Welchen Begriff aus der Pädagogik haben wir im übertragenen Sinn collagiert? Die Buchstaben in den hellen Kästchen ergeben den Lösungsbegriff. Unter Ausschluss des Rechtsweges verlosen wir 10 x „Die hundert Sprachen der Kinder” – Vom Wunder des Lernens, von Reggio Children.
PS: In Heft 4/2025 suchten wir den Begriff: Mittagskind.
Die Redaktion gratuliert allen Gewinnerinnen und Gewinnern.
Bild: Marie Parakenings
Schickt eure Lösung per Post an:
wamiki. Was mit Kindern GmbH
Heinrich-Mann-Str. 31 / Haus 2
13156 Berlin
oder per E-Mail an: info@wamiki.de
Stichwort: Bilderrätsel.
Einsendeschluss ist der 31. Januar 2026.
Pädagogik aufräumen:
Pädagogik lebt von Ritualen, heißt es. Erzieher, Lehrer und *innen machen alles Mögliche, weil es nun mal derzeit üblich oder sogar vorgeschrieben ist. Egal, ob es Sinn hat oder nicht. Sinnvoll ist es aber auf jeden Fall, ab und zu auszumisten. Deswegen stellt diese Rubrik pädagogische Gewohnheiten aufs Tapet und fragt ganz ergebnisoffen: Ist das pädagogische Kunst oder kann das weg? Weiter lesen
Bilderbuch
Sid Sharp erzählt von zwei Schwestern, die in bitterer Armut leben – und doch kaum unterschiedlicher sein könnten. Beatrice ist freundlich, neugierig und erfinderisch. Magnolia dagegen mürrisch, eigennützig und grausam, nicht zuletzt zu den Spinnen, denen sie genüsslich die Beine ausreißt.
Gerade diese Spinnen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Sie fangen Fliegen im zugigen Haus der Schwestern, spinnen Zauberseide und werden schließlich zu Arbeiterinnen, die sich gegen Ausbeutung wehren. Denn Beatrice erhält von der geheimnisvollen Moor Myrte – einem fabelhaften Spinnenwesen – magische Seide, aus der sie für Magnolia einen wunderbar warmen Pullover strickt. Als dieser zum Verkaufsschlager wird, will Magnolia mehr. Die Spinnen aber streiken.
Magnolia macht sich selbst auf die Suche nach neuer Zauberseide und trifft dabei auf Moor Myrte, die keinerlei Ausbeutung duldet. Alles im Wald hat seinen Platz, nichts ist entbehrlich. Als Magnolia schließlich auch noch den liebevoll gestrickten Pullover mit Füßen tritt, ist das Maß voll: Moor Myrte verwandelt sie in eine Fliege – und frisst sie.
Beatrice hingegen erschafft sich aus Spinnweben und Rattenschwänzen eine neue Schwester und lebt mit ihr weiter. Märchenhaft? Ja. Harmlos? Keineswegs. Mit grellen, grotesken Bildern und scharfem Humor hält Sid Sharp unserer Gesellschaft den Spiegel vor. Das Buch erzählt von Macht und Gier, von Ausbeutung und Widerstand – und davon, wie wichtig Umsicht, Solidarität und Mut sind.
wamiki-Tipp:
Sid Sharp: Moor Myrte und das Zaubergarn, Aus dem Englischen von Alexandra Rak, NordSüd 2025, 52 Seiten, durchgehend farbig illustriert, ISBN: 978-3-314-10725-2, € (D: 22 / € (A): 22,70 / CHF: 28,90
Bilderbuch
Am Anfang sind da nur ein paar helle Striche auf Weiß. Nichts Eindeutiges – nur ein Verdacht. Dann entsteht langsam ein Kopf, Augen blitzen auf: Raubtier. Löwe? Fast. Doch das Bild kippt, wird milchig, wird dunkel. Schwarz schiebt sich darüber, Seite um Seite, bis fast alles verschwunden ist. Fast.
Denn ein Auge bleibt. Und plötzlich ist klar: Kein Löwe. Ein Puma. „Schlich ein Puma in den Tag / regte sich / bewegte sich.“
Das Staunen bleibt nicht nur im Bild: Das Gedicht wächst mit jeder Wiederholung, tastet sich vor, hält Spannung, setzt kleine Brüche. Und dann – als hätten wir selbst ein Kratzwerkzeug in der Hand – kommt das Tier zurück. Die Konturen tauchen wieder auf, Schritt für Schritt freigelegt. Später folgen weitere Wesen: Laubfrosch, Kugelfisch, Leguan, Schleiereule. Immer wieder dieses Leise: Werden, Verschwinden, Wiederauftauchen.
Wenn man das Buch zuklappt, fühlt es sich an, als würde etwas weitergehen. Als könnte gleich das nächste Tier im Papier rascheln – und als wären wir es, die es hervorlocken. Ab 5.
wamiki-Tipp:
Verena Pavoni (Ill.) / Lena Raubaum: Schlich ein Puma in den Tag, Kunstanstifter, 2025, 144 Seiten, durchgehend farbig illustriert, ISBN 978-3-948743-41-3, € 28 (D) / € 28,80 (A) / CHF 34,70
Bilderbuch
„Ich habe einen schlechten Charakter.“ Mit diesem Gedanken beginnt Yukis Weg. Sie fühlt sich übersehen, ungeliebt, falsch. Als ihr Bruder sie widerwillig von der Schule abholt, wirft sie den Haustürschlüssel in einen Gully – und steigt hinab in eine unterirdische Welt ihrer Gefühle.
In Beatrice Alemagnas Bilderbuch wird diese Reise zum Abstieg durch Angst, Wut und Einsamkeit. Orte wie Schlammland, Ärgerwald oder das Museum der Zornobjekte geben Yukis Emotionen Gestalt. Herrscherin dieser Welt ist „Ihre Hoheit Matsch“ – furchteinflößend und zugleich fürsorglich. Sie wächst, wenn jemand gemein war, spiegelt, statt zu verurteilen.
Yuki begegnet Wesen, die Schuldgefühle machen, aber auch trösten. Sie lernt, dass ihre Gefühle Raum haben dürfen. Schritt für Schritt verwandeln sich Angst in Mut, Scham in Selbstvertrauen. Diese inneren Bewegungen spiegelt die Bildsprache: Zeichnung, Kreide und Aquarell treffen auf leuchtendes Neon-Gelb, Pink und Blau.
Als Yuki schließlich wieder auftaucht, ist sie verändert. Sie weiß nun: Sie ist nicht allein mit ihrer Wut. Und sie kennt den Weg zurück zu sich selbst – einen Weg, den sie jederzeit wieder gehen kann. Ab 5.
wamiki-Tipp:
Beatrice Alemagna: Ihre Hoheit Matsch. Prinzessin von Schlammland, Aus dem Italienischen von Marieke Markert, Rotopol 2025, 56 Seiten, Hardcover, fünffarbig mit einer Sonderfarbe, ISBN: 978-3-96451-059-4 , € (D) €: 24 / (A): 25,95 / CHF: 35,90

Schon am ersten Schultag wird Moritz missverstanden. In seinem Selbstporträt fehlen die Arme, weil er sie sich hinter dem Rücken denkt – einen schönen Stein haltend. Fußball spielt er nicht, er klettert lieber auf Bäume. Im Kunstunterricht übermalt er die Blumen, weil ihn ihr Streben zum Licht interessiert. Doch Lehrkräfte reagieren mit Unverständnis und Korrektur.
Daniela Leidigs Bilderbuch erzählt sensibel von einem Kind, dessen Wahrnehmung nicht in schulische Erwartungen passt. Immer wieder zeigt sich die Spannung zwischen Anpassung und Entfaltung: Fantasie ist gefragt, aber nur innerhalb enger Grenzen. Pausen sollen frei sein, werden aber gelenkt. Eigene Lernwege sind offiziell erwünscht, scheitern jedoch oft an vorschneller Bewertung.
In Collagen aus Aquarell, Kinderzeichnungen, linierten Papieren und wechselnden Perspektiven macht Leidig diese Schieflage sichtbar. Besonders eindrücklich ist die Geschichte der Flunder im Klassen-Aquarium. Moritz fühlt sich ihr verbunden, malt sie aus dem Gedächtnis – mit beiden Augen auf einer Seite. Die Lehrerin verspottet ihn. Doch im Wunder der Geschichte wandern die Augen der Flunder genau dorthin, wo Moritz sie gesehen hat.
Gemeinsam mit Lana befreit er das Tier und bringt es zum Bach. Dort kann die Flunder endlich tanzen – so wie Moritz seine Buchstaben tanzen lässt. Am Ende gibt es keine Glasscheibe mehr, nur noch Farbe, Nähe und Raum für eigene Sichtweisen. Ab 5.
wamiki-Tipp:
Daniela Leidig (Illustration und Text): Das Wunder der Flunder, Kunstanstifter 2025, 40 Seiten, durchgängig farbig illustriert: Analoge Malerei mit digitalen Elementen, ISBN: 978-3-948743-45-1, € (D): 22 / € (A): 22,70 / CHF: 33,90
Mit goldenen Deckelchen bauen Teuer muss nicht sein, aber kreativ! Michael Fink inspiziert Ausgesondertes, um nach Dingen zu suchen, die kaum etwas kosten. Weiter lesen…
Knöpfe
sind eine praktische Erfindung.
Warum?
Weil man damit Kleidungsstücke verschließen und verzieren kann.
Woraus bestehen Knöpfe?
Knöpfe bestehen aus Leder, Perlmutt. Messing, Glas, Plastik, Horn, Holz, Stoff, Kokosnuss, Silber oder Gold.
Seit wann gibt es Knöpfe?
Knöpfe gab es schon in der Antike. Seit dem Mittelalter gibt es den Ösenknopf.
Was kann man mit Knöpfen machen?
Wenn man sie nicht zum Zuknöpfen braucht, kann man damit spielen, sie sammeln, sie nach Farben, Größe und Materialien sortieren und tauschen, damit rechnen, sie stapeln oder Knopfgeschichten erfinden.

Was gibt es für Knöpfe?
Es gibt Wäscheknöpfe, Manschettenknöpfe, Trachtenknöpfe, Zierknöpfe, Hemdknöpfe, Münz- und Talerknöpfe, Ersatzknöpfe und Knöpfli.
Was Ihr Euch mit Knöpfen ausgedacht und fotografiert habt, schickt Ihr an:
Fotos: Dagmar Arzenbacher
Auf diesen Seiten geht es um eine Situation, die man aus verschiedenen Perspektiven betrachten kann. Was ist Deine Perspektive? Und was sagt Dein Team? Weiter lesen…
Über Ungerechtigkeit muss man im Kinderkreis reden, weil „die anderen uns
immer was wegnehmen. Nee, umgekehrt, weil wir denen…“
Oder man inspiriert spielerische Auseinandersetzungen über Momente im Alltag,
in denen es Ungerechtigkeit gibt, um mit Kindern zu erforschen: Geht das auch fair?
Warum sind wir, wie wir sind? Und warum stoßen wir damit nicht nur auf Gegenliebe? Erinnerungen an missliche Situationen, Erkenntnisse über Verhaltensweisen, Erfahrungen mit Lösungsmöglichkeiten und Umsetzungstipps – Aline Kramer-Pleßke, Supervisorin und Coach, möchte dazu beitragen, dass wir unsere Potenziale entdecken, unsere Ressourcen stärken, emotionale Entlastung finden und souveräner handeln können. Weiter lesen…