Vom Zauber der gleichen Wellenlänge

Resonanz – achten Sie in Ihrem Arbeitsalltag darauf? Auf diese Frage erntet Christa Möllers in Fortbildungen meist erstaunte bis zweifelnde Blicke: Haben wir nicht schon genug mit Beobachtung, Lerngeschichten und Dialog zu tun? Die Autorin macht sich auf die Suche nach den Schwingungen, die zwischen Kindern und Erwachsenen entstehen können und achtsames Miteinander begründen. Sie…

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10 Fragen an Berit von Chrzanowski-Wien und Ute Müller

Berit von Chrzanowski-Wien, Kita Erfurt                                   Ute Müller, Kita Erfurt

 

 

Wann sind Sie glücklich?

Berit: Jeden Tag, denn ich habe Freude am Leben, liebe meine Familie und mache meine Arbeit gern.

Ute: Wenn ich von Kindern umgeben bin und mich von ihnen bereichern lassen kann.

Was regt Sie auf?

Berit: Teflonbeschichtete Erzieherinnen und Erzieher.

Ute: Ich bemühe mich, mich nicht aufzuregen.

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an Ihre Kindheit denken?

Berit: Behütet, aber ungezwungen sein.

Ute: Draußen sein, viele Freunde und keine Erwachsenen in der Nähe.

Hatten Sie als Kind ein Idol?

Berit: Meine Mutter und George Michael, ein Popstar.

Ute: Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemanden angehimmelt habe.

Was können Sie von Kindern lernen?

Berit: Zum Beispiel Fragen stellen.

Ute: Jung bleiben und unbeschwert sein.

Was schätzen Sie an einem Menschen am meisten?

Berit: Ehrlichkeit, Offenheit und Herzlichkeit.

Ute: Humor.

Was können Sie am besten?

Berit: Organisieren. Und ich kann gut mit Kindern umgehen.

Ute: Löcher in die Luft starren und das genießen.

Was können Sie überhaupt nicht?

Berit: Gitarre spielen.

Ute: Nein sagen.

Auf welchen Gegenstand könnten Sie verzichten?

Berit: Auf die Uhr.

Ute: Auf den Wagenheber und die Personenwaage.

Was wäre für Sie eine berufliche Alternative?

Berit: Hebamme.

Ute: Es gab keine.

 

Wo ist Zuhause?

„Um die hier kümmert sich niemand. Ich will das tun. Natürlich ist das vollkommen unrealistisch und verrückt. Natürlich.“ so sagt es Marina Naprushkina.
Jeden Tag neue Schlagzeilen über Menschen mit Fluchterfahrung. Da, wo die Medien im schnelllebigen Tagesgeschäft darüber berichten, aber letztlich das Thema nicht analytisch angehen können, setzt die Performance-Künstlerin, Autorin und Aktivistin Marina Naprushkina mit Engagement und einem hochaktuellen Buch neue Akzente. Weiter lesen

Braucht eine Kita viel Schmuck?

Nein. Der Schmuck sind die Kinder, die Erzieherinnen und Erzieher, die anregenden Materialien. Wenn die Wände und Fensterscheiben leer sind, weil gerade renoviert wird, ist das auch mal schön. Erstens zum Innehalten und Durchatmen, zweitens zum Neugierig-Sein: Was kommt eines Tages an die Wände, auf die Fensterborde? Was wird die Kinder und uns beschäftigen? Was werden wir dokumentieren?

 

Was wäre für Sie ein gutes Team?

In einem guten Team steckt man einander mit Begeisterung für das an, was einen gerade interessiert, und bekommt Feedback zu dem Prozess, in dem man sich gerade befindet, denn ohne negatives Feedback ist man orientierungslos.

Negatives Feedback bedeutet: Wo komme ich vom Kurs ab? Sagt jemand zu mir: „Christian, da schießt du übers Ziel hinaus“, dann kann ich meinen Kurs kontrollieren und überlegen, ob ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Positives Feedback – „Das hast du gut gemacht!“ – veranlasst mich nicht zu einer Kurskorrektur.

Bildung im Sinne der Nachhaltigkeit?

Wie das geht, zeigt der Children’s Park auf der Mailänder EXPO. Gestaltet nach den Richtlinien der Reggio-Pädagogik und unter Beteiligung von Kindern, hebt sich dieses Areal wohltuend vom EXPO-Betrieb ab, der nicht wie eine Leistungsschau der Nachhaltigkeit wirkt, sondern wie ein großer Ramschverkauf. Weiter lesen

Jedes Kind ist einzigartig!

Die fantastischen Fünf – Anni, Olli, Simone, Mario und Paul – halten zusammen, und jeder von ihnen kann etwas Besonderes. Olli sieht zwar kaum was, kann aber unglaublich gut hören. Anni hingegen kann sehr weit sehen. Mario sitzt zwar im Rollstuhl, ist aber unglaublich stark. Simone schiebt den Rollstuhl und ist auch stark. Was Paul auszeichnet, bleibt anfangs offen, weil er nur Töne, aber keine Worte herausbringt.

Bilderbuch: Freddy und die fantastischen Fünf

Bei einem Ausflug wird dem Busfahrer Freddy schlecht; er erleidet einen Zusammenbruch. Die fünf Kinder tragen ihn, hören in der Ferne Menschen, und plötzlich findet Paul die Sprache wieder. Er schreit so laut um Hilfe, dass die Menschen ihn hören und mit ihren Handys die Ambulanz benachrichtigen.

Mit seinem berühmten Krakelstrich setzt Quentin Blake die fünf Freunde in Szene und zeigt, wie aus „Behinderung“ gemeinsame Stärke erwächst.

 

Alle da!

Konsequent geht die Autorin Anja Tuckermann von den Vorfahren der Menschen aus, die vor etwa 7 Millionen Jahren lebten, und schildert – überzeugend unterstützt von der Illustratorin Tine Schulz – das, was allen Menschen gemeinsam ist. Dazu gehören essen und trinken ebenso wie sich verlieben oder Kinder kriegen, Bilder malen oder reden. Dazu gehört auch, dass Menschen immer mal wieder unterwegs waren: aus Abenteuerlust oder Not, auf der Flucht oder auf der Suche nach einem besseren Leben.

Bilderbuch: Alle da!

Autorin und Illustratorin erzählen von Samiras Flucht aus Syrien, von Marija, deren Großvater wohl ein „Gastarbeiter“ war, und von einer palästinensischen Familie, deren Mitglieder in alle Welt verstreut sind. Diese Menschen sprechen viele verschiedene Sprachen, feiern verschiedene Feste, gehören verschiedenen Religionen an, haben Vorurteile und Sorgen, aber: „Am besten verschwindet die Angst, wenn man sich kennenlernt und etwas voneinander weiß.“

Das gelungene, optimistische Buch ist eine Aufforderung zum freundlichen Zusammenleben und zum Abbau von Vorurteilen.

 

Wärmende Wörter

Zu Hause hieß sie „Wildfang“. Als sie in ein fremdes Land flieht, heißt sie nicht mehr so. Die fremde Sprache prasselt auf sie ein, „wie ein kalter Wasserfall“. Zu Hause hatte sie eine „alte Decke“ aus ihren eigenen Worten, die wärmte. Von einem Mädchen im Park lernt sie nun Wörter der neuen Sprache und webt sich schließlich eine neue Decke daraus.

Bilderbuch: ZUhause kann überall sein

Zwei Mädchen gehen aufeinander zu, spielen und sprechen miteinander, bis das Mädchen aus dem fernen Land sich nicht mehr fremd fühlt. Eine einfache Geschichte, deren Symbolik weit über das Sprache-Lernen hinausweist. Die hinreißenden Bilder fangen die Bewegungslust und Anmut der Mädchen ein. Zwar ist die Handlung in Australien angesiedelt, aber die Probleme und Lösungen gleichen sich überall.