht durch den Ausschnitt eine neue Welt. Untersucht wie echt Medienbilder sind und wie ihr sie selbst manipulieren könnt. Alternativ: Benutzt eine Mikroskop- oder Endoskopkamera.

wamiki.de/shop/wamiki/extras/spielplatz-sprache/

Analog trifft Digital 2: Ein Schulhof für alle!

Der Schulhof soll verändert werden. Eine Gruppe von Kindern aus verschiedenen Klassen entwickelt mit der Architektin und Pädagogin Ideen.
Wie fragen wir die anderen Kinder nach ihrer Meinung? Es sind mehrere hundert. Wie erreichen wir sie? Wie machen wir unsere Ideen sichtbar?
Die Gruppe bündelt die entstandenen Ideen als Stationen auf einem Papier-Plan. Die Kinder hängen den Plan zur Diskussion im Foyer auf. Der Plan wird fotografiert und mit Beispielbildern und Texten auf den Schulblog geladen. Jede Station auf dem Plan bekommt im Blog eine eigene Unterseite und damit einen eigenen QR-Code. Dann malt die Gruppe den Plan 1:1 mit dem Kreidewagen auf den Schulhof und bringt die QR-Codes an den fiktiven Stationen an. Nun ist der Plan begehbar und alle können teilhaben, sich informieren, diskutieren: im Foyer, auf dem Blog, im Plan selbst und per QR-Code.

 

Übergangstiere

Kinder einer Kita, die demnächst in die Schule kommen, sammeln ihre Kräfte: Sie malen ihre Krafttiere. Tiere, die ihnen auf dem Weg in die Schule Kraft geben sollen.

Eltern unterstützen sie dabei, sie bauen die Rahmen und Leinwände auf, auf die die Kinder ihre Krafttiere malen werden. Seit Wochen bereiten sich die Kinder darauf vor, sie begegneten Krafttieren in Märchen, in Musik, in Filmen, in der Natur, in Spielen. Nun wissen sie, welches Tier sie malen wollen. Die Fachkräfte regen die Fantasie an. Die Kinder beobachten ihren Atem, wie er kommt und geht, atmen tief ein und aus, stellen sich eine Wiese an einem schönen Tag vor, erkennen eine Bewegung am Waldrand: Da ist es – ihr Krafttier… Sie beginnen, mit ihm zu sprechen. Es ist ihr persönliches Krafttier, sie müssen keine Angst haben. Was kann das Tier alles machen? Schnell rennen zum Beispiel. Ganz Ohr sein – zuhören. Es entstehen wunderbare Krafttiere, die den Kindern ungeahnte Kräfte verleihen…

wamiki.de/shop/dvd/portfolio-weltwissen-18/

 

Alle Gefühle sind gute Gefühle!

Wenn Kinder schon von klein auf lernen, ihre Gefühle zu erkennen und zu benennen entsteht ein mündiger, selbstbestimmter Umgang mit all den Emotionen, die gerade Kinder so ungefiltert und unvermittelt erleben. Schon nach wenigen Tagen können auch die kleinsten Menschen sie auseinanderhalten. Jeden Abend anzukreuzen, welche dieser Emotions-Monster im Tagesverlauf angeklopft haben wird schnell zur wertvollen Routine und hilft bei der Verarbeitung der Eindrücke.

 

Dieses Ritual schafft auch den Raum, um über Bedrückendes zu sprechen. Zusätzlich gibt es Platz für das Pflegen eines Tagebuchs. Ein Mitmachbuch zum Verstehen von Gefühlen, zum Erlernen von Selbstreflexion und Achtsamkeit.

Ab sechs Jahren.

Das Gefühlstagebuch: „Ein gutes Gefühl“ ist erschienen bei: Ein guter Verlag.

einguterplan.de/eingutesgefuehl/

 

Übergänge im Alltag stressfrei gestalten

Hektik und Stress in der Krippe entstehen oft durch kleine Übergänge: die Mikro­transitionen. Dorothee Gutknecht und Maren Kramer zeigen in ihrem Praxisbuch „Mikro­transitionen in der Kinderkrippe“ deshalb ­Strategien und Methoden, wie Erzieher und Erzieherinnen alltäg­liche Übergänge so achtsam gestalten können, dass Stress reduziert wird. Dadurch bleiben pädagogische Fachkräfte und Kleinkinder entspannt.

www.herder.de/

 

Das Kinderbuch von der Gewalt

Sachbuch

Der Klassiker. Mit diesem Buch will die schwedische Autorin anregen, sich Gedanken zu machen. Gedanken über die vielen Facetten von Gewalt: Vom Sandkasten bis zum Rollstuhl, von den Wikingern bis heute gab und gibt es sie. Gewalt hat viele Gesichter. Manchmal mag sie notwendig sein, aber wie vermeidet man sie? Gewalt im Fernsehen? Nur interessant, solange man selber keine blutige Nase bekommt? Neben Folter und Bomben brandmarkt Stalfelt in ihrem Klassiker aber auch Umweltzerstörung und Verbalattacken als Formen von Gewalt. Ab 5.

wamiki-Tipp:

Pernilla Stalfelt, Ich mach dich platt

Moritz Verlag, 32 Seiten, 12,00 Euro

Alle Medientipps gibts als PDF hier: Medien_#5_2023

Krieg und Frieden

Sachbuch

„Kommt der Krieg auch zu uns?“. Die Psychologin Elisabeth Rauffauf antwortet in ihrem Buch „Wann ist endlich Frieden?“ auf Kinderfragen: Warum erschießen Menschen andere Menschen? Haben Soldaten auch Angst? Wie fühlen sich geflüchtete Kinder in einem fremden Land? Sie erklärt einfühlsam und ehrlich, ohne den Krieg zu verharmlosen.

Stimmen von Kindern, die von ihren Erlebnissen in Syrien, Afghanistan oder der Ukraine erzählen – und von ihren Hoffnungen, ergänzen das Buch. Ein Buch, das man heute leider gut gebrauchen kann. Ab 7.

Hier gibt es alle Medientipps als PDF: Medien_#5_2023

 

 

 

 

Radieschen von unten

Sachbuch

Vorsicht, Lesensgefahr! Ist Sterben schlimm? Kann es auch schön sein? Warum muss man überhaupt sterben? Was passiert dann? Wäre es nicht viel toller, unsterblich zu sein? Und wie ist es eigentlich, wenn man täglich beruflich mit dem Tod zu tun hat? Dieses Buch öffnet behutsam die Tür zu einem geheimen Zimmer. Die Welt dahinter ist mal traurig, sogar auch manchmal lustig, und immer besonders und aufregend. Ab 8.

Hier gibt es alle Medientipps als PDF: Medien_#5_2023

Kind in der Kiste

Bilderbuch

Wenn man seine Eltern immer für sich hatte, ist es die reinste Zumutung, sie mit einem neuen Geschwisterkind teilen zu müssen. So geht’s dem Mädchen in „Kind zu verschenken“. Das Baby sehe aus wie ein Äffchen, findet das Mädchen, schreie und kacke nur herum. Was für eine Gemeinheit, dass die Eltern es den ganzen Tag betutteln! Das Kind beschließt, sich neue Eltern zu suchen, und setzt sich in eine Kiste, auf die es „Kind zu verschenken“ schreibt.

Was nun folgt, kann man seitenlang beobachten: wie es sich da auf der Straße feilbietet; wer nach und nach mit in die Kiste zieht – und sich wieder verabschiedet.

Das emotionale Wechselspiel des Kindes aus Wut, ­Traurigkeit und Zuversicht fängt Hiroshi Ito mit wenigen Strichen ausdrucksstark ein. Berührend und witzig zugleich! Ab 5.

Hier gibt es alle Medientipps als PDF: Medien_#5_2023