Hosentaschen – Dialoge

Häufig hat man – das kennt ihr bestimmt – in einer Gesprächssituation mit einem Kind förmlich ein Brett vorm Kopf und kommt auf keine Idee, woran man anknüpfen oder was man sagen könnte, um mit dem Kind im Dialog zu bleiben. Was tun? Das passende Fachbuch haben Sie in dem Moment nicht zur Hand und sowieso keine Zeit, lange darin herumzublättern. Sie brauchen etwas, das Sie in die Hosentasche stecken können, wenn Sie mit den Kindern rausgehen oder ihnen beim Anziehen helfen. Etwas, das Sie im Nu parat haben. Zum Beispiel so ein kleines Teil, das Sie wie einen Fächer aufklappen können.

hosentaschendialoge

Bisher gibt es fünf solcher Fächer, Hosentaschen-Dialoge genannt: für die Schlüsselsituationen Buddeln, Anziehen, Spazieren, Essen und Waschen. In jedem Hosentaschen-Dialog sind jeweils sechs Warum-Fragen und sechs Was-wäre-wenn-Fragen versammelt, also Einstiegsfragen, die Ihnen das Nachfragen erleichtern sollen. Zum Beispiel beim Essen: Was wäre, wenn wir ohne Hände essen müssten? Was denkst du? Warum bekommen wir eigentlich Hunger? Was glaubst du? Was wäre, wenn das Würstchen jetzt vom Teller springen würde?
Das sind Fragen, die Sie wie Versuchsballons aufsteigen lassen können. Mal gucken, was passiert. Vielleicht sind Sie überrascht, wie schnell und unkompliziert die Kinder darauf einsteigen. So eine Frage aus der Hosentasche kann Wunder wirken und die Erfahrung bescheren: Wenn ich mal anders rede, nehme ich die Situation ganz anders wahr und ermögliche wirkliche Gespräche.

Außerdem: Zu den Hosentaschen-Dialogen – erhältlich unter www.hosentaschen-dialoge.de oder post@hosentaschen-dialoge.de – gibt es ein Übungsheft mit kurzen Erklärungen.

Gabriela Wenke

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