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Liebe Online- und OnPaper-Lesende,

dieses Heft – ob nun auf Papier oder irgendeinem Display zu lesen – beschäftigt sich mit dem Internet. Das klingt fast so, als hätten wir das Medium gerade erst entdeckt. Nein, es geht uns hier um eine Zwischenschau darauf.

Wie vernetzt arbeitet unsere Redaktion? Wie viel Netz brauchen wir beim Zeitschriftenmachen? In unseren Sitzungen wischen Zeigefinger eher nebenbei über Displays. Zum Beispiel, wenn es um Begriffsklärungen oder das Abrufen von Mails geht. Die Anzahl verbaler Mitteilungen, die wir aneinander richten, übersteigt die unserer elektronischen Kommunikation bei weitem. Versuche, abwesende Redaktionsmitglieder per Skype in Sitzungen einzubinden, haben wir ohne Vorliegen von Gründen allerdings eingestellt. Dennoch hat das Im-Netz-Sein unsere Arbeit verändert. Wie viele andere Leute nehmen wir das im Netz hinterlassene Wort vielleicht zu ernst. Ein Lob, eine positive Erwähnung bleibt – leider – länger haften als mündlicher Zuspruch. Und Kritik erst! Uaahh! Wie die ungerechte Note auf dem Grundschulzeugnis piesackt sie uns, fordert uns zu Antworten heraus. Oh je, dieses anonyme Netz!

Gut, dass wir im Netzwerk – zum Beispiel auf unseren Seiten in diversen „social networks“ – Bekanntschaften machen können, aus denen öfter, als man denkt, Begegnungen im wirklichen Leben werden. „Die hab ich mir ganz anders vorgestellt“, stellen wir fest, reden miteinander und merken mal wieder: Ob beim Freunde-Finden, Gedanken-Aufgreifen oder Projekte-Entwickeln – wie manches andere Kommunikationsmittel kann auch das Internet echte Begegnungen vorbereiten, statt sie zu ersetzen.

Auf ein Treffen im Netz – und dann oder stattdessen in echt – freuen sich

die Wamikis