10 Fragen an Saskia Franz

 

Wann sind Sie glücklich?

Wenn es in Familie und Beruf gut funktioniert. Harmoniert dann noch beides miteinander, ist das Glück am größten.

Was regt Sie auf?

Jammernde Erzieher*innen. Wer jammert, macht unseren Berufsstand nicht besser.

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an Ihre Kindheit denken?

Eine weltoffene Atmosphäre. Meine Eltern hatten häufig ausländische Gäste. So etwas prägt.

Hatten Sie als Kind ein Idol?

Nena. Eigentlich interessant, dass sie sich später auch dem Thema Bildung – zum Beispiel Freie Schulen – zuwandte.

Was können Sie von Kindern lernen?

Konsequenz. Wenn Kinder sich in den Kopf setzen, etwas nicht zu machen, machen sie es auch nicht.

Was schätzen Sie an einem Menschen am meisten?

Ausstrahlung, Wissen, Humor und Verlässlichkeit

Was können Sie am besten?

Delegieren. Oder besser: Menschen einspannen.

Was können Sie überhaupt nicht?

Diplomatisch sein. Emotional unbeteiligt an einer Sache zu sein, das gelingt mir fast nie.

Was wäre für Sie eine berufliche Alternative?

Familienministerin? (lacht)

Was wünschen Sie sich?

Die Aufwertung des Erzieherberufs – bis hin zu Leitungskräften, die für nachgewiesene regelmäßige Fortbildungen einen Master-Abschluss erhalten sollten.

 

Augen auf bei der Kita­platzwahl

Junge Familien stehen heute unter Druck. Um ihrer Berufstätigkeit nachgehen zu können, brauchen die Eltern dringend Betreuungsplätze für ihre Kinder, aber die Zusagen bleiben häufig aus. Deshalb rückt der Fokus auf Konzeptionelles in den Hintergrund. Weil es drängt, steht die Zusage im Vordergrund, obwohl die Eltern sich die bestmögliche Förderung und gute Bildungschancen für ihre Kinder wünschen. Dies wird oft erst bedacht, wenn die Plätze gesichert und die Kinder gut angekommen sind.

Hinzu kommt, dass neue Einrichtungen junge Familie besonders reizen. Die moderne Architektur, die fröhlichen Farben und neuwertige Möbel versprechen innovatives, modernes Arbeiten. Aber als Laien können die Eltern nicht abschätzen, wie viel Zeit und Auseinandersetzung nötig ist, um ein qualitativ hochwertiges Kita-Konzept zu erarbeiten und umzusetzen. Und wie viel Zeit ein Team benötigt, um wirklich zusammenzuwachsen.

Wir empfehlen daher, das Profil der Kita zu schärfen und die gelebten Kitawerte transparent zu machen: mit einem treffenden Logo, einer ansprechenden Homepage und einer gut ausgearbeiteten Konzeption. Wir sind der Ansicht, dass gelungenes Marketing die Arbeit in der Frühpädagogik stärkt, und bedauern, dass noch viel zu wenig Träger bereit sind, dafür Geld auszugeben. Als Fachkräfte sollten wir darauf dringen, dass Familien die Chance haben und nutzen, den für sie passenden Kinder­garten zu wählen, denn: Eine Kita mit Kunstschwerpunkt ist nicht von vornherein das, was sich eine sport­affine Familie wünscht, aber vielleicht genau das, was sie als Bildungsanregung gut gebrauchen kann.

In unserer Kommune Benningen haben wir für die sieben Betreuungseinrichtungen den ersten Samstag im Februar als Infotag festgelegt. In der Zeit von 9.00 bis 12.00 Uhr sind alle Kindergärten und der Hort geöffnet. So können sich die Familien einen Vormittag lang Zeit nehmen, um alle Einrichtungen anzuschauen, zu vergleichen und herauszufinden, wo sie sich am wohlsten fühlen. Zwar gelingt es uns bei der Platzvergabe nicht immer, die Prioritäten aller Familien zu berücksichtigen, aber den Anspruch haben wir immerhin.

Wer sich viele Gedanken über das pädagogische Konzept gemacht hat, braucht auch das Rückgrat und die Stärke, es den Eltern nahezubringen, denn die fachliche Kompetenz liegt bei uns. Dies geschieht fairerweise vor der Anmeldung oder der Vertragsunterzeichnung.

In unserer Einrichtung gibt es zum Beispiel keine regelmäßigen Angebote wie Musik oder Englisch durch Externe, weil uns die Freispielzeit der Kinder wichtiger ist. Wer sich intensive musikalische Früherziehung wünscht, ist also bei uns falsch. Dafür stehen die Rechte der Kinder und ihre Mitbestimmung im Alltag im Vordergrund. Die Eltern sollten wissen und teilen, dass ihre Kinder viele Freiheiten und Entscheidungsmöglichkeiten haben. Außerdem machen wir sie darauf aufmerksam, dass sie in den meisten Fällen einen Vertrag, also eine Bindung für mindestens vier Jahre eingehen – bei Geschwister­kindern auch länger. Weil sie an dauerhafter Sicherheit und Struktur interessiert sind, wächst die Hemmschwelle, sich aus dem Vertrag zu lösen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Plätze knapp sind. All das sind Gründe für eine gute und bewusste Wahl des Kindergartens.

Foto: cottonbro von Pexels

Vom gegenseitigen Wahrnehmen und Verstehen

In ihrem Buch „Ich muss mit auf Klassenfahrt – meine Tochter kann sonst nicht schlafen!“ berichten Lena Greiner und Carola Padtberg über Helikoptereltern: „Im Gespräch über die morgendliche Routine des Kindes erzählte die Mutter mir, dass sie ihrem Sohn jeden Morgen die Klobrille warmföhnt, damit ihm nicht so kalt auf dem Thron ist.“ Manche schmunzeln,…

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Gemeinsam einen dritten Raum finden

Im folgenden Beispiel beschreibt Evelyne Höhme eine Vorgehensweise nach dem Konzept von Louise Derman-Sparks: Weiter lesen…

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Kitakultur und Familienkulturen

Wenn Kitakultur und Familienkulturen in Konflikt geraten Konflikte zwischen Erzieher*innen und Eltern können viele Ursachen haben, zum Beispiel: Unterschiede in den Erziehungs- oder Glaubensvorstellungen, unterschiedliche Werte, Gewohnheiten oder Ansichten, die kaum miteinander vereinbar scheinen. Jede Familie hat ihre spezifische Kultur. Das gilt auch für die Familien der pädagogischen Fachkräfte, die in der Kita arbeiten. Selbst…

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Unvoreingenommen auf Eltern zugehen

Vom erfolgreichen Bemühen, Zuschreibungen selbstkritisch zu reflektieren, weil Menschen nicht in unsere Vorstellung von »Normalität« passen, berichtet Bianca Dahms: Weiter lesen…

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Familienkulturen wertschätzen und Zuschreibungen vermeiden

Hier gibts den Artikel als PDF: Familienkulturen_#6_2020 Eine fiktive Teambesprechung In einer Teambesprechung geht es um das Erziehungsverhalten von Eltern. Einigen Müttern und Vätern scheint es schwerzufallen, ihren Kindern Raum für mehr Eigenständigkeit zu geben, zum Beispiel den Eltern von Canan, deren Großeltern aus der Türkei nach Deutschland eingewandert waren. Eine Erzieherin sagt: »Bei Canans…

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Am Limit

Im Umgang mit Corona offenbaren sich seit Jahren bekannte Mängel des Kita-Systems, denen man jedoch von politischer Seite zu wenig Aufmerksamkeit schenkt. Schon vor der Pandemie war das System mit Fachkräftemangel, häufig nicht kindgerechten Personalschlüsseln und mangelnder (digitaler) Ausstattung am Limit.

Was tun? Die BAG BEK e. V. bezieht Stellung. Weiter lesen

Klare Regeln, Vertrauen, Not und die Ungewissheit

„Normal“-Betrieb in Corona-Zeiten Das Hamburger Kinderhaus Osteresch befindet sich in einem Doppelhaus – viele kleine Räume, enge Flure, aber ein großer Garten. Wie gelang die Rückkehr in den „Normal“-Betrieb? Wie stellten die Eltern sich darauf ein? Was war in der Eingewöhnung zu beachten? Darüber berichten Heidrun Mildner, Sophia Tabratzis und Melina Bünger in einem wamiki-Gespräch….

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Der Tag, an dem Mutti zurückkam

Hier gibts den Artikel als PDF: Satire_Mutti_#6_2020

Es war eigentlich ein ganz normaler Donnerstag. In den Schulen zankten sich die Kinder vor und mit den Lehrern. In der WhatsApp-Gruppe der Erdmänncheneltern zerriss man sich das Maul über die Gel-Nägel der neuen Kollegin Yasemin. Im REWE versuchte man geschickt, seine Waren auf das Band der neu eröffneten Kasse zu legen, ohne jemandem zu nahe zu kommen. Im Bundestag predigte der Abgeordnete Curio über den Zusammenhang zwischen Corona, Migration und Mannhaftigkeit. Und im Leserforum der Hessischen Allgemeinen Nachrichten beschimpften sich Gegner und Befürworter der Sanierung des Abwasserkanals in Hessisch Oldendorf erbittert. Doch dann, etwa gegen halb Elf, machte ein federleichtes Gerücht die Runde, aus dem bald panische Gewissheit wurde, bestehend aus jenen zwei Worten, die in jedem Klassenraum kurz vor Ende der Fünf-Minuten-Pause mit Lehrerwechsel zu hören sind: „Sie kommt!“

Mutti erschien. Packte den ersten – vielleicht einen von zwei Streithähnen – sanft, aber sicher an der Schulter. Machte ein Gesicht, das keinen Widerspruch duldete, und sprach: „Ich will nicht wissen, wer anfing. Ich will, dass ihr aufhört.“ Sah uns zu, bis wir alle Waren zurück in den Korb gelegt hatten, denn: Man drängelt nicht vor. Und entschied: „So, jetzt könnt ihr weitermachen.“

Mit Mutti war überall zu rechnen. Diktator Abrumski aus irgendeinem schwer zu merkenden Nachbarland wirkte plötzlich ganz kleinlaut, als Mutti ihm sagte: „Du weißt selbst, was du verkehrt gemacht hast, Freundchen!“ Expräsident T. sah mit waidwunden Augen zu Boden, weil Mutti die Sache mit dem schlechten Verlierer beinahe noch ein zweites Mal erklären musste – und das will man doch nicht. Abgeordneter Curio aber spürte entgeistert, wie Mutti ihm vor dem Hohen Haus am Rednerpult mit ihrem riesigen, nach uralter Spucke riechenden Taschentuch einen vergessenen Ei-Rest aus dem Mundwinkel entfernte: „So geht man aber nicht vor die Leute, mein Junge!“

Der Verkehr stockte, weil plötzlich alle bang auf die Temposchilder achtgaben. SUV-Fahrerin Martina verschlug es die Sprache, als Mutti sie fragte, was sie mit so einem Angeber-Auto wolle und woher sie denn überhaupt das ganze Geld dafür habe? Studienrat Raimund versprach stotternd, seinen Unterricht fortan besser vorzubereiten. „Bei den Hausaufgaben warst du früher auch immer so schlampig, mein Freund!“ Und im ICE klappte Mutti, resolut durch die Reihen schreitend, alle Laptop­deckel zu: „So, meine Lieben, genug in die Kästen geguckt! Wir spielen jetzt Halma, macht jeder mit?“

Natürlich versuchte mancher, Mutti zu entkommen – vergebens. Wenn Mutti allgemeine Schlafenszeit ausgerufen hatte und man trotzdem noch durch die dunklen Straßen zum Spätkauf hastete, fragte sie tückisch, wo man denn hinwolle und ob man nicht schlafen könne. In den Kantinen, in Gaststätten und selbst in den vornehmsten Restaurants konnte es passieren, dass der Kellner beim Abräumen unterbrochen wurde: „Stopp! Ich sehe gerade: Da liegt noch Kalbsbries. Barbara, wenigstens ein Kostehäppchen probierst du. Und dann noch eins… Bis dein Tellerchen blank ist.“ Dazu riss Mutti Augen und Mund auf, als wolle sie Barbara verschlucken.

Am ärgsten war es, wenn Mutti sich für jemanden einsetzte. „Sofort entschuldigst du dich, dass du Cemile diskriminiert hast!“ fuhr sie den Jung-Nazi Kai-Uwe an. Und weil er allzu leise sprach, ertönte ein aufmunterndes „Ich höre nichts!“ Ja, Mutti hatte viele Kinder, die sich bei­einander entschuldigen mussten. „Es tut mir leid, dass meine Beiträge im Leserforum immer wieder so unfreundlich klangen, ich bin eigentlich ein ganz Netter“, diktierte sie und befahl: „Das schreibst du jetzt – und zwar sofort!“ Zum Schluss ermahnte sie uns alle: „Und jetzt vertragt ihr euch!“ Wir nickten und sahen zu Boden, aber sogleich hieß es: „Seht euch an! Gebt euch die Hand!“

Manch einer versuchte, aufzubegehren, und zeterte: „Ich bin groß! Ich habe erfolgreich mehrere Pubertäten absolviert! Ich kann allein auf mich aufpassen!“ Dann fragte Mutti nur süffisant: „So?“ Da fiel das Großmaul in sich zusammen und schämte sich für seine unbedachten Worte.

Später tauchte auch Vati auf, sozusagen als zweite, deutlich flachere Welle. Er wiederholte, was Mutti angeordnet oder befohlen hatte, und wir ließen ihn gewähren. Denn wir wussten längst: Jederzeit kann Mutti zurückkommen. Und sie sieht uns zu, von wo auch immer…

 

Mamas und Papas

Hier gibts den Artikel als PDF: Panorama_#6_2020

 

 

 

Mama Mia

 

Mothers Little Helper? Papa was a rolling stone? Mama?
Oder lieber: Kein Liebeslied?

Die wamikis jodeln, trällern, schmettern und tanzen. – Über 70 Songs zum Heftthema findet ihr hier:

Dr. Jan Böhmermanns Struwelpeter

Jan Böhmermann verklickert auf dem Elternabend einer illustren Elternschaft das traditionsbewusste und modernisierte Konzept seiner öffentlich-rechtlichen Kita „Rattennest“: „Im Rattennest haben die Kinder die Freiheit, zu machen, was sie wollen, wenn sie vorher gelernt haben, was sie nicht dürfen.“ Die Galerie von gesellschaftlichen Prototypen, die sich im Stuhlkreis der Kita versammelt haben und alle nur das Beste wollen für ihre Kinder, verkörpern mit scharfem Sinn fürs Karikaturhafte Devid Striesow, Annette Frier, Kida Ramadan, Ralf Kabelka, Anna Schudt, Marlene Lufen, Larissa Rieß, Florentin Will und William Cohn.

 

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Regenbogenfamilien

Hier gibts den Artikel als PDF: Bildstrecke_#6_2020

Fotos: Jan von Holleben

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Auch Eltern sind lesbisch, schwul, bisexuell, trans-, intergeschlechtlich oder queer. Klingt logisch und einfach – ist es aber nicht!

„Es gibt Nachfragen von allen Seiten, bis hin zu ‚Wie willst du das denn machen?‘“, erzählt Alexander Schug. Irgendwann hatte er auf Fragen wie diese keine Lust mehr – wie auch Sören Kittel, Uli Heissig und Gianni Bettucci.
Gemeinsam haben sie mit „Das Regenbogenväterbuch“ den ersten umfassenden deutschsprachigen Ratgeber herausgegeben. Das Buch berichtet von sehr persönlichen und intimen Erfahrungen und verschiedenen Blickwinkeln – kurz: von der Diversität von Familie.

Das Buch ist kein politisches Manifest. Dennoch ist das Buch politisch, weil das, was Regenbogeneltern hier erzählen, den gesellschaftlichen Blick auf Familie in Deutschland radikal ändern wird.

Mit Checklisten, Bildern, Adressen. Und Fotos von Jan von Holleben.

 

 

 

 

Das Regenbogenväterbuch – Ratgeber für schwule Papas (und alle, die es werden wollen)
Herausgegeben von Alexander Schug, Sören Kittel, Uli Heissig, Gianni Bettucci
368 Seiten, 22,00 Euro
Bezug: www.omnino-verlag.de